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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stephania



michaelG
11.11.2005, 14:44
Servus allerseits !

Ich habe einige Stephania rotundifolia, die gut gewachsen sind und den Sommer im Garten sichtlich genossen haben. Nun habe ich bloß ein Problem: trotz Kälte machen sie keine Anstalten einzuziehen.
Naja, ich würde sie schon lieber ohne Laub im Keller überwintern, drinnen ist für die Monster leider kein Platz...
Hat jeamand von Euch Erfahrung mit dieser Gattung & evtl. einen Tip für mich?

Danke !

Viele Grüße Michael

Chris
11.11.2005, 15:48
Hallo Michael,
wenn der Caudex groß genug ist, würde ich die Pflanze einfach zurückschneiden- das ist immer noch besser als erfrieren. Hast du die Pflanzen trocken gehalten?

Matthi
11.11.2005, 16:00
Hallo Michael und Chris,

das zurückschneiden kann ich nicht empfehlen, sie "bluten" dabei zu stark aus.
Ich würde sie komplett ausbuddeln und einfach in Zeitungspapier gewickelt, bis Februar im Keller deponieren. Sollten die Ranken zu lang sein, kürz sie auf einen Meter ein und lass den Rest eintrocknen.
Meine Stephanias standen zwar nicht draussen, wachsen aber auch noch ohne Ende.

Gruß
Matthi

michaelG
12.11.2005, 17:01
Servus !

Ich habe sie schon länger nicht mehr gegossen, aber Trockenheit macht ihnen gar nix aus, wie es scheint. Und ab & an hat es auch geregnet.
Erfrieren lasse ich sie schon nicht (der garten liegt sehr geschützt & es gab noch keinen Frost), ich denke ich werde sie einfach in den Keller tun und nicht gießen.
Urbanjungle (von dort stammen die Pflanzen) beschreiben übrigens auch daß sie die Pflanzen zurückschnitten, so schlimm sollte es also nicht sein...


Viele Grüße !

Michael

michaelG
25.04.2006, 10:27
Servus !

Ich wollte mal ein Update zu den Stephanias geben:

Ich habe sie also trocken in den Keller geräumt, wo sie auch nach Monaten keine Anstalten machten einzuziehen. Ende Dezember kam es nun zu einem Drama, denn in einer kalten stürmischen Nacht (ca. -10°C) drückte der Wind die Kellertür auf, so daß es dort auch kalt wurde. Den Stephanias, die direkt im Luftzug standen, erfroren die Ranken, und auch die Knollen haben sicher -5°C abbekommen - jedenfalls waren Eiskristalle in der Erde.
Die erfrorenen Ranken habe ich abgeschnitten, und siehe da: schon ein paar Wochen später zeigten sich grüne Knubbel an den Knollen. Diese habe ich bis vor 2 Wochen bei 0 bis 5°C stehen gehabt und nun sind sie wieder im Garten und treiben. Sind deutlich härter als ich erwartet hätte ! Jetzt wäre es noch schön wenn sie blühten, so daß ich sie vermehren kann - käufliche Samen sind m.E. leider nie keimfähig, vielleicht kann man Samen dieser Gattung nicht lagern.....

Das wars mal wieder,

Viele Grüße !

Michael

jürg
29.04.2006, 08:53
hallo

ich habe auch einige versch. stephanias. sind wirklich ganz tolle pflanzen wie ich finde.
hast du deine stephania denn im garten frei ausgepflanzt?

ich hatte meine knollen diesen winter durchkultiviert. sie sind dabei ganz prächtig gediehen. sie vermögen ganz schnell die stube in einen dschungel zu verwandeln. auch die knollen haben während den wintermonaten ziemlich "fett" zugelegt. der nachteil ist dabei, dass sie unheimlich platz beanspruchen. für nächsten winter habe ich mir daher vorgenommen die knollen ebenfalls einzukellern.

kürzlich habe ich allen das laub abgesäbelt damit sie im freien in topfkultur wieder neues grün bilden. dies haben sie auch unverzüglich getan.

mir ist aufgefallen, dass die arten sehr unterschiedlich auf direkte sonne reagieren.
die sp. turtel scheint mit der prallen sonne sehr gut zurecht zu kommen. sie strotzt dabei vor kraft. sie steht bei mir auf dem südseitigen balkon welcher von sonnenaufgang bis sonnenuntergang durchgehend in der sonne steht.

die rotundas scheinen mir eher etwas sonnenscheu. die mögen lieber nur etwas von der morgen oder abendsonne abbekommen. es verbrennt ihnen sonst sehr schnell die blätter.

perrierii ist auch keine sonnenanbeterin und bildet nur ganz kleine blätter bei zuviel sonne.

da ich nun von den rotundas ein männlein und ein weiblein besitze hoffe ich natürlich, dass da was geht und vieleicht sogar eigens geernteter samen bald ausgesät werden kann:)

mit der anzucht aus samen hatte ich bisher auch null erfolg. ich vermute auch, dass es am alter der käuflichen samen liegen könnte. ich hatte von verschiedenen anbietern samen erstanden.

hat die jemand von euch erfolgreich aus samen gezogen ? wenn ja, unter welchen gegebenheiten?

wer hat sonst noch erfahrungen mit stephanias gesammelt und weis den einen oder anderen praktischen tipp?

mfg jürg

michaelG
09.05.2006, 17:34
Hi Jürg !

Sorry für meine späte Antwort, bin hier ja nicht so oft & hatte nicht damit gerechnet daß sich noch jemand für die Stephanias interessiert :-)
Ich hatte sie im Topf, ich weiß nicht ob Auspflanzen so gut ist wenn sie im Winter eh rein müssen - andererseits wachsen andere Pflanzen in Töpfn ja nur halb so schnell wie frei gepflanzt - vielleicht dann nächstes Jahr. Ich hätte sie auf keinen Fall in der Wohnung lassen können, platzmäßig, außerdem hatten sie in meiner alten Wohnung (mit mehr Fensterplatz) prompt Spinnmilben bekommen sobald sie die Decke erreicht hatten, darauf hatte ich auch keine Lust mehr. Meine S. stelle ich recht hell aber ohne Sonne auf, schon die großen und lappigen Blätter (habe sie als S. rotundifolia gekauft) habe ich als Hinweis auf eher schattigen Stand interpretiert. Im Moment treiben sie aus, und ich bin sehr gespannt ob es Blüten gibt oder nicht - blühen Deine Pflanzen denn ? Die Vermehrung durhc Samen scheint nicht schwierig zu sein, wenn man diversen Homepages glauben mag, aber selbst geernteten Samen läßt man halt auch nicht ewig trocken rumliegen.
Dann sind wir mal gespannt was sich im Frühjahr so tut - und wenn Du Lust hast stell doch mal Fotos Deiner Pflanzen ein !
Ich mach das auch wenn sie mal soweit sind :-)

Viele Grüße aus München,

Michael