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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Südafrikanische Gladiolen



Zwiebeltom
19.11.2007, 22:16
Hallo liebe Zwiebelfreunde :-),

Ich will mal eine Frage zu Zwiebelpflanzen anbringen, die hier nicht so häufig (oder gar nicht) auftauchen.

Im Oktober habe ich drei Arten Gladiolen aus Südafrika - G. arcuatus, G. equitans und G. watermeyeri - gesät. Ich bin davon ausgegangen, dass der Zeitpunkt mit ihrer Wachstumszeit in der Südhalbkugel gut passt. Nach einem Tipp aus den Weiten des Internet habe ich sie eher kühl - also bei 12 bis 15 Grad aufgestellt. Im November ist von allen Arten ein ganzer Teil gekeimt.

Jetzt meine Frage: kann und sollte ich die Kleinen jetzt wärmer stellen, damit sie möglichst gut wachsen, bevor im (späten) Frühjahr ihre Ruheperiode beginnt?

Viele Grüße
Thomas

Micc
20.11.2007, 09:21
Hallo Zwiebeltom,

da warte ich ganz gespannt ebenso auf einen Kenner.

Ich habe leider keinen Erfolg mit den Aussaaten, denn ich habe bewusst das Experiment gemacht und in unserem Frühling ausgesät. Die Keimung kam sporadisch und war nicht ganz vollständig. Ist also nicht zu empfehlen. Ich werde die Tage also die 2. Tranche aussäen.

Der Vollständigkeit halber die Arten, deren Samen mir die Rachel S. aus Südafrika geschickt hatte:

alata, equitans, cardinalis, carinatus, cunonius, liliaceus, arenatus, odoratus, uysiae, dalenii, orchidiflorus, sericeovillosus (mal schnell mit Fehlern von den verblichenen Stickern abgeschrieben).

G. equitans und G. cardinalis machte übrigens der leichte Frost nichts aus.

Es gab ein Problem mit einem Vermehrungspilz (vermute ich), der nahezu sämtliche Sämlinge dahinraffte, egal, ob in Kokohum oder in überwiegend mineralischem Substrat ausgesät, obwohl ich eine Formulierung aus Trifloxystrobin und Tolylfluanid anwandte, d.h. damit erwischt man ihn nicht.

Wie gesagt, ich höre aufmerksam auf Antworten.

Eine Frage noch - kannst du dein Aussaatsubstrat beschreiben (auch, ob und welche Maßnahmen gegen Pilze du angewendest hast).

:)
Michael

Zwiebeltom
20.11.2007, 11:05
Hallo Micc,

schön, dass es noch jemand mit diesen Schönheiten versucht :-)

Die Samen habe ich aus einer anderen Quelle - eigentlich war es eine recht spontane Bestellung (zusammen mit 4 Arten südafrikanischer Romulea) und ich habe mir auch über das Substrat nicht viele Gedanken gemacht.
Wenn ich mich richtig erinnere besteht das aus Kakteenerde (nicht die aus dem Baumarkt, sondern von Kakteen-Haage, allerdings nicht rein mineralisch), Sand, feinerem Bims und Zeolith... was ich zur Hand hatte :-)
Ich habe recht tiefe Töpfe gewählt und die Samen leicht mit dem Substrat bedeckt, feucht gehalten und eben kühl gestellt. Gegen Pilze habe ich nichts unternommen.

Die Gladiolus sehen bisher gut aus, vor allem G. equitans hat sehr gleichmäßig gekeimt und auch deutlich sichtbare Keimblätter. Die der anderen Arten sind haardünn, die Romulea haben überwiegend noch gar nicht gekeimt (da versuche ich es jetzt mit der Methode nachts im Kühlschrank).

Gruß Thomas

Berthold
20.11.2007, 16:09
Nach einem Tipp aus den Weiten des Internet habe ich sie eher kühl - also bei 12 bis 15 Grad aufgestellt. Im November ist von allen Arten ein ganzer Teil gekeimt.

Wenn sie zu warm stehen, keimen sie sehr schlecht (denken, der trockene Sommer ist noch nicht zu Ende).
Ich würde sie aber nach der Keimung auf jeden Fall bei 20° aufstellen, dann wachsen sie einfach schneller (aber Licht und Feuchtigkeit muss dazu passen).
Bei mir müssen sie leider im Kalthaus zurecht kommen bei Temperaturen zwischen 4° und 15°(mittags, wenn die Sonne scheint). Das geht auch. Wenn man keine künstliche Beleuchtug hat und die Mittagssonne im Winter in Deutschland nicht so hoch steht, ist natürlich 15° völlig in Ordnung.

Rene1065
20.11.2007, 17:02
Bei mir müssen sie leider im Kalthaus zurecht kommen bei Temperaturen zwischen 4° und 15°(mittags, wenn die Sonne scheint). Das geht auch.
So habe ich das mit mit meiner einzigen Südafrikanischen Gladiole auch gemacht,optimal wäre es sicher wenn die Tagestemperatur um 15-20°C.
wäre,die grosse Tag Nacht Differenz wirkt sich positiv auf die Pflanzen aus.
Als Substrat verwende ich für alle "Südafrikaner" 50% Torf,50% mineralisch
wie Bims,Perlite,Lava oder so,auf alle fälle im sauren bereich.
Düngen nicht vergessen,auch wenn sie im Winter kühl stehen.

Gruss Rene

Zwiebeltom
20.11.2007, 21:03
Ich denke, dass ich es dann in den nächsten Tagen mal wage, die Kleinen etwas wärmer zu stellen - so 20 Grad kann ich statt des kühlen Fensters bieten. Schwach düngen werde ich sie dann auch mal.

Ein Bild der G. equitans füge ich an - die Qualität ist nicht besonders gut, aber die Winzlinge sind so schlecht zu fotografieren (bei den anderen Arten durch die zarten Blätter noch schwieriger).

http://i191.photobucket.com/albums/z115/Digitalrhythm/th_Gladiolusequitans.jpg (http://i191.photobucket.com/albums/z115/Digitalrhythm/Gladiolusequitans.jpg)

Gruß Thomas

Micc
23.11.2007, 14:26
Die Sämlinge sehen gut aus, Kompliment.

Mal sehen, ob ich das auch so gut hinkriege. Zur Absicherung lasse ich mir "Gladiolus in Tropical Africa: Systematics, Biology and Evolution" von Peter Goldblatt und John C. Manning aus den USA kommen. Der Versand ist zwar teurer als das antiquarische Buch, aber für 25 Dollar all-in kann ich nicht meckern.
Dazu im Kaufrausch aus Kanada:
"The Color Encyclopedia of Cape Bulbs" von denselben Autoren plus Dee Snijman für sage und schreibe 34 Euro inklusive Versand.

Das kommt alles per Schiff an, aber kaum noch dieses Jahr. Kann jemand über diese Bücher was erzählen?
:)
Michael

Berthold
23.11.2007, 16:10
die Cape bulbs aus den Sommer- oder Winterregengebieten ist was völlig anderes als die tropischen bulbs aus Afrika.
Berthold

haweha
23.11.2007, 16:21
Na, der Micc ist schlau... und er kauft halt genau aus diesem Grunde gleich BEIDE Bücher *Lach*

Die Spezies- Gladiolen sind teilweise richtige Kleinode....
Manche geradezu an Orchideen erinnernd *schwärm*
http://www.succulents.net/umdaus/gladiolus.html

Uiii :eek:
http://www.bulbsociety.org/GALLERY_OF_THE_WORLDS_BULBS/GRAPHICS/Gladiolus/Gladioluslist.shtml

Und die watermeyeri (http://www.bulbsociety.org/GALLERY_OF_THE_WORLDS_BULBS/GRAPHICS/Gladiolus/Gladiolus_watermeyeri/Gladiolus_watermeyeri.html) ist mein Favorit.
Na, warum wohl?! :D fragt der Ama-MÄN :p

Micc
23.11.2007, 17:17
Das hat der Hawe richtig erkannt, warum soll man bei den Pflanzen am Kap stehenbleiben.....? Die 2 Bücher geben summasummarum bestimmt was her, lach.

Gladiolus dalenii aus meiner Liste kommt übrigens sowohl in zahlreichen Ländern des tropischen Afrikas als auch in Südafrika vor, schau her. Da scheint es evtl. ein paar Arten zu geben, denen diese Winter/Sommer-Überlegungen wurscht sein sollten?

Was mich außerdem an erstgenanntem Gladiolenbuch interessiert, ist die dort geschilderte Entwicklung der Gartengladiolen. Außerdem möchte ich gerne wissen, welche der südafrikanischen Gladiolenarten auf den typischen phosphatarmen Böden wachsen bzw. ob sie phosphatempfindlich wie Protea sind oder doch eher indifferent bis aufgeschlossen und hoffe daher in Buch 2 auf ein paar Infos.

Irisgewächse sind auf alle Fälle eine feine Einrichtung von der Natur!

:)
Michael

haweha
23.11.2007, 17:25
Noch'n kleiner Trick für winterwaxxende Plantz' - mit, ja, einem gewissen unerfüllten Lichtbedarf am FENSTERbrett:
Eine Stück Alufolie, oder ein Stück Mylar- (Rettungs-)Folie (silberne Seite nach "außen") auf Kartong kleben, und das dann vor dem Saatkistchen befestigen. Wirft das einfallende Licht auf die Sämlinge zurück. Kein Scherz. Sieht nicht schön aus - aber es könnte sich genau hier lohnen:
Alle Iridaceen - die ich kenne - sage ich mal vorsichtig - sind eigentlich doch besonderst lichtbedürftige Gewäxxe (naja vielleicht Chasmanthen z.B. NICHT) :D
Ich kenne jedenfalls keine Iridacee die regulär als Zimmerpflanze gehalten wird.
Von daher zolle ich dem Anzuchtprojekt besonderst großen Respekt...

raphael
23.11.2007, 20:05
Außerdem möchte ich gerne wissen, welche der südafrikanischen Gladiolenarten auf den typischen phosphatarmen Böden wachsen bzw. ob sie phosphatempfindlich wie Protea sind oder doch eher indifferent bis aufgeschlossen und hoffe daher in Buch 2 auf ein paar Infos.
:)
Michael

Uh, da hättest Du auch 'Material' vorgefunden...
Ich war kürzlich an einem äusserst spannenden Vortrag von Prof. Dr. Peter Linder (Uni ZH, ein Spezialist für die Kapländische Flora): Zur Entstehung der Flora Capensis
Aber so genau habe ich, dazu noch als Leie, nicht zugehört, um Deine Frage zu beantworten.

Rene1065
23.11.2007, 20:34
@ micc
aus eigener erfahrung weis ich das eigentlich nur die Proteaceaen wirklich auf phosphatarmes Substrat spezialisiert und angewiesen sind,die begleitflora auf diesen phosphatarmen Böden freut sich in Kultur durchaus über eine ausgewogene Ernährung.

Raphael,

wo hast Du denn den Vortrag von Peter Linder gehört?

Gruss Rene

raphael
23.11.2007, 20:51
Rene...

BBG (Bernische Botanische Gesellschaft) im Hörsaal Institut für Pflanzenwissenschaften, Altenbergrain 21, Bern

War spannend 'mal sowas zu hören! Der Typ hat da ein enormes Wissen. Am spannendsten fand ich die Ausführunge über die klimatischen Verhältnisse...

Berthold
23.11.2007, 22:23
Alle Iridaceen - die ich kenne - sage ich mal vorsichtig - sind eigentlich doch besonderst lichtbedürftige Gewäxxe

ja, aber man kann ihnen das Lichtbedürfnis etwas nehmen (sofern man im Winter keines hat), wenn sie kalt stehen, der übliche Trick eines Kalthausbesitzers bei südafrikanischen Pflanzen.
Gruss Berthold

Micc
23.11.2007, 22:30
Die meisten die Gladiolen kann ich auf den Balkon stellen - schließlich hat dieser USDA Zone 9 - draußen im Freiland leider nur ein 8er. Da erübrigt sich die Frage nach den Zimmerpflanzen. Angenehm, dass ich im Pott wohn.:rolleyes: Sonst würde ich mir vieles nicht am trauen tun.

:)
Michael

haweha
23.11.2007, 22:59
ja, aber man kann ihnen das Lichtbedürfnis etwas nehmen (sofern man im Winter keines hat), wenn sie kalt stehen, der übliche Trick eines Kalthausbesitzers bei südafrikanischen Pflanzen.

Aldieweil man ein Kalthaus hat.
Dann geht so vieles...
Z.B. das Kuppelgewäxxhaus des Botanischen Gartens zu Düsseldorf ist ein Kalthaus (übrigens mit diversen Kap-Pflanzen drinne) - aber inner Wohnung, richtig INDOORS - da klappt der Trick, den Licht/Temperatur.-Quotienten durch Absenkung der Temperatur im Winter wieder genügend anzuheben nicht so gut. Es ist einfach viel zu wenig Licht was durch ein Fenster so inseitig hereinkommt...
Hier im Rheinland, im Winter: Fast nur "bedeckte Tage"...

Berthold
24.11.2007, 00:54
wenn man die Temperatur nicht runter bekommt, kann man das Licht hochfahren. Diese Möglichkeit hat aber doch jeder mit einer der tausend Pflanzenlampen, die es gibt. Ausserdem spart man das an Heizkosten für Öl oder Gas, was die Pflanzenlampe an Strom aufnimmt.

haweha
24.11.2007, 01:40
Ach Berthold - WEM sagst Du das :rolleyes: :D

Für ein Saatkästchen täte es sogar schon eine - unlängst vorgeschlagene - 30 Watt-Energiesparlampe (Farb Typ 21/840 coolwhite).
Mit Lampen zu heizen... schon richtig, aber seeehr teuer... wenn die Dimensionen so groß werden, (kW-Bereich) dass ein Zimmer-Heizeffekt eintritt.

Micc
24.11.2007, 11:12
Meine Begeisterung für diese Pflanzen ist offensichtlich;), daher zitiere ich in Auszügen mal aus dem Buch, das die Initialzündung war. In dem Eintrag geht es übrigens allgemein um die Gartenverwendung der Gattung Gladiolus als Staude. Ich schätze mal, für den einen oder anderen ist das interessant zu lesen, dass einige dieser Südafrikaner bereits in Gartenkultur sind.

Es handelt sich um eine ältere Ausgabe, der 3. von 1985, von Jelitto, Schacht und Fessler: "Die Freiland-Schmuckstauden". Die Autoren sind sehr vorsichtig, was die Gartenwürdigkeit und Winterfeste der von ihnen beschriebenen Stauden anbelangt.

"Die gewöhnlichen Garten-Gladiolen können im Weinbau-Klima mildere Winter überstehen; insbesondere haben sich in günstigen Lagen Sorten wie die hellgelbe 'Citronella' (G. primulinus-Hybride)und die etwas kleinblumigeren "Butterfly-Gladiolen" wie z.B. 'Piccolo', 'Amusing' und andere (sehr bunte Sorten lassen sich mit Stauden kaum kombinieren) als ausreichend winterhart erwiesen. Offenbar haben sich holländische und deutsche Züchter bisher nicht bemüht, aus Gladiolen afrikanischen Ursprungs winterharte Stauden zu züchten, da sie darin kein absatzförderndes Ziel sehen"
(...)
"Ein Hauptverbreitungsgebiet von Gladiolus-Arten ist S-Afrika, wo es mehr als 100 verschiedene Arten in mehreren Sektionen gibt, die z. T. prächtige, z. T. sehr kleine Blüten auch in merkwürdigen Farben haben; verschiedene Arten duften köstlich. Einige Arten aus den Hochlagen der Drakensberge müßten auch in Mitteleuropa winterhart sein; etliche davon sind in Großbritannien bereits in Kultur; sie sollten bei uns eingeführt und erprobt werden."

Beschrieben werden anschließend die von den Autoren als gartenwürdig (Stand 1985) erkannten Arten, die ich aufzählen möchte. Südafrikanische Arten setze ich dabei kursiv:

G. communis (inkl. G. byzantinus), G. cruentus syn. flanaganii, G. illyricus, G. italicus, G. longicollis, G. palustris, G. papilio syn. G. purpureo-auratus, G. parvulus, G. saundersii. Die in Cornwall kultivierte G. tristis wird ausdrücklich nicht für Mitteleuropa empfohlen, sondern fürs temperierte Alpinenhaus.

Ein paar Arten sind einen Gartenversuch sicher wert, andere ein ungewisses Experiment. Ich bin daher sehr gespannt auf die Bericht von unseren Zwiebelmenschen im Forum, die schon ein paar Schritte weiter sind und den Gartentest bereits in Angriff genommen haben.

:)
Michael

Berthold
24.11.2007, 13:24
G. papilio habe ich seit 5 Jahren im Garten. Sie tut sich sehr schwer, im Topf im Kalthaus blüht sie aber auch nicht. Vielleicht liegt es am Substrat (rein mineralisch wegen Angst vor abfaulen), werde jetzt einen Versuch mit 100% nährstoffreichem Humussubstrat machen (scheint einigen Sämlingen anderer afrikanischer Arten gut zu bekommen)

Hans-Werner, ich propagiere nicht mit Strom zu heizen. Sage nur, die bei Beleuchtung zwangsweise anfallende Wärme ist nicht verloren, wenn man in einem Raum beleuchtet, der sowieso geheizt wird.
Gruss Berthold

Micc
24.11.2007, 21:40
Ich denke auch, dass das mineralische Substrat für die G. papilio nicht das Rechte ist, da die Pflanze in der Natur auf Sumpfwiesen bis 2000 m Höhe wächst.

:)
Michael

Zwiebeltom
18.03.2009, 10:02
Ich will hier mal wieder etwas aktualisieren. :-)

Drei Arten Gladiolus und drei Arten Romulea haben die sommerliche Ruhezeit (trocken im Topf) gut überstanden und fingen im Spätherbst nach ersten Wassergaben wieder an zu wachsen. Ein paar Nachzügler haben wohl noch gekeimt - jedenfalls sind bei einigen mehr Stengelchen im Topf als im Jahr zuvor. Romulea tetragona hat im Winter die ersten Blüten gebracht, die sich leider nur bei Sonne öffnen.

Viele Grüße
Thomas

Micc
18.03.2009, 14:57
Bei mir sind die Sämlinge leider alle binnen kurzem verschieden. Das war eine konzertierte Aktion von irgendwelchen MO's, schätze ich. Ob ich das nochmal versuche.......einige Samen müssten noch keimfähig sein.

Wegen der Urheberrechtsgeschichten in den Foren: Für das Zitat oben aus dem Jelitto, Schacht, Fessler oben habe ich die ausdrückliche Genehmigung vom Ulmer-Verlag erhalten. Wenn man nett nachfragt, kommt auch eine nette Antwort zurück;).

:)
Michael

Berthold
14.09.2009, 12:47
Kennt jemand diese Art aus dem Fynbos?
http://farm4.static.flickr.com/3468/3918571961_e27d19ea15_o.jpg

Micc
14.09.2009, 20:22
Puh, in den Büchern über Gladiolen aus der Region habe ich keine Blüten mit dieser feinen Musterung entdeckt, auch nicht bei der bulb society. Ist das denn eindeutig eine südafrikanische Gladiole oder kann das eine Gartenpflanze sein? Im Hintergrund sieht man doch so eine Art Rasen.....

:)
Michael

Irisfreundin
14.09.2009, 20:35
Alle Iridaceen - die ich kenne - sage ich mal vorsichtig - sind eigentlich doch besonderst lichtbedürftige Gewäxxe (naja vielleicht Chasmanthen z.B. NICHT)

In der Mata Atlantica (Atlantik-Urwald) in Brasilien wachsen Iridaceen als Unterpflanzen und benötigen nicht mehr Licht als Spatiphyllum. Diese Pflanzen leiden unter hellem Licht.



Ich kenne jedenfalls keine Iridacee die regulär als Zimmerpflanze gehalten wird.
Von daher zolle ich dem Anzuchtprojekt besonderst großen Respekt...

Neomarica, Trimezia, Tigrida, Dietes.

Gruß
Hannelore

Berthold
14.09.2009, 20:45
Puh, in den Büchern über Gladiolen aus der Region habe ich keine Blüten mit dieser feinen Musterung entdeckt, auch nicht bei der bulb society. Ist das denn eindeutig eine südafrikanische Gladiole oder kann das eine Gartenpflanze sein? Im Hintergrund sieht man doch so eine Art Rasen.....

:)
Michael

Michael, ich eben auch nicht.
Es ist eine Zwiebel aus der Wildnis der Westkapprovinz. Sie hat z.Z. keine Blätter, nur die Blüte. Sie steht im Topf.

Zwiebeltom
14.09.2009, 21:25
Hallo Berthold,

hast du dich schon durch die Galerie der pacificbulbsociety geklickt?
Gladiolus martleyi sieht deiner schon ähnlich und da würde nach der Beschreibung die Herbstblüte im blattlosen Zustand passen.

http://pacificbulbsociety.org/pbswiki/index.php/SouthernAfricanGladiolusFive

Viele Grüße
Thomas

Peter II
14.09.2009, 21:52
Hallo Zwiebeltom,

danke für den Link. Diese Seite ist das, was ich gesucht habe.

Berthold
14.09.2009, 22:39
Hallo Berthold,

hast du dich schon durch die Galerie der pacificbulbsociety geklickt?
Gladiolus martleyi sieht deiner schon ähnlich und da würde nach der Beschreibung die Herbstblüte im blattlosen Zustand passen.

http://pacificbulbsociety.org/pbswiki/index.php/SouthernAfricanGladiolusFive

Viele Grüße
Thomas

Thomas, sehr schöner link, danke Dir. G. martleyi dürfte hinkommen, auch wenn sie in der Abbildung einen deutlichen Gelbanteil auf der Innenseite der Blütenblätter zeigt. Die Farben der Wildformen scheinen doch merklich zu variieren.

Berthold
22.09.2009, 20:33
Gladiolus watsonius (Homoglossum watsonium), robust in der Haltung:

http://farm3.static.flickr.com/2597/3945483920_7ce49a9404_o.jpg

Berthold
22.09.2009, 22:43
ist wahrscheinlich eine Hesperantha coccinea

raphael
22.09.2009, 23:37
Wie auch immer, sehr hübsch auf alle Fälle!! ;)

Rene1065
23.09.2009, 07:26
Bei mir wächst das als Schizostylis coccinea.

Gruss Rene

Micc
20.01.2012, 18:36
Der Thread ist leider inzwischen eingeschlafen. Gibt es ein paar neue Erfolgsmeldungen mit der Aufzucht südafrikanischer Gladiolen?

Der gute Tobias hat übrigens aus Namibia Samen (s. seinen Thread im Forum der Deutschen Kakteengesellschaft *) der Gladiolus saccatus mitgebracht. Sieht scharf aus! Er hat mir die Samen zur Keimung überlassen, und ich muss sagen, es klappt recht gut. Die Samen waren noch frisch. Dennoch hatte ich sie in Gibberellinsäure getunkt. "Kann ja nicht schaden", habe ich mir gedacht.

Nach etwas über einer Woche bei Zimmertemperatur keimten die ersten "Grashalme". Peu a peu kommen weitere Sämlinge nach. Das grottige Bild hierzu:


http://www.exo-t.com/P1100753.jpg


*http://www.dkg.eu/dkgboard/viewtopic.php?f=48&t=1943

:)
Michael

Tobias Wallek
28.01.2012, 21:13
Schon erstaunlich, wie so kleene Grashalme es am Naturstandort schaffen zu überleben.
Wie lange brauchen Gladiolen eigentlich bis zur Blühfähigkeit ?

Ciao Tobias

Micc
28.01.2012, 23:11
Bei bester Versorgung bereits im Folgejahr. Aber so schnell lasse ich sie nicht kommen. Ich mag keine schnell wachsenden Pflanzen. Langsamkeit rules O.K.! Auch im Alltag eine gute Sache.

:)
Michael

Tobias Wallek
29.01.2012, 09:04
Seh ich auch so, numme ned hudle:D

Micc
29.01.2012, 09:23
Oder auch: "Heu-wä-gel-chen" (ursprünglich ein Lehrerkommentar, wenn man schneller spricht als denkt).

Inzwischen sind bei einigen Sämlingen schon die zweiten Blätter gekommen, die aber immer noch an Gras erinnern.

:)
Michael