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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schnecken



teddy
12.07.2007, 06:17
Hat jemand ein paar Tipps gegen Schnecken?
Die Biester fressen jetzt nicht nur die Blätter, sondern auch die gesamten Stängel auf.
Ich habe schon Salz, Pfeffer (ist bei dem ständigen Regen natürlich bald unwirksam) und Aquariensand rundum gestreut. Nichts hat wirklich geholfen.
Gruß
Teddy

Helena
12.07.2007, 07:06
Entweder Du montierst einen Schneckenzaun – effektivste Methode – oder es gibt auch so Mini-Schneckenzaun in Ringform, die man um begehrte Pflänzchen steckt.

Ansonsten Schneckenkorn – wobei ich da empfehle, Ferramol zu nehmen. Es basiert auf Eisenphosphat und wird in der Natur zu Eisen und Phosphor abgebaut. Die tote Schnecke schleimt nicht aus, sondern zieht sich «mit Bauchweh» in ihr Versteck zurück und verendet dort. Es liegen also keine ekligen Kadaver rum. Igel können solche Schnecken immer noch essen, ohne sich selber daran zu vergiften (wie es bei herkömmlichen Schneckenkorn passiert). Auch für Hunde, Katzen und Kinder ist es nicht giftig.
Wird auch im biologischen Landbau eingesetzt:
http://www.fibl.org/aktuell/stellungnahmen/2006/0127-ferramol.php

Man muss es einfach nur regelmässig einsetzen; sobald es weggefressen ist (auch nur teilweise), muss sofort nachgestreut werden. Nicht in Häufchen streuen, sondern gleichmässig im ganzen Beet.

Vergiss Bierfallen und solche Sachen. Damit lockst Du nur noch mehr Schnecken an – von weitherum. Du hast dann also nur noch mehr Schnecken.

nazareno
12.07.2007, 09:59
würd ich grundsätzlich auch so sehen.
Was ich bisher nicht für möglich gehalten habe: ein akrobat schaffte es tatsächlich gestern, der länge nach an der kante des schnekenzauns zu kriechen. Von der beet-innenseite kann sie kaum gekommen sein, möglich wäre aber, dass sie eine pflanzen-brücke mehrere meter weiter benutzt hat.

Der dauerregen scheint u.a. zu bewirken, dass sie auch ansonsten verschmähte pflanzen anknabbern. Dafür gehen sie aber auch nicht mehr gezielt auf ihre lieblinge los sondern verteilen ihren appetit gleichmässig.

huehnermaus
12.07.2007, 11:23
Teddy,
mein Mann geht jeden Morgen und Abend auf Schneckenjagd. Die Toten läßt er dann erstmal liegen. Wir haben ein Riesengrundstück mit 20 Ar, wenn er da einmal durch ist, macht er seine zweite Runde, und da haben sich dann schon die nächsten Schleimer über die Leichen hergemacht und sind so leichte Beute für ihn.
Zusätzlich streuen wir das genannte Schneckenkorn um Zierpflanzen. Effektiver kann man sie nicht bekämpfen. Die beliebten Bierfallen sind auch gut, aber da muss man wissen,dass sie Schnecken aus großer Entfernung anziehen, so kann man zwar ganz viele fangen, aber es werden dadurch auch mehr angelockt.
Ich werde jetzt mal versuchen ein paar Eimerchen mit Bier AUßERHALB unseres Grundstückes einzugraben. Vielleicht gehen dadurch ja einige aus unserem Garten raus, und wenn welche aus der Umgebung dazukommen, aber nicht in unseren Bereich, dann soll es mir egal sein...

lg Hühnermaus

Helena
12.07.2007, 12:33
Huehnermaus, bei einem so grossen Grundstück würde ich mal über den Einsatz einer Herde Laufenten nachdenken :rolleyes: (nee ernsthaft, die sollen offenbar ganz effektive Schneckenvertilger sein - brauchen aber eben Platz, was Du ja hättest ;))

Iris
12.07.2007, 12:47
Wenn man die Laufenten leihen könnte, dann würde ich ja auch mal eine Schar über meinen Acker laufen lassen.

Ich verstreue auch regelmäßig Schneckenkorn. Und einer meiner Kater hat tatsächlich auch mal davon gefressen. Es stimmt wirklich, daß es unschädlich für Tiere (resp. zumindest Katzen) ist.

huehnermaus
12.07.2007, 13:30
Helena,
das täte ichschon. Aber da gibt es 3 Argumente dagegen:
1) die rasen im Jagdfieber natürlich auch durch meinne heiligen Blumenbeete
2) die Verk.....n natürlich auch den Rasen
3) das wäre mit einem einmaligen Leih-Einsatz auch nicht getan, die müßte ich ja praktisch ständig haben.

Ich hätte sogar eine Quelle, wo ich welche herbekommen könnte, aber..... lieber nicht!
lgHühnermaus

Saladin
12.07.2007, 14:27
Hallo,

kann mal jemand ein paar Photos posten über den Schneckenbefall?


Ich hab' echte Schwierigkeiten, mir das vorzustellen.


Hier gibt's nur die Schnecken mit Häusern, und die sind, genauso wie die wenigen Kameraden ohne, sehr brav.


Kenne auch keine Berichte aus Deutschland über Schneckeninvasionen, außer die, die in dt. Foren immer wieder geschildert werden...


LG

Helena
12.07.2007, 14:34
Na ja fotografiert habe ich die Biester noch nie. Die sind ja schliesslich meistens nachts unterwegs und verkriechen sich tagsüber bzw. bei trockenem Wetter.

Aber wenn dann nach einer verregneten Nacht von den Tagetes und dem neu austreibenden Rittersporn nur noch Stümpfe übrig sind, brauch ich keine Beweise, wer das war :rolleyes:

teddy
12.07.2007, 16:35
Also ich glaube, ich muß doch auf Schneckenkorn zurückgreifen. Wir haben nämlich auch so ein großes Grundstück.
Wir hatten auch vor Jahren mal Laufenten. Sie sind in der Hinsicht wirklich so effektiv wie ihr Ruf. Es gab fast keine Schnecken bei uns. Und die Tiere sehen toll aus wenn sie laufen, aber so natürlich auch ... knuffig.

Also, wenn es mal nach längerer Trockenzeit regnet, kommen die Schnecken, solche mit und ohne Haus, aus der Erde und kriechen die Hauswände hoch. Man kann mit einem 10-Ltr Eimer rumlaufen und nur noch absammeln.
Ich habe das Gefühl, die Plage wird von Jahr zu Jahr größer. Dieses Jahr sind zum erstenmal Mengen von braunen Nacktschnecken dabei.
Gruß
Teddy

Iris
12.07.2007, 19:32
Teddy, meinst Du solch fiese Exemplare? Ich hoffe, die ist bereits dabei über den Jordan zu gehen..... Ich könnte auch noch mit Apfelschnecken dienen.

http://www.bildercache.de/bild/20070712-193107-7.jpg[IMG]http://www.bildercache

greenthumb
12.07.2007, 20:50
Ich mache es wie der Mann von Hühnermaus...morgens und abends absammeln.

Die braunen Nacktschnecken wie oben abgebildet sind fast 99% würde ich mal sagen...ein paar ganz wenige mit Haus.

Absammeln und ihre Lieblingsfutterquelle sind meine Lilien und der Mohn...dann noch Enzian und Edelweiss....aber vor allem die Lilien.

Um den Mohn wieder zu ziehen und damit die ganz frischen grünen Triebe eine Chance bekommen, muss ich morgen auch Schneckenkorn kaufen und anwenden.

Aber mit Absammeln habe ich gute Erfolge...das dämmt das meiste ein...man muss nur hartnäckig sein.

Jemand anderes hier aus dem Forum übergiesst die Schnecken mit heissem Wasser. Diese sterben dann wohl ziemlich sanft und lösen sich auf in dem Wasser. Das gießt er dann um seine Pflanzen herum ,was dann auch abhalten soll, wegen dem geruch der Schnecken. Der für Menschen nicht abstoßend riechen soll...

Iris
12.07.2007, 20:56
Einsammeln finde ich ziemlich eklig. Ich mache es zwar auch manchmal, aber wenns nicht sein muß, dann lasse ich es. (Wahrscheinlich ist das noch die Städterin in mir, die auch Asseln und größere Käfer nicht so dolle findet).

Dieser jemand aus dem Forum stellt also sozusagen eine "Schneckenabwehrbrühe" her??? Wie wirksam ist den so etwas???

huehnermaus
12.07.2007, 21:30
Schneckenabwehrbrühe kenne ich jetzt auch nicht, aber natürlich kann ich auch nicht beurteilen, ob die geschilderte Methode etwas bringt.
Ganz sicher kann ich jedoch bestätigen, dass tote Exemplare ihre Artgenossen regelrecht von Weitem anziehen, die fressen liebend gerne an den toten Schnecken herum.

Als Schneckenschutz hilft es auf jeden Fall, wenn man bei Großpflanzen die unteren Blätter entfernt oder bei Jungpflänzchen ein Plastiknetz überstülpt, wie an es z.B. mit Zwiebeln oder Zitronen kauft. Dieses Hindernis können sie nicht überwinden, weil das mit dem Schleimhaftfilm dann nicht funktioniert...

lg Hühnermaus

Saladin
12.07.2007, 22:15
Es kann aber nicht sein, daß Ihr irgendetwas falsch macht, oder?

So als Oase inmitten einer Chemie- oder Zementwüste, die als weit leuchtendes Fanal alle Limaces der Umgebung anlockt?

Oder ist ein Zwischenglied in der Nahrungskette ausgerottet (durch Schneckenkorn??), so daß es keine Freßfeinde mehr hat?

Kann mich an Schneckeninvasionen in D nicht erinnern...

LG

huehnermaus
12.07.2007, 22:31
Saladin,
da braucht's gar keine INVASION.
Geh mal sehenden Auges in einer sehr nassen Wetterlage durch die Felder, da kriechen die rum wie Fliegen um Stinkerkäse. Das ist ganz NORMAL. Natürlich wirst Du in den Städten diesem Problem nicht begegnen, da finden die nicht genügend zusammenhängende Grüngroßflächen.
Und wenn Du Blumen oder Salat in einem etwas außerhalb gelegenen Garten angepflanzt hast, dann genügen diese Normalbestände vollkommen aus, um da sehr ruinöse Auswirkungen zu haben.
Ich meine, die bieten nicht in jedem Bau-oder Pflanzenmarkt Schneckenkorn an, weil es sich über die Apotheken nicht verkaufen läßt...
Also Schneckenverbreitung im lästigen aber durchaus normalen Bereich.
lg Hühnermaus

Mirea
12.07.2007, 23:29
Hallo,
hier brachten sie sogar einen Bericht in den Nachrichten über die Schneckeninvasion, soll wegen des milden Winters sein. Viele sind ganz einfach nicht gestorben und so kreuchen jetzt 2 Generationen herum. Hier ist es auch ganz schlimm, die haben sich sogar über meine Baby-Agaven hergemacht. Passiert mir nicht noch mal... Ich verteile auch überall von diesem Ferromol. Einsammeln kann ich die Viecher nicht, obwohl es sicher das einfachste und umweltschonendste wäre.

LG, Mirea

Mirea
12.07.2007, 23:45
Oha, hier im Thread "Giessmittel gegen Trauermücken" hat jemand einen interessanten Link gepostet:

http://www.exoten-forum.de/vb/showpost.php?p=241173&postcount=13

Kaffee gegen Schnecken, hab ich noch nie gehört. Hat das schon jemand mal versucht? Vielleicht ein wenig Kaffee pur verstreuen?

LG, Mirea

Saladin
13.07.2007, 01:49
Saladin,
da braucht's gar keine INVASION.
Geh mal sehenden Auges in einer sehr nassen Wetterlage durch die Felder, da kriechen die rum wie Fliegen um Stinkerkäse. Das ist ganz NORMAL. Natürlich wirst Du in den Städten diesem Problem nicht begegnen, da finden die nicht genügend zusammenhängende Grüngroßflächen.
Und wenn Du Blumen oder Salat in einem etwas außerhalb gelegenen Garten angepflanzt hast, dann genügen diese Normalbestände vollkommen aus, um da sehr ruinöse Auswirkungen zu haben.

...



Echt?

Hmm, dann ist das aber so'n ziemlich neues Phänomen, was hier noch nicht angekommen ist (und auch nicht wird, da bin ich mir sicher).

.. ich wohn' nu nich grad in Downtown Manhattan...
... und bis auf relativ kurze Unterbrechungen würd' ich eher sagen, ich bin vons Land, wenn ich mich denn für eins von beiden entscheiden müßte.
Bei mir gibt's und gab's immer nur brave Schnecken, die ließen und lassen alles völlig unangetastet.
Allerdings behandle ich sie auch nicht so wie hier wohl viele andere. Man kann sie genausogut mit einem Taschentuch oder Klopapier sanft aufheben und unter die Hecke tragen, wenn sie einem vor der Haustür über den Weg laufen.
Hab' aber schon länger keine mehr gesehen; ist ihnen im Moment vielleicht zu trocken.

Manchmal denk' ich, Threaderöffner beliebt wohl zu scherzen, bei den vielen Problemen, die manchereiner kriegen kann....Schnecken, TM, Ohrenkneifer (unglaublich, aber wahr, Ohrenkneifer) und Asseln.... erst wenn andere darauf einsteigen, schnall' ich, daß dem gar nicht so ist.


LG

huehnermaus
13.07.2007, 02:16
Saladin,
also ich kann Dir insoweit zustimmen, als ich auch nicht der Ansicht bin,dass Asseln und Ohrenkneifer irgendein Problem für unsere Pflanzen darstellen. Habe beides seit Anbeginn meines "Gärtnerdaseins" in meinen Gefielden, könnte aber keinen einzigen Schaden durch sie vermelden. Weiß nicht genau, was TM ist, vermute mal Trauermücken, aber da kann ich so gar nichts dazu sagen, da ich diese Herrschaften noch nicht in einer meiner Pflanzen finden konnte.
Du siehst also, ich gehöre durchaus nicht zu der Kategorie der hysterischen Pflänzler, die in allem, was sich bewegt, eine existenzielle Bedrohung für ihre Pfleglinge wittert.
Ich bin auch in Bezug auf die Schnecken eher nüchtern. Wir kommen mit unserer Methode ganz gut zurecht, und um Dir mal eine Vorstellung über unsere chemische Kampfausstattung zu geben: eine 1kg-Packung Ferromol reicht uns für die komplette Saison. Wir werfen es also nicht mit dem Hubschrauber über unserem Gelände ab.
Ich bin durchaus der Ansicht, dass eine Pflanze bei optimalen Haltungs- und Pflegebedingungen die besten Aussichten hat, aus eigener Kraft gegen eine VIelzahl von Schädlingen und Krankheitserregern selbst anzugehen. Auch die besten Chemikalien, Produkte und Prodüktchen können da immer nur aktuell die Symptome kurzfristig bekämpfen.
Aber wer in einer Gegend wohnt, die er sich mit Nacktschnecken teilt, für den ist das meist nicht wirklich lustig.

Wohl dem, der dieses Problem nicht kennt, aber der sollte dann die Götter nicht reizen, indem er die Betroffenen verspottet oder belächelt. Sie könnten ihm sonst vielleicht jederzeit eine andere Plage bescheren...

lg Hühnermaus

teddy
13.07.2007, 06:45
Hallo,
div. Methoden wie Absammeln, Überstülpen von Netzen usw. kommt für mich wohl nicht in Frage ... bei 2500 qm Grundstück und unzähligen für Schnecken leckeren Stauden und Töpfen/Kübeln. Übrigens beschränken die Tierchen sich nicht (nur) auf die Nacht. Sie sind auch am Tag schon sehr aktiv, was wohl auch ungewöhnlich ist.
Aber ich werde mal die Probe machen mit Kaffeemehl und dieses dick um die Pflanzen verstreuen. Das Zeug hat bei mir gegen Katzen auch super geholfen.

Iris, die Tierchen auf Deinem Foto sind übrigens auch meine Neubürger. Gestern saßen 3 ganz große dicke in meiner Pepino.

Grulß
Teddy

nazareno
13.07.2007, 09:20
sie sind auch am Tag schon sehr aktiv, was wohl auch ungewöhnlich ist.


schnecken sind immer schon bei trüben oder regnerischem wetter auch tagsüber unterwegs.
Umso besser für die schneckenjäger, oder?

Bettina
13.07.2007, 11:01
Auch ich habe in meinem Garten sehr viele dieser roten Nacktschnecken, besonders gerne sitzen sie unter den Blumentöpfen. Ich sehe sie nur dann, wenn ich die Blumentöpfe hochhebe und von was sie sich ernähren, ist mir ein echtes Rätsel. Außer meiner Amaryllis-Sammlung (im Gewächshaus!!) war nichts angeknabbert. Seitdem ich diese jedoch in Blumenkästen stehen habe (was zudem für die Bewässerung von unten von Vorteil ist) sind sie wirkungsvoll geschützt.

Gruß
Bettina

Rieger
13.07.2007, 11:27
habe die Beobachtung gemacht das sich bei jeder,speziell Nacktschnecken,eine Anzahl von Asseln aufhält,nehme an ernähren sich vom Kot und Schleim der Schnecken.

Saladin
13.07.2007, 12:46
Saladin,

....


Aber wer in einer Gegend wohnt, die er sich mit Nacktschnecken teilt, für den ist das meist nicht wirklich lustig.

Wohl dem, der dieses Problem nicht kennt, aber der sollte dann die Götter nicht reizen, indem er die Betroffenen verspottet oder belächelt. Sie könnten ihm sonst vielleicht jederzeit eine andere Plage bescheren...

lg Hühnermaus


... Ihr wollt mir Eure Schnecken schicken???!!! ;P


Was ich sagen wollte, ist:

Daß ich es schon ein wenig bemerkenswert finde, wenn auf der einen Seite geraten wird, kräftig zu bewässern (siehe diverse Trachy- und Auxinthreads), und man sich dann wundert, wenn durch die (ständige?) Feuchte Limaces angezogen werden.
Klar tut der evtl. Regen sein Übriges, und es scheint auch eine neue Limax-Spezies zu geben, die erst vor relativ kurzer Zeit eingewandert ist, und die nicht so pflegeleicht zu sein scheint wie die bisherigen eingeborenen Arten.

Ich dachte bisher immer, daß es vielen Hobbygärtnern vor allem darum ginge, soweit wie eben möglich im Einklang mit der Umwelt zu leben.
Das klingt mir in diversen Threads über "Schädlinge" aber eher nicht so.
Anstatt sich darüber Gedanken zu machen, wie man jene aus seinen Salatbeeten fernhalten könnte, ohne sie dabei zu töten und die Umwelt zu schädigen, ziehen doch anscheinend viele (nicht alle, selbstverständlich), der vermeintlichen Einfachheit halber, die chemische Keule vor....

Das hätte ich so in einem Gartenforum nicht erwartet, ehrlich gesagt.

Und was red' ich; hier im Forum hält es sich ja auch noch in Grenzen, in anderen ist es weitaus schlimmer. Da werden Ausdrücke verwendet, um das ganze noch anschaulich zu untermalen, da sträuben sich einem die Haare, sei es wegen der offensichtlich totalen Miß- oder Verachtung der Schöpfung, als auch wegen der Terminologie, welche bestimmte Assoziationen herstellt....

Das ist hier glücklicherweise kaum der Fall.


LG

Iris
13.07.2007, 19:06
Hi Saladin,

ich war bekennender Öko, der immer sagte, wo ein Schädling, da ein Nützling.

Sechs Monate Gartenalltag haben meine ach so sehr propagierte grüne Haltung den Bach runter gehen lassen.

Ich lasse mir immer noch die Brugmansias durchlöchern, lebe mit Asseln, Ameisen und Schnecken - bis zu dem Punkt andem ich zusammenrechne was ich investiert habe.

Zeit, Liebe, Geld, Rückenschmerzen usw. Und dann lese ich im Internet erstmal nach, welche biologischen Methoden es zur Bekämpfung gibt.

Meine Erdbeeren und diverse andere Pflanzen bekommen regelmäßig Brennesseljauche, Brennesseln werden auf 10 qum für Nützlinge und Kohlweißlingsraupen stehengelassen usw.

Trotzdem bin ich für den Einsatz von Schneckenkorn. Bist Du schon mal in Deinen Garten gekommen und von Paprika, Salat etc. fehlte jeder Spur?

Es würde mich interessieren, wie Du Deine "Schädlinge" bekämpfst.

Im übrigen finde ich es gut, daß das Thema kontrovers diskutiert wird.

Iris

Mirea
14.07.2007, 01:49
... Ihr wollt mir Eure Schnecken schicken???!!! ;P

Daß ich es schon ein wenig bemerkenswert finde, wenn auf der einen Seite geraten wird, kräftig zu bewässern (siehe diverse Trachy- und Auxinthreads), und man sich dann wundert, wenn durch die (ständige?) Feuchte Limaces angezogen werden.
Hallo Saladin,

keine Ahnung, wieviel es bei Euch im Tessin geregnet hat, hier waren es jedenfalls Unmengen. Ich habe seit Wochen nicht mehr gewässert, auch meine Trachys nicht. Vorher doch einfach fragen, bevor Du solche Feststellungen über andere machst. Das beugt Missverständnissen vor und sorgt nicht für schlechte Luft ;).

Gruss, Mirea

Saladin
14.07.2007, 13:26
Hallo Saladin,

keine Ahnung, wieviel es bei Euch im Tessin geregnet hat, hier waren es jedenfalls Unmengen. Ich habe seit Wochen nicht mehr gewässert, auch meine Trachys nicht. Vorher doch einfach fragen, bevor Du solche Feststellungen über andere machst. Das beugt Missverständnissen vor und sorgt nicht für schlechte Luft ;).

Gruss, Mirea


Hallo Mirea,

warum gehört das nicht ins Forum?

Ich weiß, daß es bei Euch letztens viel geregnet hat. Deswegen schrieb ich ja auch







...

Daß ich es schon ein wenig bemerkenswert finde, wenn auf der einen Seite geraten wird, kräftig zu bewässern (siehe diverse Trachy- und Auxinthreads), und man sich dann wundert, wenn durch die (ständige?) Feuchte Limaces angezogen werden.
Klar tut der evtl. Regen sein Übriges, und es scheint auch eine neue Limax-Spezies zu geben, die erst vor relativ kurzer Zeit eingewandert ist, und die nicht so pflegeleicht zu sein scheint wie die bisherigen eingeborenen Arten.

...


LG


Ich wollte auch niemanden persönlich beleidigen (klang das so?), sondern, wie Iris ja auch richtig bemerkte, die Lage ein wenig kontrovers erörtern. Nirgendwo hab' ich behauptet, durch die Bank jeder bewässere seine Trachys auch bei Regen. Daher hatte ich ja auch die im ersten Satz des Zitats geäußerte Verwunderung eingeschränkt durch den zweiten.

Ich bin ja, wie gesagt, froh, daß sich hier keine bemitleidenswerten Szenen abspielen wie in anderen Foren, und daher dachte ich, ich könnte mir schon ein paar gegen den im Thread vorherrschenden Trend leisten. Ist absolut gegen niemanden persönlich gerichtet (warum sollte es denn?), sondern vor allem dagegen, daß manche ohne große Probleme zu umweltschädlichen Mitteln greifen, und schlimmer noch (wie gesagt, nicht hier im Thread), manchmal sogar offensichtlich noch Freude daran haben, dabei Tiere zu töten.
Gut, hat mit diesem Thread nur wenig zu tun, aber Ansätze dazu kann man halt immer wieder heraushören, auch in diesem Thread.

Mir ist schon klar, daß das Phänomen des Befalls diverser Schädlinge in den letzten Jahren offensichtlich erheblich zugenommen hat, nur stellt sich mir dann die Frage, warum.
Wahrscheinlich, wie ich vorher vermutet habe, weil ein frecher Limax eine ökologische Nische in Beschlag genommen hat, die vorher nicht besetzt war.
Freßfeinde scheinen auszufallen, und die wetter- und klimaspezifischen Umstände scheinen zu stimmen.

So weit, so gut. Wenn ich aber jetzt da anfange, zartes Blattwerk (oder ähnliches, als Limaxlieblingsspeise) anzupflanzen, ohne Schneckenbarriere, möglicherweise (nicht alle, klar) mancher noch abends, und nicht morgens (weil keine Zeit, vielleicht) bewässert, Freßfeinde ausschaltet durch Schneckenvergiftung, dann wundert es mich überhaupt nicht, daß die Limaces überhand nehmen.

Was wiederum nicht heißen soll, daß es nicht auch dann, wenn man nicht bewässert (und es nur ständig regnet z.B.) wohl zur enormen Schneckenvermehrung kommen kann.
Was kann man also tun außer der Schneckensperre?

Ich würd's erstmal machen wie Iris, die zumindest am Anfang versucht hat, fünfe gerade sein zu lassen (hab' ich das richtig verstanden?), und zu bestimmen: 'OK, die Beete hier schütze ich, die liegen mir besonders am Herzen, daher sind sie sonnenbeschienen, baue ich Schneckensperren drumherum und setzte sie vielleicht sogar terrassenartig höher. Die schattigeren Lagen gebe ich preis, zur Not'.

Klar braucht's dazu das entsprechende Areal und die weiteren Voraussetzungen, und die sind nicht immer vorhanden, klar.
Ich würd' versuchen, irgendwo einen Kompromiß zu finden.
Daß das schwierig ist, wenn die Freundchen im Garten ALLES verputzt haben, ist ebenfalls klar.

Und im Extremfall, wenn sich keine Sperre einbauen läßt, keine Freßfeinde in Sicht sind, kein Hochbeet anlegen läßt und es monatelang regnet, würd' ich mich entscheiden:

Was hätt' ich lieber: meinen Garten/meine Terrasse mit schädlichen Stoffen belastet zu haben, und die Gewißheit, Tiere massenhaft getötet zu haben oder die Tomaten und andere Pflanzen, die ich auch auf dem Markt oder im Laden kaufen könnte, auf jeden Fall ernten zu können.

Natürlich liegt einem viel an seinen Pflanzen, ohne Frage, aber die Frage ist für mich immer (und nicht wegen der Schnecken, die es hier nicht hat, sondern eher wegen des Giftigkeitsgrades mancher Pflanzen) zu welchem Preis.


Wie gesagt, ich wollte und will niemanden verletzen oder zu nahe treten usw.

Jeder kann selbst entscheiden, wie er das Problem handhabt, dafür leben wir in Demokratien. Und solange er dann nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommt, ist das ja auch OK.

Ich weiß auch, daß es für mich einfach ist zu reden, hier gibt's jene Schnecken nicht in Massen. Mit anderen Unwegsamkeiten des Wetters / Klimas (Hagel, Sturm, Trockenheit, Überschwemmungen, Schnee), der kommunalen Grünabfallpolitik, der allgemeinen Pflanzenpreise in der Schweiz usw. muß man sich aber auch hier herumschlagen, und da versuch' ich immer, irgendwo auf der Kompromißschiene zu fahren...


LG

huehnermaus
14.07.2007, 13:59
Saladin,
ich finde es durchaus interssant und förderlich, wenn Themen kontrovers diskutiert werden, immer alle mit derselben Meinung ist ja langweilig.
Lass mich daher zu Deinem letzten Posting anmerken, dass ich der Ansicht in, dass Deine Ausführungen für mich nicht ganz stimmig sind:
Einerseits sagst Du sinngemäß, die Schnecken hätten eine ökologische Nische neu besetzt (da stimme ich Dir zu), als Neubürger fehlten ihnen die Freßfeinde (auch da sind wir uns einig), aber andererseits stellst Du sie praktisch unter Schutz (man darf ihnen nichts tun).
Etwas überspitzt ausgeführt könnte dann eben diese Situation zu einer ökolögischen Katastrophe führen wie z.B. die Krötenplage in Australien.
Gerade WEIL hier die Freßfeinde fehlen, muss man einen Weg gehen, sie einzudämmen. Dieser muss nicht zwangsläufig ausschließlich Gift sein, das hatte ich schon ausgeführt. Das getötet werden ist in einem normal funktionierenden ökologischen System das natürliche Schicksal für eine große Anzahl von Kleinlebewesen, sonst müßten sie ja auch nicht so große Nachkommenszahlen produzieren.

In der Durchschnittsbevölkerung wirst Du da nicht Wahnsinnsbemühungen zur Bekämpfung von (subjektiven) Schädlingen verzeichnen können. Dass sich hier in einem Forum für Gärtner im weiteren Sinne überdurchschnittlich viele Bekämpfer mit den unterschiedlichsten Strategien triffst (die im übrigen auch nicht alle meine begesterte Zustimmung finden). Jede Art von Übertreibung ist abzulehnen, und dass Tiere töten dann zumindest auf eine humane Art geschehen muss, sollte Voraussetzung sein.

Schnecken sind nicht nur bei uns Hobbygärtnern ein Problem, auch im Gemüseanbau, und das ist dann nicht mehr zum Spaß, sondern existenziell. Sollen wir unseren Salat und andere Gemüsepflanzen nur noch im Gewächshaus anbauen, um die Schnecken zu schonen. Hochbeete und Deine anderen Vorschläge sind für den gewerblichen Gemüseanbau ja auch nicht grade im großen Stil umsetzbar...
So, und jetzt muss ich in meinen Garten. Heute wetterbedingt gottseidank nicht vorrangig mit dem Ziel der Schneckenbekämpfung! :-))
lg Hühnermaus

Saladin
14.07.2007, 14:18
Hi Hühnermaus,

ja, ist sicherlich nicht falsch, Deine Überlegung.

Für den gewerblichen Anbau sind meine 'Tips' sicherlich nicht anzuwenden,

und die Frage ist schon, ob man mit Moral solcher Phänomene, wie der von Dir bez. Australien geschilderten, Herr wird, auch wenn dort bestimmte Arten, deren Vermehrung völlig außer Kontrolle geraten sind, vom Menschen selbst bewußt angesiedelt wurden.

Viel verheerender sieht's da aber in einigen Schwellen- oder Entwicklungsländern aus, wo durch manche Arten nicht etwa die Bedrohung der Exoten im Garten gegeben ist, sondern die eigene Existenz (d.h. weiter Teile der Bevölkerung) auf dem Spiel steht. Da bekommt die Diskussion eine zweite, tiefgreifendere moralische Grundlage.

Man läuft vielleicht ein wenig Gefahr, sich durch die 'Schonung' oder einen Kompromiß mit evtl. Schädlingen im eigenen Garten ein wenig von anderen Umweltsünden reinwaschen zu wollen, aber für mich ist das schon ein Bereich, in dem ich für mich anfangen kann...



LG

Iris
14.07.2007, 14:46
Hi Saladin,

eine Alternative, die Du angesprochen hast war, Gemüse etc. im Laden/Markt zu kaufen. Ich bräuchte dann kein Schneckenkorn (oder andere Mittel) zu kaufen.

Hier beißt sich die Katze bereits in den eigenen Schwanz. Der Hersteller/Bauer mußte ja auch s.g. Ungeziefer vernichten. Womit tut das der normale (unter extremem Preisdruck arbeitende) Bauer. Mit der billigsten, zur Verfügung stehenden, Chemie.

Denke ich darüber nicht weiter nach, kaufe ich dieses Gemüse und habe ein gutes Gewissen. (Keine Chemie in meinem Garten). Daß ich sie längst über meinen Kauf eingesetzt habe, bleibt bei dieser Betrachtung außen vor.

Sicherlich könnte ich beim Ökobauern kaufen. Der muß ja sein Ungeziefer "grün" vernichten. Und dann kann ich auch wieder Schneckenkorn (Neudorff, Ferromol (?)) einsetzen.

PS: Ich habe mich bisher nicht angegriffen gefühlt. Ich melde mich in solchen Fällen!

Saladin
14.07.2007, 14:55
Hi Iris,

ja, ist nicht ganz einfach, das Problem gut oder zufriedenstellend zu lösen.


Und für mich auch vielleicht nicht ganz einfach, mich immer klar auszudrücken bzw. den richtigen Ton zu finden.



LG

greenthumb
18.07.2007, 08:07
Habe Schneckenkorn ausgebracht. Ferramol....wurde ja auch hier im Forum lobend angesprochen.

Heute morgen aber 2 kleine Schnecken an den frischen Trieben des orientalischen Mohnes (den ich eben gerade mit Schneckenkorn schützen wollte) abgesammelt.

Das Schneckenkorn scheint sich wirklich nur gegen Nacktschnecken zu bewähren. Gegegn die kleinen Schnecken mit Haus hilft dann wieder nur das Absammeln morgens oder Abends und vielleicht andere Mittel.

Da ich aber wenige Schnecken mit Haus im Garten habe, denke ich, komme ich so jetzt hin (da die Nacktschnecken ja weg sind) und der Orient. Mohn wächst wieder gut an.

Schneckenkorn hilft eben nicht gegen jede Schneckenart wollte ich damit einfach mal loswerden für andere die ähnliche Sorgen haben um ihre Pflänzchens.

Iris
18.07.2007, 11:59
Es hilft auch gegen die Schnecken mit Gehäuse.

Aber:

Sie fressen davon und ziehen sich zurück. Das kann ein bis zwei Tage dauern. Solange fressen sie auch noch an den Pflanzen.

Du mußt sehr konsequent beim Streuen sein. Solange ein Körnchen noch angefressen wird hast Du noch Schnecken - also weiter streuen.

Nach vier Wochen alle Stellen mit bevorzugtem Schneckenbefall erneut abstreuen und schauen, ob sich Fraßspuren zeigen. Dann: Siehe oben.

Das "neue" Schneckenkorn ist halt keine Chemiekeule, hier muß man aufmerksam beobachten. Wer dazu nicht bereit ist, wirft sein Geld zum Fenster raus.

greenthumb
18.07.2007, 18:02
Ich habe bisher immer morgens und abends abgesucht. So groß ist der Garten ja nun nicht. Nacktschnecken habe ich auch keine mehr gefunden.

Aber irgendwas musste ja den frischen orientalischen Mohn angefressen haben.

Heute morgen dann 3 kleine (0,5 cm höchstens) Schnecken mit Haus am frischen Grün des Mohnes.....Aber noch ist frischer Mohn da und es scheint seit Ausbringen des Schneckenkorns nicht mehr weggefressen zu werden...NUR NOCH angefressen.

Iris
18.07.2007, 18:39
Absammeln und weiter beobachten. Es sollte aufhören. So war es bei mir.

Helena
18.07.2007, 23:01
Kann ich nur beipflichten.
Irgendwo las ich mal, dass eine normal grosse Spanierin ca. 30 Ferromol-Körner fressen muss, bis sie den Löffel abgibt... Aber wenn es ihnen ja schmeckt, hören sie normalerweise so schnell nicht auf zu fressen.

Peru
14.06.2012, 16:00
Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich habe viele Weinbergschnecken im Garten. Da sie ja unter Naturschutz stehen sammle ich sie ba, aber wohin damit?

Waldi
14.06.2012, 16:10
Zum Nachbarn?!

Nein Schmarr´n. Hast keine Wiese in der Nähe? Ich bring´ sie immer zum Kompost oder zur benachbarten Wiese. Ob das eine wirklich gute Idee ist, weiß ich aber auch nicht. Ich denk´ mir immer, da finden sie ja auch genug, vielleicht bleiben sie dann dort.

Helena
14.06.2012, 16:31
Lass sie im Garten. Es heisst, sie würden die Gelege der Nacktschnecken auffressen und in einem Garten voller Weinbergschnecken würden die Nacktschnecken «unterdrückt». Zudem sind es bei uns die Nacktschnecken, welche die Schäden an Gemüse etc. anrichten, die Weinbergschnecken sowie die anderen Häuschenschnecken halten sich an absterbendes Grünmaterial. Die kleinen Häuschenschnecken sehe ich oft am Abnagen von Algen an totem Holz. Ich nummeriere meine schon und freue mich über jede, die ich finde.
Schütze Deine Pflanzen mit Schneckenzaun und/oder -kragen!

Weinbergschnecken sind sehr standorttreu und bewegen sich normalerweise in einem Radius von vielleicht nur 15 Metern. Ich treffe jedes Jahr immer wieder auf die gleichen Tiere :)

Die gefrässigen Nacktschnecken sammeln wir einen und töten sie kurz und schmerzlos, danach werden sie über den Kehricht entsorgt (das sind Kannibalen, die werden von toten Schnecken sonst angezogen). Die Spanische Wegschnecke ist ja eigentlich eine eingeschleppte Plage und selbst Igel meiden sie, sie haben also eigentlich keine natürlichen Feinde.
Im Frühling kann man auch Nematoden ausbringen, welche die im Boden sitzenden Schnecken befallen und töten. Häuschenschnecken werden dabei geschont, da die sich auch bei Trockenheit nicht mehr in die Erde eingraben. Schneckenkorn kommt mir also wegen den Weinbergschnecken nur innerhalb eines Kragens oder Zauns zum Einsatz, wenn überhaupt.

Peru
15.06.2012, 22:36
Tja Helena Zuerst mal danke für deine Antwort, aber da kann ich dir nicht ganz recht geben, denn meine Zuchinie waren weder tot noch waren andere Schnecken daran beteiligt, als ich des morgens die Weinbergschnecken vom Storzel herunterhob.
Wahrscheinlich muß ich mich dann doch eher an Waldis Tip mit der Wiese hlten.

Irisfreundin
16.06.2012, 12:26
Tja Helena Zuerst mal danke für deine Antwort, aber da kann ich dir nicht ganz recht geben, denn meine Zuchinie waren weder tot noch waren andere Schnecken daran beteiligt, als ich des morgens die Weinbergschnecken vom Storzel herunterhob.
Wahrscheinlich muß ich mich dann doch eher an Waldis Tip mit der Wiese hlten.

Mit Weinbergschnecken wird es wie mit Regenwürmern und anderen Nützlingen sein: Sie können ihre nützliche Arbeit nur machen, wenn sie das Richtige zu fressen finden. Wenn nicht müssen sie "irgendwas" essen, auch wenn es nicht schmeckt.
Weinbergschnecken mögen am liebsten frisch Angewelktes, also muss davon im Garten genug herumliegen. Wenn sie das nicht finden, gehen sie natürlich auch an lebende Blätter. Genauso fressen Regenwürmer Faserwurzeln und schädigen so Topfpflanzen, wenn sie irrtümlich in einen Blumentopf ohne genug abgestorbenes Pflanzenmaterial gelangen.

Gruß
Hannelore

Waldi
20.06.2012, 10:17
Dass Weinbergschnecken das Gelege der Nacktschnecken fressen sollen, hab´ ich schon öfters gehört - ich weiß nur nicht so recht ob das stimmen kann. Schnecken, die Schneckeneier fressen, hmm.
Erst letzte Woche hatte ich eine Weinbergschnecke auf der Terrasse, die sich genüsslich über die Zitronenblätter hermachte. Die waren auch noch nicht abgestorben. Für gewöhnlich lass ich sie schon in Ruhe - wegen den paar Blättern, was soll´s.
Wenn´s halt zuviel werden und alles fressen, müssen sie "umziehen".

Wenn sie sich für gewöhnlich von abgestorbenem Material ernähren, wäre doch der Kompost die Lösung, oder nicht!?
Ich denke, es ist so wie Hannelore schreibt. Wenn sie das eine nicht mehr finden, nehmen sie halt das was da ist.

Ich hab´ auch Regenwürmer in den Töpfen, die den Sommer über draußen stehen - ebenso Asseln. So wie´s scheint überwintern die auch in den Töpfen - dann allerdings in der Wohnung. Nachdem sie schön da bleiben, stört mich auch das nicht wirklich.

Irisfreundin
20.06.2012, 16:33
Dass Weinbergschnecken das Gelege der Nacktschnecken fressen sollen, hab´ ich schon öfters gehört - ich weiß nur nicht so recht ob das stimmen kann. Schnecken, die Schneckeneier fressen, hmm.

Das ist nichts Besonderes. Nacktschnecken fressen tote Artgenossen, wenn du die z. B. mit einer Gartenschere gekillt hast.



Erst letzte Woche hatte ich eine Weinbergschnecke auf der Terrasse, die sich genüsslich über die Zitronenblätter hermachte. Die waren auch noch nicht abgestorben. Für gewöhnlich lass ich sie schon in Ruhe - wegen den paar Blättern, was soll´s.
Wenn´s halt zuviel werden und alles fressen, müssen sie "umziehen".

Wenn sie sich für gewöhnlich von abgestorbenem Material ernähren, wäre doch der Kompost die Lösung, oder nicht!?
Ich denke, es ist so wie Hannelore schreibt. Wenn sie das eine nicht mehr finden, nehmen sie halt das was da ist.

Ich habe nichts von "abgestorben" geschrieben! Weinbergschnecken fressen am liebsten frisch Angewelktes, das heißt etwas, was vor ein paar Stunden gepflückt wurde. Man kann z.B. wenn man Salat erntet, die äußeren Blätter einfach liegen lassen, sobald sie anfangen zu welken, sind sie ein Festessen für Weinbergschnecken.



Ich hab´ auch Regenwürmer in den Töpfen, die den Sommer über draußen stehen - ebenso Asseln. So wie´s scheint überwintern die auch in den Töpfen - dann allerdings in der Wohnung. Nachdem sie schön da bleiben, stört mich auch das nicht wirklich.

Dann müssen sie über Winter auch fressen! Und wenn sie nichts Anderes finden, fressen die Regenwürmer die feinsten Faserwurzeln deiner Topfpflanzen an und die Asseln auch die dicken. Gesund ist das für die Topfpflanzen nicht.

Gruß
Hannelore

Helena
20.06.2012, 17:09
Weinbergschnecken brauchen viel Kalk für ihr Haus (und um Eier legen zu können) – ob sie wirklich die Gelege der Nacktschnecken fressen, liest man halt immer wieder, aber da die Eigelege ja auch aus Kalk sind, warum sollten sie sie nicht fressen. Sie würden aber auch andere Kalkquellen benagen; Eierschalen, kalkhaltiges Gestein etc... sie kommen ja auch nur da vor, wo der Boden ausreichend kalkhaltig ist. In der Schweiz ist das fast überall der Fall.
Und meistens hat es in einem Garten viel mehr Nackt- als Weinbergschnecken; diese stehen ja auch nicht ohne Grund unter Naturschutz – für die «Gourmets» müssen sie ja gezüchtet werden (wäääähhhhh....) Meine Weinis zumindest bevorzugen eindeutig angewelktes Material; ich hab sie auch schon im Kompost gefunden. Die Nacktschnecken sind aber einfach in der Überzahl – keine natürlichen Feinde! – und richten viel mehr Schaden an, da sie gesunde Pflanzen bevorzugen.

Waldi
21.06.2012, 15:34
Das ist nichts Besonderes. Nacktschnecken fressen tote Artgenossen, wenn du die z. B. mit einer Gartenschere gekillt hast.

Das macht meine Mom immer - ich nicht so gern...


Ich habe nichts von "abgestorben" geschrieben! Weinbergschnecken fressen am liebsten frisch Angewelktes, das heißt etwas, was vor ein paar Stunden gepflückt wurde. Man kann z.B. wenn man Salat erntet, die äußeren Blätter einfach liegen lassen, sobald sie anfangen zu welken, sind sie ein Festessen für Weinbergschnecken.

Sorry, hab´ ich wohl falsch verstanden. Aber gut zu wissen, sind sie ja nach wie vor auf´m Kompost und auf der Wiese gut aufeghoben.


Dann müssen sie über Winter auch fressen! Und wenn sie nichts Anderes finden, fressen die Regenwürmer die feinsten Faserwurzeln deiner Topfpflanzen an und die Asseln auch die dicken. Gesund ist das für die Topfpflanzen nicht.

Hmm, ja das denke ich mir schon. Aber was soll ich denn dagegen machen? Den Sommer über stehen die Pflanzen draußen auf der Terrasse. Das lässt sich meiner Meinung nach nicht vermeiden.
Alle Topfpflanzen im Herbst nochmal umtopfen, wäre sicher auch nicht "das Gelbe vom Ei". Und solange die Pflanzen keine merklichen Schaden davontragen....
(Die Asseln in den Orchideen bekämpfe ich im Herbst schon...., die anderen Topfpflanzen eher nicht).

Schnecken - vor allem Nacktschnecken - sind natürlich im Winterquartier nicht erwünscht. Aber da hilft ja auch das gute alte Schneckenkorn.

Irisfreundin
21.06.2012, 19:36
(Regenwürmer in Blumentöpfen)


Hmm, ja das denke ich mir schon. Aber was soll ich denn dagegen machen? Den Sommer über stehen die Pflanzen draußen auf der Terrasse. Das lässt sich meiner Meinung nach nicht vermeiden.
Alle Topfpflanzen im Herbst nochmal umtopfen, wäre sicher auch nicht "das Gelbe vom Ei". Und solange die Pflanzen keine merklichen Schaden davontragen....
(Die Asseln in den Orchideen bekämpfe ich im Herbst schon...., die anderen Topfpflanzen eher nicht).
Schnecken - vor allem Nacktschnecken - sind natürlich im Winterquartier nicht erwünscht. Aber da hilft ja auch das gute alte Schneckenkorn.

Ich habe mir 2 halbe Baubohlen geholt, die liegen auf je 4 Backsteinen auf der Terrasse, die Blumentöpfe stehen auf den Bohlen. So kommen schon mal Regenwürmer nur mit Schwierigkeiten in die Töpfe.
Wenn ich mir trotzdem welche gefangen habe (manchmal sind sie auch in gekaufter Blumenerde), bastle ich mir "Fallen": Einen kleinen Topf mit großen Löchern neben der Pflanze eingraben, mit klein gerupften Salatblättern füllen und oben drauf einen Teelöffel Kaffeesatz. Die Fallen regelmäßig kontrollieren und alle Regenwürmer, die hineingegangen sind, entfernen (im Garten aussetzen).
Ob man damit alle erwischt, weiß ich nicht, aber reduzieren kann man den Befall bestimmt.

Gruß
Hannelore

Waldi
26.06.2012, 15:16
Erhöht stehen die meisten Topfpflanzen schon auch, oder im Übertopf. Das hält die Regenwürmer aber auch nicht kpl. davon ab in die Töpfe zu klettern.
Der Tipp mit den Fallen klingt ja interessant - Vielen Dank dafür! Werd´ ich ausprobieren.

Ein kleiner Schnappschuss - weil´s grad zum ursprünglichen Thema passt.
http://img268.imageshack.us/img268/92/dscn2973h.jpg

Helena
26.06.2012, 21:01
Menno, der ist aber niedlich... sorry, ich find die einfach herzig. Und so akrobatisch! Der scheint tatsächlich am Blütenblatt zu knabbern... Habe ich noch nie gesehen. Normalerweise ist das aber auch eine Pflanze, die diese Tiere gar nie zu Gesicht bekommen würden.

Ich hoffe, Du hast ihn am Leben gelassen und einfach woanders ausgesetzt...

Waldi
27.06.2012, 13:04
Das scheint nicht nur so, die Schnecke hat nicht nur dieses Blütenblatt gefressen.
Die Schnecke "wohnt" immer noch bei der Zitrone. Dort ist sie schon seit Wochen, der Schaden, den sie hinterlässt ist nicht besonders groß - hier mal ein Blatt, dort mal eine Blüte - also hab´ ich gar nichts gemacht.

holger günther
28.06.2012, 09:41
Wie wärs mit einem französischen Austausch-Schüler?Damit könnte man das Schneckenproblem auch lösen.Holger