PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feigen überwintern....



FEIGENBAUM
19.09.2009, 16:01
....ja eigentlich schlecht hier im Osten des Landes, nun sind meine im Topf, kann man die auch in der Wohnung überwintern oder ist das zu warm???

Mario/Pfalz
19.09.2009, 17:18
Hallo Feigenbaum, im Wohnraum ist es eindeutig zu warm.
Meiner Meinung nach soltest du die 10/12°C nicht überschreiten sonst geraten sie völlig aus der Spur.

Fals eine Garage zu Hand ist..super. Gerne auch dunkel.
Leichter Frost macht nix . Auch nicht im Topf. Aber nicht auf Dauer!

Grüße
Mario

FEIGling
19.09.2009, 19:02
....ja eigentlich schlecht hier im Osten des Landes, nun sind meine im Topf, kann man die auch in der Wohnung überwintern oder ist das zu warm???

Hallo Feigenbaum !

Ab in den Keller mit Dir ... ;)


Ciao bis zum Frühjahr ... ! :cool:

FEIGENBAUM
19.09.2009, 23:34
Dacht mirs schon...schade und danke an euch

Jasmin0603
20.09.2009, 22:06
Hallo, bin neu hier und habe zum überwintern mal eione Frage. Habe mehrere Feigen verschiedener Sorten bekommen und hatte jetzt vor diese in Ermangelung eines Kellers auf den ungedämmten Dachboden zu tragen. Würde jetzt gerne wissen, wie oft ich die Feigen den Winter über gießen muß, damit sie die Zeit dort oben gut überstehen. Ab welchen Außentemperaturen nehmt ihr die Pflanzen rein und wann geht es wieder nach draußen? Danke im voraus Jasmin

FEIGling
21.09.2009, 18:33
Hallo, bin neu hier und habe zum überwintern mal eione Frage. Habe mehrere Feigen verschiedener Sorten bekommen und hatte jetzt vor diese in Ermangelung eines Kellers auf den ungedämmten Dachboden zu tragen. Würde jetzt gerne wissen, wie oft ich die Feigen den Winter über gießen muß, damit sie die Zeit dort oben gut überstehen. Ab welchen Außentemperaturen nehmt ihr die Pflanzen rein und wann geht es wieder nach draußen? Danke im voraus Jasmin

Hallo Jasmin0603 !

Nur so viel gießen daß die Erde nicht völlig austrocknet.
Nimm sie NACH den ersten Nachtfrösten rein damit sie sich an tiefe Themperaturen gewöhnen können.
Im Frühjahr tu sie aus dem selben Grund schon raus wenn es in der Nacht noch leichte Minusthemperaturen hat.
Wenn es dann aber überraschend sehr kalt wird nimm sie besser wiedert rein !

Ciao !

Jasmin0603
21.09.2009, 19:46
Danke, werde es so machen.

Jasmin0603
21.09.2009, 19:53
Werden dann reingeholt, wenn wir auch den Grünkohl ernten, dann sind wir auf der richtigen Seite. Danke noch einmal für die schnelle Antwort

Swahiba
22.09.2009, 17:40
Also ich hole meine Feige (Sorte unbekannt) nur rein, wenn es nachts unter -10 Grad geht oder wenn mehr als 5-6 Tage Dauerfrost gemeldet werden.
Bis jetzt hat sie jeden Winter gut überstanden.

Den ersten Winter hatte ich sie im Teppenhaus überwintert und hatte das Problem, dass sie sehr früh ausgetrieben ist und in Folge sämtliche Blätter wieder abgeworfen hat...

LG
Swahiba

FEIGling
22.09.2009, 18:37
Also ich hole meine Feige (Sorte unbekannt) nur rein, wenn es nachts unter -10 Grad geht oder wenn mehr als 5-6 Tage Dauerfrost gemeldet werden.
Bis jetzt hat sie jeden Winter gut überstanden.

Den ersten Winter hatte ich sie im Teppenhaus überwintert und hatte das Problem, dass sie sehr früh ausgetrieben ist und in Folge sämtliche Blätter wieder abgeworfen hat...

LG
Swahiba

Hallo Swahiba !

Ja das kann passieren wenn man sie hell überwintert.
Im dunklem Keller tut sie das nicht.
Wenn sie mindestens ein Jahr alt ist kannst sie überhaupt auspflanzen .
Das wär dann nächstes Frühjahr !

Ciao !

Swahiba
22.09.2009, 18:58
Das mit dem Auspflanzen ist relativ schwierig auf einer Dachterasse :D ;)

Jasmin0603
22.09.2009, 19:48
Und bei uns ist das Überwintern im Treppenhaus nicht möglich, da wir ein Einfamilienhaus haben.Aber ich hoffe die Bäumchen werden auf dem Dachboden keinen Schaden nehmen. Dort wird es warscheinlich auch frieren, denn der Dachboden ist noch nicht gedämmt. hoffe das es nicht doch zu kalt wird, aber einige überwintern ja scheinbar auch in der Garage, würde mal sagen das das ähnlich Bedingungen sein werden, wobei bei unserem Dachboden ja das Öffnen des Tores wegfällt, wo dann also die Temperaturen konstant sein dürften. Würde mich ansonsten ärgern, habe die Feigen nämlich gerade erst erstanden.

FEIGling
23.09.2009, 19:07
Hallo Jasmin0603 !

Keine Angst !
Bißchen Frost tut denen nur gut !

Ciao !

FEIGling
23.09.2009, 19:10
Das mit dem Auspflanzen ist relativ schwierig auf einer Dachterasse :D ;)

Hallo Swahiba !

Ist nicht schwierig ... Du brauchst nur ein großes Pflanzgefäß ...
die Terasse nach unten Isolieren und Begrünen ist ebenfalls möglich ...

Ciao !

Jasmin0603
23.09.2009, 20:20
Hallo Feigling, danke für den Zuspruch, werde mal sehen, vielleicht teile ich die Pflanzen auch auf und sehe dann zu, die m,öglichst alle überleben. Habe heute erst einmal ein Funkthermometer auf dem Dachbaoden plaziert, damit ich den Temperaturunterschied zur Aussentemperatur sehen kann.

Gruß Jasmin

Jasmin0603
23.09.2009, 20:28
Noch mal eine andere Frage, meine Bayernfeige bildet gerade am diesjährigen Holz kleine Feigen aus (Durchmesser im Moment ca. 4mm), größere unreife Feigen (Durchmesser ca. 3-4cm) sind aber noch am "alten Holz". Nun meine Frage, was mache ich mit den neuen Ansätzen, kommen die über den Winter oder werden die abgeworfen?

Swahiba
24.09.2009, 08:35
Hallo Swahiba !

Ist nicht schwierig ... Du brauchst nur ein großes Pflanzgefäß ...
die Terasse nach unten Isolieren und Begrünen ist ebenfalls möglich ...

Ciao !

"Auspflanzen" und "Pflanzgefäß" ist ein Widerspruch in sich... :D
Unter Auspflanzen verstehe ich Garten und nicht Kübel und das läßt sich auf einer Dachterasse nun mal nicht machen.

LG
Swahiba

longimanus
24.09.2009, 10:06
meine Bayernfeige bildet gerade am diesjährigen Holz kleine Feigen aus (Durchmesser im Moment ca. 4mm), größere unreife Feigen (Durchmesser ca. 3-4cm) sind aber noch am "alten Holz". Nun meine Frage, was mache ich mit den neuen Ansätzen, kommen die über den Winter oder werden die abgeworfen?

Eher nicht, die werden zum Großteil nichts mehr und die die sich halten und noch ausreifen (wenn sie das tun), werden nicht besonders schmecken.
Bei deiner Feige muss irgend etwas schief gelaufen sein. Die ersten Feigen jetzt Ende September ist um gut 2 Monate zu spät (dito bei den Herbstfeigen), da musst du hoffen dass noch die reif werden. Die Violetta gilt als Feige, die in Mitteleuropa ausreifen kann (zumindest ein guter Teil der Herbstfeigen). Ich würde trotzdem - aus schon mehrmals erwähnten Gründen - zu anderen Sorten greifen.

Grüße

Jasmin0603
24.09.2009, 11:41
Habe mir in den letzten 2 Wochen 7 weitere Feigen zugelegt, mal sehen was sich jetzt weiter ergibt, die Violetta hat jetzt 2 von 6 Feigen unreif abgeworfen, 3 weitere sind schon gelb und werden weich.

Basilaris
24.09.2009, 12:21
Hallo


Habe mir in den letzten 2 Wochen 7 weitere Feigen zugelegt

Heisst das, Du hast jetzt mind. 8 Bäumchen? Und alle im Topf?

Ich würde mind. die Hälfte davon auspflanzen. Gut gemulcht überstehen die eigentlich problemlos unsere Winter.
Wenn ich denke, ich habe vor ein paar Jahren einen Ableger am Strassenrand in Mallorca ausgebudelt und hier in den Garten gesetzt...und jetzt ist das Ding 2m hoch. Ohne jeglichen Schutz. Und ich wohne auf 600m Höhe. Letzten Winter gab es hier -15 bis -18°C und viele Dauerfrosttage. Nicht einmal die Spitzen sind abgefroren ;)

Also ich würde, sofern Garten vorhanden, Feigen auspflanzen.

Grüsse

Jasmin0603
24.09.2009, 12:26
Garten ist ausreichend vorhanden, hatte aber bisher etwas Panik, das sie mir den Winter über einfrieren. Sind bisher in 40cm Töpfern und werden dort denke ich auch dieses Jahr überwintern und nächstes Jahr kommen sie dann in den Garten. Meine erste Feige, die ich gekauft hatte ist im letzten Winter komplett erfroren und auch nicht wiedergekommen. Dieses Risiko wollte ich dieses Jahr nicht schon wieder eingehen, sondern abwarten bis die Pflanzen etwas kräftiger geworden sind.

Bettina
24.09.2009, 12:30
Bißchen Frost tut denen nur gut !

Richtig, Frost ist hervorragend dazu geeignet, um einen 3 Meter-Baum zu einem schönen, kompakten Busch zu erziehen. Ist ja auch viel platzsparender und leichter an die Früchte kommt man dann auch.

http://img.photobucket.com/albums/v405/Sonnentau/9b.gif

Jasmin0603
24.09.2009, 12:31
Ja ich habe 8 Feigen einzeln in Töpfen und nach dem lesen im Forum habe ich mir hoffentlich 8 verschiedene Sorten zugelegt:
Madeleines des deux Saisons
Ronde de Bordeaux
Pfälzer Fruchtfeige
Filliciano
Collumbaro
Bayernfeige Violetta
Bornholmfeige
Brown Turkey
Hatte vor alle so lange wie möglich zu behüten und mir Stecklinge zu machen. Wenn die bewurzelt sind kann das Auspflanzen im Garten beginnen. Von der Fläche stehen gut 1000qm zur Verfügung, wo allerdings schon ein paar Obstbäume vorhanden sind und ein über 100 Jahre alter Walnussbaum

Basilaris
24.09.2009, 12:49
Hallo

Der Vorteil, wenn man zu wenig Platz zum drinnen überwintern hat, ist der, dass man einfach alles auspflanzt. Nebst Rückenschonung gibt es auch noch den Aha-Effekt :D

Viele Gehölze aus leicht wärmeren Gefilden erfrieren bei uns nur deshalb, weil sie
- vorher verweichlicht aufgezogen wurden
- aus frostfreier Treibhauskultur stammen (-> Baumarkt-Pflanzen)
- allgm. nicht angepasst sind
- im falschen Boden/Substrat stehen
- zu oft und zu viel gedüngt werden
- den falschen Winterschutz bekommen
- zu sonnenexponiert stehen (-> besonders fatal bei immergrünen Gehölzen)

Viele Grüsse

Jasmin0603
24.09.2009, 15:30
Denke trotzdem, das ich erst nächstes Jahr auspflanzen werde, wenn ich eindeutig bewurzelte Stecklinge habe, denn ich habe jetzt erst einmal einiges an Geld investiert und möchte das nicht nach einem Winter abschreiben

FEIGling
25.09.2009, 20:35
Richtig, Frost ist hervorragend dazu geeignet, um einen 3 Meter-Baum zu einem schönen, kompakten Busch zu erziehen. Ist ja auch viel platzsparender und leichter an die Früchte kommt man dann auch.

http://img.photobucket.com/albums/v405/Sonnentau/9b.gif

Hey Bettina !

Mußt Du Nackenschmerzen haben bei dem Schalk der Dir im Nacken sitzt ...:p

Ich hab BISSCHEN Frost gesagt und nicht arktische Themperaturen ...
Obwohl ich Feigenbäume kenne die den letzten Winter bei 3 Wochen -18 ° C ohne Schäden überstanden haben ...

Ciao !

FEIGling
25.09.2009, 20:36
Denke trotzdem, das ich erst nächstes Jahr auspflanzen werde, wenn ich eindeutig bewurzelte Stecklinge habe, denn ich habe jetzt erst einmal einiges an Geld investiert und möchte das nicht nach einem Winter abschreiben

Hallo Jasmin0603 !

Hast Recht !
Immer Sicherungskopien machen ...

Ciao !

FEIGling
25.09.2009, 20:39
"Auspflanzen" und "Pflanzgefäß" ist ein Widerspruch in sich... :D
Unter Auspflanzen verstehe ich Garten und nicht Kübel und das läßt sich auf einer Dachterasse nun mal nicht machen.

LG
Swahiba

... nicht wenn das Pflanzgefäß so groß wie Deine ganze Terasse ist ... :p

Ciao !

FEIGling
25.09.2009, 20:41
Hallo

Der Vorteil, wenn man zu wenig Platz zum drinnen überwintern hat, ist der, dass man einfach alles auspflanzt. Nebst Rückenschonung gibt es auch noch den Aha-Effekt :D

Viele Gehölze aus leicht wärmeren Gefilden erfrieren bei uns nur deshalb, weil sie
- vorher verweichlicht aufgezogen wurden
- aus frostfreier Treibhauskultur stammen (-> Baumarkt-Pflanzen)
- allgm. nicht angepasst sind
- im falschen Boden/Substrat stehen
- zu oft und zu viel gedüngt werden
- den falschen Winterschutz bekommen
- zu sonnenexponiert stehen (-> besonders fatal bei immergrünen Gehölzen)

Viele Grüsse

Grüetzi Nachbar !

Ja, und man kann den Erfolg deutlich steigern wenn man der Pflanze Gelegenheit gibt sich anzupassen ...

Servus !

Jasmin0603
25.09.2009, 21:01
Danke für den Zuspruch, werde meine Pflanzen auf zwei Dachböden aufteilen und hoffen das sie beide überleben.

paulche
05.11.2009, 23:54
Ich habe meine neu erworbenen Feigen, eine spanische Baumarktfeige und einige Stecklinge im Haus gelassen. Die meisten Feigen, die drausen gewachsen sind, haben ihre Blätter in der Wohnung verloren. Die Stecklinge und Jungtriebe haben ihre Blätter bis jetzt behalten. Ich hoffe sie wachsen auch weiter und entwickeln sich bis zum Frühjahr schön, bevor ich alle Feigen auspflanze.
Ich hoffe das die Stecklinge, die im Herbst nicht mehr austrieben dann im Frühjahr doch noch austreiben.

FEIGling
06.11.2009, 20:07
... wenn sie nicht SEHR hell und warm stehen werden alle früher oder später ihre Blätter verlieren ...

Ja, wahrscheinlich treieben dann alle aus ...

Ciao !

owet/owl
15.11.2009, 17:26
Hallo,
habe für wenig Geld ein Stämmchen von 60cm (incl Topf) erworben, der Ballen ist sehr nass, habe ich erst einmal aus dem Pott genommen und ins Kaltgewächshaus gestellt. Ist das eine empfindliche Art die ich bei Frost reinnehmen sollte? Ist es günstiger sie im Kaltgewächshaus überwintern zu lassen? oder beheizter Wintergarten mit Fußbodenheizung.

Citrusfreund
15.11.2009, 17:51
Kaltes Gewächshaus ist nach meiner Erfahrung besser. Meine Feige steht sowieso noch draußen. Dann kommt sie in den kalten, aber frostreien Wintergarten. Viele Grüße!

owet/owl
15.11.2009, 18:06
ist das denn eine Feige die besonders empfindlich ist...

longimanus
15.11.2009, 18:08
Hallo,
nicht in geheizten Räumen, sondern kühl überwintern, bei Temperaturen knapp über 0 ist es auch ok. Es geht ganz einfach im dunklen Keller oder in einer Garage. Wässern braucht man nur selten, da Blattabwurf und bei niedrigen Temperaturen ohnehin kaum Wasser verbraucht wird.
Ob die Feige besondes empfindlich ist, kann man von der Sorte ableiten. Diese ist uns aber in deinem Fall nicht bekannt. Gruss

FEIGling
15.11.2009, 19:41
Hallo owet/owl !

So eine kleine Feige muß auf jeden Fall frostfrei überwintert werden !

Bis zu den ersten Frösten in der Nacht kannst sie rauslassen und bei den letzten Nachtfrösten im Frühjahr stellst sie dann wieder raus. So kann sie sich auf niedrige Themperaturen einstellen ...

Ciao !

owet/owl
15.11.2009, 19:55
jau danke..........

FEIGling
16.11.2009, 18:09
Gern geschehen ! :D

longimanus
16.11.2009, 21:31
Hallo,

frostfrei halte ich für vollkommen übertrieben. Erstens spricht meine Erfahrung dagegen, ich habe noch keine einzige Feige noch nie Frost ausgesetzt, so jung sie auch war. Des weiteren funktioniert die Vermehrung in den Gebieten des Mittelmeeres wo es nachts friert im Freiland ja auch einwandfrei :)
Selbst junge Stecklinge vebringen oft den Winter draussen (teilweise werden sie dort vergessen) und trieben dann im Fj aus (wenn der Winter kein strenger war). Bis -5° (Nachtfrost) besteht mE keine Gefahr.
Dauerfrostperioden sind hingegen schon was anderes.

Gruss

paulche
16.11.2009, 21:58
Meine Feigen habe ich an 3 Plätzen.
- Draussen. Manche Feigenbäumchen haben noch nicht alle Blätter verloren. Sie werden aber noch alle Blätter verlieren.
- Feigen, die in einigermaßen kühlen Nebenräumen im Haus, aber sicher über dem Gefrierpunkt stehen, haben die Blätter verloren und bereiten sich auf den Winter vor.
- Die Feigen in der Wohnung haben überwiegend die Blätter verloren, bis auf ein paar Stecklinge/Jungpflanzen und junge Triebe.
Jetzt schlagen alle Feigen in der Wohnung neu aus.

owet/owl
18.11.2009, 19:17
ja würdest Du mir denn raten die kleine Feige in den beheizten Wintergarten zu verbringen?

FEIGling
18.11.2009, 20:32
... ich ja ...
... da kann sie weiterwachsen und Du riskierst nix ...

Ciao !

FEIGENBAUM
18.11.2009, 22:06
Ja was passiert denn eigentlich wenn ich jetzt so eine Feige ins warme hole? Schießt die und bringt nur schwache Triebe?

longimanus
19.11.2009, 09:56
Ja was passiert denn eigentlich wenn ich jetzt so eine Feige ins warme hole? Schießt die und bringt nur schwache Triebe?
Also am besten ist wenn sie kühl überwintert wird. Feigen machen so etwas wie einen Winterschlaf und die warme Wohnung könnte suggerieren, dass bereits wieder Frühling ist. Das kann auf Dauer auf die Substanz gehen. Besser ist wenn sie Ressourcen sammelt und dann gestärkt in die richtige Saison geht.

Gruss

FEIGling
19.11.2009, 20:32
Ja was passiert denn eigentlich wenn ich jetzt so eine Feige ins warme hole? Schießt die und bringt nur schwache Triebe?

... wenn sie viel Licht hat wächst sie ganz normal ... sogar Früchte ernten kannst so ...

Ciao !

Bettina
19.11.2009, 20:47
- Die Feigen in der Wohnung haben überwiegend die Blätter verloren, bis auf ein paar Stecklinge/Jungpflanzen und junge Triebe.
Jetzt schlagen alle Feigen in der Wohnung neu aus.


... wenn sie viel Licht hat wächst sie ganz normal ... sogar Früchte ernten kannst so ...


Also am besten ist wenn sie kühl überwintert wird. Feigen machen so etwas wie einen Winterschlaf und die warme Wohnung könnte suggerieren, dass bereits wieder Frühling ist. Das kann auf Dauer auf die Substanz gehen.

Wie war das? Man fragt 2 Ärzte und bekommt 3 Meinungen....... :o

Was würdet ihr mit einer Dalmatie mit halbreifen Früchten machen? Im Wohnzimmer ist es zwar warm, aber nicht hell genug, das scheidet also aus. Mein Gewächshaus ist hell, wird jedoch höchstens 10 ° haben. Also alles keine wirklich guten Voraussetzungen, um die Feigen doch noch zum Ausreifen zu bringen. Die Blätter hat sie übrigens schon vor 2 Wochen verloren.

Gruß
Bettina

haweha
19.11.2009, 22:04
Bitte keine Debatten entfachen, die die hochspekulativen, aus dem Ärmel geschüttelten Empfehlungen des Users FeigLing einschließen. Die Empfehlung HIER ist offensichtlich wertlos, weil mit dem geschickten argumentativen Kunstgriff "genug Licht" gemacht. Sie wird dadurch erstmal spekulativ ("WIEVIEL Licht denn nun mindestens") und letztlich ganz einfach "trivial" (Wenn ich in der Bude einen Sommer veranstalte, dann wird se selbstverständlich wachsen)

Das erste Zitat, von Paulche, ist eine Erfahrung, und ob es NÜTZLICH ist, dass das ärme Booimchen in der Wohnwärme ausschlägt ist sehr fraglich.

Deshalb hat nach kurzer Überlegung nur die EINE Empfehlung nämlich des Users Longimanus BESTAND, derwelcher sein Signalement in offensichtlichster Offensichtlichkeit gezeigt hat (s. "alle Beiträge dieses Users") und das lautet schlücht "Expertise".

Bettina
19.11.2009, 22:09
Vielleicht wird es deutlicher, wenn ich die Zitate weglasse? :rolleyes:


Was würdet ihr mit einer Dalmatie mit halbreifen Früchten machen?

Auch, wenn dafür wohl ganz offensichtlich ohne Erwerbsgewächshaus wenig Hoffnung besteht, so würde ich doch gerne einen Versuch starten, diese Feigen doch noch ernten zu können. Oder sie zumindest vor dem Abfallen zu retten, um sie nächstes Jahr ausreifen zu lassen.

haweha
19.11.2009, 22:25
Eins nach dem anderen, Bettina :)

Ich täte persönlich spekulieren dass unter "hell und kühl" die Früchte dranbleiben werden; bei "warm und dunkler " die Prognose ungünstiger sehen - aber ich bin gutes Mutes dass sich da der eine oder andere Experte qualifizierter äussern wird.

Bettina
19.11.2009, 23:07
Das mit dem Weiterreifen im Folgejahr gehört auch in das Reich der Märchen, zumindest bei ausgepflanzten Exemplaren. Schimmel und Nekrose zeigen sich sogar jetzt schon an der einen oder anderen Frucht.

longimanus,
das trifft auch bei getopften Feigen zu. Bei meiner Brown Turkey konnte ich im Gewächshaus gerade mal noch 2 Früchte ernten, und die waren zum Zeitpunkt des Einräumens kurz vor der Reife. Der Rest schimmelte sogar im Gewächshaus, 10° waren also deutlich zu kalt.

Die Früchte der Dalmatie hingegen sehen noch einwandfrei aus. Wie warm müsste es denn in einem Gewächshaus sein, um das Schimmeln zu verhindern? Und nutzt Wärme ohne zusätzliche Beleuchtung überhaupt etwas?

Übrigens....... die Pflanzen im Gewächshaus sollen nicht beleuchtet werden. Ich hätte zwar noch eine 80 Watt HQL-Leuchte übrig und bin mir auch sicher, daß dies genug Licht für diese Feige ist, aber beides - also Heizen und Beleuchten - wäre mir dann doch ein bißchen zu teuer.

Gruß
Bettina

longimanus
20.11.2009, 00:14
Hallo Bettina,

Ich denke nicht, dass bei uns ein Durchbringen durch den Winter möglich ist, oder kaum. Zwar wird vielleicht die eine Sorte früher faulen als die andere (manche sind ja in der Lage am Baum zu trocknen, allerdings muss da die Witterung stimmen - in südlichen Ländern ist das möglich), faulen werden aber alle irgendwann bei typischem Novemberwetter und Inversionslagen.

Was ich mir vorstellen kann, ist dass man den Sommer oder Herbst quasi künstlich verlängert, damit die Feigen noch die Wärme bekommen um auszureifen, allerdings ist auch das Tageslicht und Sonneneinstrahlung wichtig. Das hieße Temperaturen die gegen 20° gehen. Ob das zB in der Wohnung möglich ist, weiss ich nicht. Es soll zwar schon vorgekommen sein, dass einzelne Feigen die den Winter überstanden haben dann im Folgejahr noch ausgereift sind, jedoch in sehr bescheidener Qualität (und wie gesagt Einzelfälle). Viele fallen einfach ab, sobald es zu einem Stillstand kommt bzw. schimmeln oder faulen vor sich hin (wie auch bei dir).

Eine vollständige Ernte der Herbstfeigen wird es in Mitteleuropa wohl nur eventuell in Ausnahmesommern, und das nur bei einigen Sorten, geben können. Die frühesten Herbstfeigen sind etwa Ronde de Bordeaux und Pastiliere. Dafür gibt es da keine 1. Ernte.

Gruss

Bettina
20.11.2009, 10:17
Danke longimanus.
Optionen wie 'Hell und kühl' hatte ich ja lange vorher bereits ausgeschlossen, es wäre ja sowieso nur noch 'hell und (sehr) warm' übrig geblieben. Mich hat auch interessiert, ob das überhaupt von der Natur aus möglich ist, daß man den Feigen die kalte Jahreszeit vorenthalten kann, beispielsweise in einem entsprechend temperierten und beleuchteten Gewächshaus.

Zumindest mache ich mit einem 10° kalten Gewächshaus sicherlich keinen Fehler, denn diese Feigen werden dann einen ordentlichen Vorsprung gegenüber meinen beiden ausgepflanzten haben. Den von Dir erwähnten Stillstand werde ich dann nach besten Kräften vermeiden und die Feigen erst dann wieder ins Freie stellen, wenn dort die Temperaturen einigermaßen konstant bleiben und sie im Herbst rechtzeitig wieder ins Gewächshaus zurück stellen. Vielleicht läßt sich so die Vegetationsperiode um genau die paar Wochen verlängern, um aus halbreifen Feigen im kommenden Herbst doch noch reife Feigen zu machen.

Gruß
Bettina

Ruth
20.11.2009, 10:20
Auf die Gefahr hin, mich durch diese Aussage unbeliebt zu machen:
ich werde unsere halbreifen Feigen dieses Jahr waschen, halbieren, mit Zucker überstreuen und zu Marmelade verkochen. Dann landen sie wenigstens nicht im Müll.
Alles andere hat bei uns noch nie geklappt.

kris-tina
20.11.2009, 14:24
darf ich mich mal hir dranhängen?
Ich habe eine Feige im 20 l Kübel, die den Winter in der Garge verbringt. Sie hat im Juni und Oktober gefruchtet und weil sie so sparrig wächst, möchte ich gerne Steckhölzer schneiden. In welcher Jahreszeit mach ich das am besten???

Bettina
20.11.2009, 14:33
Meine Feigen schneide ich auch im Herbst zurück, denn dann passen sie besser ins Gewächshaus.

Hier (http://www.exoten-forum.de/vb/showthread.php?t=29977[/URL) wurde bereits über die verschiedenen Methoden diskutiert und ich war doch erstaunt, welch unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden. Ich hatte festgestellt, daß meine im Sommer geschnittenen Stecklinge weder im Wasserglas noch in der Erde sonderlich gut wurzelten. Im Herbst geschnittene Äste, mehr aus Mitleid als zum Ziel der Vermehrung einfach in eine Gießkanne in die hinterste Ecke des Gewächshaus gestellt und dort dann vergessen, hatten bis zum Frühjahr hingegen reichlichst Wurzeln.

Gruß
Bettina

FEIGENBAUM
20.11.2009, 21:07
Also bleiben meine Feigen im Waschhaus, relativ dunkel, ein paar feigen sind noch dran, fallen aber nach und nach ab!
hackt nich immer auf Feigling rum...irgendwoher muss er doch das Wissen haben, bestimmt aus Selbsterfahrung...nichts ist so Beständig wie die Veränderung...und das gerade bei Pflanzen

longimanus
20.11.2009, 23:21
darf ich mich mal hir dranhängen?
Ich habe eine Feige im 20 l Kübel, die den Winter in der Garge verbringt. Sie hat im Juni und Oktober gefruchtet und weil sie so sparrig wächst, möchte ich gerne Steckhölzer schneiden. In welcher Jahreszeit mach ich das am besten???

Hallo,
die günstigste Zeit ist zu Frühlingsbeginn kurz vor dem Austrieb (etwa Anfang-Mitte April). Dann geht das mit dem Stecklingziehen am besten (hormonell gesprochen), es geht aber auch im Sommer mit nicht verholzten Trieben, ich selbst habe da aber eine geringere Erfolgsquote gehabt. Wenn du die Stecklinge warm stellst, geht es schneller.
Zurückschneiden kannst du, wenn die Feige in der Garage steht, auch im Herbst (ausgepflanzt aber nur im Fj, weil ein Rückschnitt automatisch die Bildung neuer Triebe anregt, die aber frostempfinclicher sind als verholzte Triebe).


Gruss

kris-tina
21.11.2009, 13:32
vielen Dank, longimanus!!
Dann warte ich bis zum Frühjahr.

Bettina
21.11.2009, 15:44
Ich hänge mal das Bild meiner Brown Turkey an:

http://img.photobucket.com/albums/v405/Sonnentau/Kakteen/Tomentosa1.jpg

Sie wäre wohl auch noch ohne Rückschnitt ins Gewächshaus gegangen, aber die langen sparrigen Äste störten mich doch sehr. Jetzt sind alle längeren Äste auf ca. 20 cm gekürzt, der untere wurde ganz entfernt.

Gruß
Bettina

FEIGling
21.11.2009, 18:56
Ich hänge mal das Bild meiner Brown Turkey an:

http://img.photobucket.com/albums/v405/Sonnentau/Kakteen/Tomentosa1.jpg

Sie wäre wohl auch noch ohne Rückschnitt ins Gewächshaus gegangen, aber die langen sparrigen Äste störten mich doch sehr. Jetzt sind alle längeren Äste auf ca. 20 cm gekürzt, der untere wurde ganz entfernt.

Gruß
Bettina

Hallo Bettina !

Da wirst nächstes Jahr an den geschnittenen Ästen weniger ernten, aber Du kannst die Abschnitte ganz leicht bewurzeln.

Ciao !

Bettina
21.11.2009, 19:25
Hallo Feigling,

hier im Forum hatte ich mal einen Satz gelesen, der von einer Feigenbesitzerin aus dem Süden kam. Sie schrieb zum Thema Rückschnitt sinngemäß: 'Mach' mich arm, dann mach' ich Dich reich'. Mit den ersten warmen Tagen im nächsten Frühjahr sollte es eigentlich losgehen mit dem Austrieb, im Gewächshaus dementsprechend früher. An der Form sieht man bestimmt schon, was ich vorhabe: Es soll mal ein Hochstamm mit einer schönen, dichten Krone werden.

Übrigens.... die abgeschnittenen Äste stehen zum Bewurzeln schon im Wasser. Das, was ich da mache, steht wohl in keinem Lehrbuch, aber über Winter in Wasser gestellt hatte ich die besten Bewurzelungserfolge. Allerdings dauert es ewig, bis man den ersten Ansatz von Wurzeln sieht.

Gruß
Bettina

Kaktus Michi
21.11.2009, 20:23
Hallo Bettina!
Viel Erfolg für Dein Hochstammprojekt! Ich hatte bisher 3 Feigen und hoffe,
die jetzige (Napolitana) hoffe ich auf bessere Qualität. Die allererste wuchs
zwar super und war ein herrlicher, 2,5m hoher Stamm, allerdings kam ich nie
in den Genuß der Feigen, denn die massenhaft angesetzten Früchte fielen
förmlich von heute auf morgen nach den ersten kalten Nächten ab. Schein-
bar war das eine Sorte, die nur 1x trägt. es wurden auch keine überwintert.
Die 2. sollte eine Bayernfeige sein. Ich bin da ber sehr skeptisch gewesen,
denn die Früchte schmeckten mehr als fade. Sie hauten mich lediglich in
Wodka eingelegt (im wahrsten Sinne) um...aber alleine vom Aussehen konnte
man nicht sagen, ob sie reif oder schon verfault waren, denn die Farbe war
ein eher unappetittliches grünbraun. Ich habe auch gemerkt, dass man sie
wohl nicht in die pralle Sonne und einem offenen Platz stellen sollte. Die
Blätter werden nur klein und das Wchstum war mehr als bescheiden. Hoffe
auf meine jetzige.....will sie auch als Hochstamm ziehen....überwintert werden
die Feigen bei mir im unbeheizten, dunklen Keller, bei +/- 5°C, fast trocken.
Hat bislang bestens geklappt. da ist die Wuchshöhe auch egal, weil man sie
auch legen kann.

Kaktus Michi
21.11.2009, 20:25
..übrigens steht hinter Deiner Feige ein super Feigenkaktus- Opuntia
tomentosa. Müsste bald das blühen/fruchten anfangen. Gibt leckere, runde
und purpurrote Früchte- viel Glück!

longimanus
21.11.2009, 22:41
Hallo Feigling,

hier im Forum hatte ich mal einen Satz gelesen, der von einer Feigenbesitzerin aus dem Süden kam. Sie schrieb zum Thema Rückschnitt sinngemäß: 'Mach' mich arm, dann mach' ich Dich reich'.

Hallo Bettina,

diesen Spruch kenne ich von Olivenbauern..
Hier muss ich allerdings Feigling Recht geben. Bei Sorten mit 2 Ernten (dh mit der 1. Ernte auf dem alten Holz) eliminierst du auf jeden Fall Feigen dieser 1. Ernte, da diese auf dem Holz sind, das du wegschneidest. Dh du bringst dich um einen Teil der 1. Ernte, was in Mitteleuropa natürlich besonders bedauerlich ist, denn es sind jene Feigen die garantiert ausreifen können. Natürlich geht es ganz ohne Rückschnitt auf Dauer nicht. Daher sollte man ein Jahr einen Teil der Äste, das nächste Jahr einen anderen Teil der Äste etc. und nie radikal zturückschneiden (es sei denn man ist bereit auf die 1. Ernte zu verzichten). Auf die 2. Ernte hat dies aber kaum Auswirkungen.

Gruss

Bettina
21.11.2009, 23:08
longimanus,
dann habe ich wohl deutlich zu viel des Guten getan, als ich sämtliche sparrigen Äste entfernte und werde mich wohl im nächsten Jahr mit einem recht asymetrisch gewachsenen Hochstämmchen anfreunden müssen. Vielleicht sollte ich das jetzt bei dieser Gelegenheit nochmals betonen: Normalerweise kommen meine getopften Feigen einfach in den Keller bzw. ins Gewächshaus, aber ob so ein Experiment mit warm überwinterten und vor allem ausreifenden Feigen funktioniert, hätte mich nun doch sehr interessiert.

Kaktus Michi,
daß die Bayernfeige nicht so toll schmecken soll, habe ich auch schon des öfteren gehört und nun bin ich froh, daß ich mir damals keine gekauft hatte. Aber auch die Brown Turkey ist nicht unbedingt ein kulinarischer Höhepunkt. Meine frei ausgepflanzte namenlose Baumarktfeige hingegen schmeckt vorzüglich - wenn ich denn mal in den Genuß einiger weniger Früchte kam. Sie wuchert stark und hatte auch stets viele Fruchtansätze. Reif wurden die Feigen in den wenigsten Fällen, egal wie viel (oder wie wenig) ich an ihr herumschnibbelte. Auch wenn ich die Äste mit den Fruchtansätzen nur zur Hälfte kürzte um sie zur Verzweigung anzuregen, reiften trotzdem nur sehr wenige.

Zu allem Übel ist sie mir dann im letzten harten Winter von fast 3 Metern Höhe bis zum Boden abgefroren, jetzt muß ich wieder mit einem Busch anfangen. Bevor ich das nächste Mal die Schere ansetze, werde ich Bilder zeigen denn ich glaube, daß ein Thread 'wie schneide ich meine Feige richtig' sicherlich für viele nützlich sein wird.

Übrigens, die tomentosa wird demnächst einen eigenen Thread bekommen, denn mit der habe ich noch etwas besonders vor.

Gruß
Bettina

FEIGling
22.11.2009, 20:49
daß die Bayernfeige nicht so toll schmecken soll, habe ich auch schon des öfteren gehört und nun bin ich froh, daß ich mir damals keine gekauft hatte. Aber auch die Brown Turkey ist nicht unbedingt ein kulinarischer Höhepunkt. Meine frei ausgepflanzte namenlose Baumarktfeige hingegen schmeckt vorzüglich - wenn ich denn mal in den Genuß einiger weniger Früchte kam. Sie wuchert stark und hatte auch stets viele Fruchtansätze. Reif wurden die Feigen in den wenigsten Fällen, egal wie viel (oder wie wenig) ich an ihr herumschnibbelte. Auch wenn ich die Äste mit den Fruchtansätzen nur zur Hälfte kürzte um sie zur Verzweigung anzuregen, reiften trotzdem nur sehr wenige.



Hallo Bettina !

Also ich würde Dir raten die Stecklinge der Brown Turkey auszupflanzen denn die ist superhart und bringt dann viel mehr Früchte !
Die unbekannte feige wiederum würde ich eintopfen denn da wird sie sicher mehr tragen wenn sie kälteempfindlich ist.

Servus !

paulche
27.11.2009, 19:44
So wie das bei mir aussieht, ist die Essfeige auch als Zimmerpflanze geeignet.
Alle Feigen, die ich in der Wohnung habe, treiben jetzt aus. Die Triebe sehen sehr gesund aus, nicht wie Nottriebe. Die Jungpflanzen haben die Blätter erst gar nicht verloren. Am weitesten ist die spanische Baumarktfeige. Da ich von ihr keine Stecklinge gewinnen wollte, ist sie am besten gewachsen.
Diese Feigen in der Wohnung werden im Frühjahr natürlich einen Wachstumsvorsprung haben.
Nächstes Jahr pflanze ich fast alle Feigen aus. Aber Feigen, die ich besonders fördern und vermehren möchte werde ich auch in den nächsten Jahren auch als zusätzliche Zimmerpflanzen über den Winter bringen. Die Winterharten Feigen bräuchten diese Förderung zwar nicht, aber wenn ich so 1/2 Jahr zusätzliches Wachstum erreiche, werde ich das natürlich nutzen.

Bettina
27.11.2009, 20:22
So wie das bei mir aussieht, ist die Essfeige auch als Zimmerpflanze geeignet.

Aus gegebenem Anlaß war ich in den letzten Tagen in einigen Gärtnereien und habe dort eben diese Frage gestellt. Die Antwort war stets die gleiche: Man könne das zwar schon tun und es würde der Pflanze auch nicht sofort schaden, man dürfe sich aber getrost darauf einstellen, daß Feigen ohne Ruhezeit in ihrer Substanz geschwächt werden. Zusätzliches bzw. in diesem Falle verfrühtes Wachstum könne man allenfalls bei einer Überwinterung in einem hellen, jedoch kühlen, Gewächshaus erreichen, in welchem die Pflanzen vor späten Frösten geschützt werden.

Wie wäre es, wenn Du über dieses Experiment berichten und uns stets mit aktuellen Fotos auf dem Laufenden halten würdest?

Auch wenn ich kein Fachmann bin, wage ich zu behaupten, daß solche 'geförderten' Feigen bereits im ersten Winter im Freiland ihren Wachstumsvorsprung umgehend wieder verlieren werden.

Gruß
Bettina

FEIGling
28.11.2009, 18:08
Hallo !

Auch ich kann die Erfahrungen von paulche nur bestätigen !
Man kann sogar mitten im Winter Feigen ernten wenn nur genaug Licht vorhanden ist.
Der Wachstzumsvorsprung geht auch nicht verloren. Wie auch ? Dazu müßten die inzwischen gewachsenen Triebe zumindest ihr Wachstum einstellen, was sie natürlich nicht tun sondern noch schneller im Freien weiterwachsen ...

Ciso !

Bettina
28.11.2009, 19:07
Man kann sogar mitten im Winter Feigen ernten wenn nur genaug Licht vorhanden ist.

Voraussetzung wäre (zumindest theoretisch) daß die Feige rechtzeitig ins Warme geholt würde, also noch keinen Wachstumsstillstand hatte was in unseren Breitengraden oftmals bedeuten würde, man hätte sie spätestens im Oktober ins Haus geholt.

Es ist wohl sicherlich möglich, daß wir von dieser Feigenernte mal ein Bild sehen könnten? Aber bitte eine Cam mit Datenrückwand benutzen. Eine Tageszeitung im Hintergrund würde jedoch auch genügen. ;)

Gruß
Bettina

longimanus
28.11.2009, 22:02
Hallo !

Auch ich kann die Erfahrungen von paulche nur bestätigen !
Man kann sogar mitten im Winter Feigen ernten wenn nur genaug Licht vorhanden ist.
Der Wachstzumsvorsprung geht auch nicht verloren. Wie auch ? Dazu müßten die inzwischen gewachsenen Triebe zumindest ihr Wachstum einstellen, was sie natürlich nicht tun sondern noch schneller im Freien weiterwachsen ...

Natürlich geht das theoretisch, aber es widerspricht dem phänologischen Naturell der Feige. Licht alleine ist es freilich nicht. Grundvoraussetzung sind vor allem Temperaturen die hoch genug sind und für eine ansprechende Qualität Sonne. Bei hellem Standort schimmeln und faulen die Feigen in meinem Garten seit Ende Oktober vor sich hin. Ob die Triebe genauso schnell und lange weiterwachsen oder nicht, müsste man einmal in der Praxis feststellen - und das über Jahre. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Feige irgendwann die Luft ausgeht. Ausserdem speichert sie wie so viele Pflanzen Wärmesummen. Ist eine bestimmte Summe erreicht, stellt sie das Wachstum wahrscheinlich ein. Ab August/Anfang September ist bei meinen Feigen eine deutliche Verlangsamung des Wachstums feststellbar, obwohl es nach wie vor warm ist. Winterpause ist sehr wichtig.
Sorry, das ist alles zu spekulativ.

Hermann.
29.11.2009, 10:25
Man kann sogar mitten im Winter Feigen ernten wenn nur genaug Licht vorhanden ist.

Ich ernte gerade, auch wenn es noch nicht "mitten im Winter" ist, Feigen von der ausgepflanzten Brown Turkey. Der Geschmack ist sehr mäßig. Licht allein genügt sicher nicht, es fehlt die Sommerhitze.

Eine eingetopfte, namenlose Feige steht im kalten Wintergarten und die Feigen reifen ebenfalls gerade. Leider schimmeln und faulen die meisten. Der Geschmack der nicht verdorbenen Feigen ist ebenfalls sehr dürftig.

ficuscarica
29.11.2009, 13:00
Ich ernte gerade, auch wenn es noch nicht "mitten im Winter" ist, Feigen von der ausgepflanzten Brown Turkey. Der Geschmack ist sehr mäßig. Licht allein genügt sicher nicht, es fehlt die Sommerhitze.




Hallo,

ich habe gestern auch drei Früchte meiner "Brown Turkey" geerntet. Geschmacklich auch nicht sonderlich gut, aber immerhin die ersten Feigen in diesem Jahr überhaupt, nachdem der Baum im letzten Winter doch mächtig zurückgefroren ist.

Gruß

ficuscarica

FEIGling
29.11.2009, 16:09
... naja, von besonderen Geschmack hab ich nix gesagt .. aber es geht ...

Ciao !

Bettina
29.11.2009, 18:47
Der Geschmack ist also mit 'geht', 'dürftig' bzw. 'nicht sonderlich gut' zu beschreiben womit wir nun gleich 2 wichtige Aussagen bezüglich meiner Frage hätten:

1. Ja, es geht, man kann Feigen im November ernten.
2. Nein, sie schmecken nicht.

Auch wenn ich es nicht ausdrücklich betonte, irgendwie war mir gerade der zweite Punkt besondes wichtig.........

:huhu:

longimanus
29.11.2009, 21:36
Der Zuckermangel ist einfach zu gross. Bei mir gibt es auch immer wieder welche die nicht faul oder schimmlig sind, aber die Qualität ist zu vergessen. Mit den ersten starken Frösten ist es aber dann mit dem Ernten vorbei, da sterben die Früchte ab.

Grüße

Hermann.
30.11.2009, 07:19
Hallo Bettina,

der Geschmack der Feigen ist natürlich der wichtigste Punkt für die Pflanzung eines Bäumchens. Von der Brown Turkey habe ich im Sommer 4 Früchte ernten können, der Geschmack war sehr gut. Jetzt hoffe ich natürlich, dass im nächsten Jahr die Sommerernte größer ausfällt und wenn es dann noch einen "goldenen Oktober" gibt, werden wohl auch die Herbstfeigen etwas besser schmecken.

@longimanus: Bei mir haben die Früchte der ausgepflanzten BT so etwa 3 Grad minus ausgehalten. Es hängen noch drei am Strauch, die natürlich auch verkostet werden. Faul und schimmlich werden bei mir allerdings nur die Feigen im eingetopften Bäumchen im Wintergarten.

FEIGling
30.11.2009, 17:31
Hallo Bettina !

Für Marmelade reicht es sicher ...

Ciao !

gmk88
27.12.2009, 12:47
Ich würde dir raten die Feige im Kübel in die Garage über den Winter zu stellen.

anbei ein Pflanzanleitung von mir.

G ü n t e r aus dem badischen bei Karlsruhe



Deutsche Bezeichnung Echte Feige, Feigenbaum

Internationale Bezeichnung engl. Fig; franz. Figuier; ital. Fico; span. Higuera; kroat Somokva

Lateinischer Name Ficus carica L.

Pflanzenfamilie Moraceae, Maulbeergewächse. Andere Verteter der Maulbeerbaumgewächse sind der Brotfruchtbaum, sowie einige zur Gewinnung von Kautschuk herangezogene Baumarten.

Gattung Feigen (Ficus). Die Gattung Ficus ist sehr vielseitig. Einige Mitglieder sind beliebte Zimmerpflanzen, so der Gummibaum (F.elastica), die Birkenfeige (F. benjamina) u.v.a.

Art Echte Feige

Sorten Es gibt zahlreiche Fruchtsorten

Artenvielfalt Etwa 700 Arten mit überwiegend Tropischen Ursprungs.

Namensgeber Der römische Name "Fico"(=Feige) soll von dem häbrischen "Feg" kommen. "Carica" weist auf Karien (Lat. Caria, pers. Karka) hin, einer von den Karern bewohten antiken Landschaft im Südwesten Kleinasiens.

Besonderheit dieser Pflanze Die Bestäubung kann nur durch eine bestimmte Gallwespe (Blastophaga psenes) erfolgen, deren Lebenszyklus eng an die Feigenentwicklung gebunden ist. Sie legt ihre Eier in die Blütenstände ab. Erst die dort herangewachsende nächste Gallwespengeneration kann wiederum die nächste Blütenstandanlage bestäuben. Bei der Kulturfeige (var. domestica) wird das noch dadurch verkompliziert, dass sie nur weibliche Blütenstände anlegt und den Pollen der Bocksfeige (var. caprificus) braucht.

Herkunft Die Wildform stammt vermutlich aus Südarabien. Von dort hat sich die Feigenkultur sehr frühzeitig auf die Länder des Mittelmeerraumes verbreitet.

Urahne der kultivierten Feige Man nimmt an, dass eine Art, die im Küstengestrüpp des kaspischen Meeres und in der nordwestlichen Türkei wächst, der Urahn der kultivierten Feige ist.

Frühgeschichtlicher Anbau Die Domestizierung der Feige setzte schon sehr früh ein und ist sogar älter als der Ackerbau. In einem etwa 11.400 Jahre alten Haus bei Jericho wurden Überreste von beits nicht mehr der Wildform entsprechenden Feigen gefunden.

Bedeutung bei antiken Hochkulturen. Alle antiken Hochkulturen des mesopotamischen sowie des Mittelmeerraumes kennen die Feige. Beispielweise bauten die Assyrer sie schon 3.000 v. Chr. in Ihren Gärten an.

Einführung im Mittelmeerraum In Griechenland wurde sie jedoch erst 700 v. Chr. eingeführt und verbreitete sich von dort aus im gesamten Mittelmeerraum.

Heutiger Anbau 90 % der Weltproduktion der süßen und aromatischen Früchte werden in den Mittelmeerländern erzeugt. Hauptanbauland mit bester Qualität sowohl bei frischen als auch bei getrockneten Feigen ist die Türkei.

Erwähnung in der Bibel Die Feige ist die erste namentlich genannte Pflanze in der Bibel. Das Feigenblatt diente in der Geschichte von Adam und Eva nach dem Sündenfall geflochten zur Bedeckung ihrer Blöße. Martin Luther hatte in seiner Bibelübersetzung irrtümlich den Feigenbaum mit den Maulbeerbau verwechselt.

1.Buch Mose (genesis) 3,6-7 Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihren Mann, der bei ihr war, und auch er aß. Da gingen beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.

Erwähnung im Hinduismus Die Erleuchtung des Buddha soll unter einem Feigenbaum (Pappelfeige (F.religiosa)) erfolgt sein. Er meditierte der Überlieferung nach im Schatten eines Feigenbaumes, was dieser Art bis heute in Indien höchse Verehrung einträgt.

Blätter Feigen habe sommergrüne langstielige dreilappige rauhe Blätter mit einer Länge von 10-20cm.

Warnung bei Verletzungen Alle Ficus-Arten besitzen Milchsaftzellen. Der Latex-Partikel enthaltene Milchsaft wird bei Schnittmaßnahmen und der Ernte abgesondert. Bei empfindlicher Haut kann der Kontakt zu Hautentzündung führen.

Herbstfärbung Vor dem Abfallen werden die Blätter gelb.

Bütenzeit

Bestäubung Die Echte Feige ist Insektenblütler und damit Fremdbefruchter.

Bestäubung mit der Gallwespe Die Bestäubung erfolgt in einem komplizierten symbiotischen Zyklus mit der in Südeuropa heimischen Gallwespe (Bastophaga psenes) als pollenübertragendes Insekt und der Caprifeige als Pollenspender. Die Gallwespe legt ihre Eier in den Fruchtknoten der Blüten und vollzieht ihr Laevenentwicklung in den Fruchtständen. Die Wespe besucht die Feige eigentlich nur zur Eiablage für ihre Brut, bestäubt wird quasi nebenbei.

Blüte Die Blüte aller Ficus-Arten ist ein Fruchtstand (Syconium). Die sehr kleinen Blüten sind zu achselständigen Blütenständen vereint. 1-häusig, eingeschlechtlich.

Frucht Der reife Fruchtstand der Feige ist grün und wird im Endreifestadium größer und dunkelviolett. Beim Aufschneiden der Frucht entdeckt man, dass es sich bei der Feige um eine raffinierte botanische Besonderheit handelt: Die unscheinbare Blüten liegen im Inneren der Feige versteckt (die Feige ist also nichts anderes als ein eingestülpter Blütenboden).

Fruchtgeschmack Das Fruchtfleisch ist süß, fleischig und saftig sowie je nach Sorte weiß, goldgelb, rötlich ober violett gefärbt. Frische Feigen erzeugen beim Verzehr ein nussiges Mundgefühl.

Verträglichkeit Sie haben eine leicht abführende Wirkung. Sie enthält aber auch Pektine, die für Magen- und Darm heilsam sind sowie Flavonoide, Kalzium, Magnesium und Eisen aber auch essentielle Mikronährstoffe wie Zink und Selen sind besonders reichlich enthalten, so dass Feigen als ein sehr wertvolles und gesundes Nahrungsmittel zu bezeichnen sind.

Bedeutung als Lebensmittel Feigen sind reich an Vitamin B1 und Mineralstoffen (wie Calcium, Phospor, Eisen) und enthalten etwa 15% Zucker. Sie lassen sich durch Trocknung konservieren, wobei der Zuckeranteil auf 60% ansteigt. Sie haben in der Ernährungskette sehr wichtige Stoffe, welche sonst in keinen Früchten enthalten sind. Frische Feigen haben wenig Kalorien.

Verwendung als Lebensmittel Geröstete Feigen werden zu "Karlsbader Feigen Kaffee" verarbeitet. Aus gegorenen Feigen wird in Kleinasien Alkohol destilliert, Feigenwein ist ein orientalisches Getränk.

Substrat Bodenbeschaffenheit Gut durchlässige, nahrhafte und kalkhaltige Böden.

Standort Er sollte in geschützter Lage, in voller Sonne stehen. Möglichst windgeschützt. Ein Standort an der Südfassade einer Hauswand ist besonders günstig.

Wasserbedarf Der Feigenbaum ist sehr robust und anpassungsfähig und verträgt Trockenheit im Sommer.

Nährstoffbedarf Sehr bodentolerant, bevorzugt nahrhafte, mäßig feuchte, schwach saure bis alkalische Böden.

Wurzeln Die Wurzeln sind kräftig mit einem flachen und weit ausgedehnten Wurzelwachstum, welches sich leicht um das dreifache der Krone ausdehen kann.

Rinde Zweige Borke ist grau, Zweige dick, glatt und behaart.

Temperaturminimum Eine Schädigung tritt je nach Sorte, Standort und Alter bei Wintertemperaturen unter minus 10 bis 15 Grad ein. Freilandanbau sollte nur in milden Regionen (Weinbauklima) wie dem Oberrhein mit mehr als 1700 Sonnenscheinstunden stattfinden.

UDSA Klimazone Wussten sie das die Feige bis zur Winterhärtezohne WHZ 7a das entspricht bis minus 17,7 Grad Celsius ausgepflanzt werden können.

Waschstum Wildformen der Feigenbäume können 50 bis 90 Jahre alt und bis zu 10 Meter hoch werden.

Krankheiten und Schädlinge Mit Ausnahme von Spinnmilben haben tierische Schädlinge keine große Bedeutung.

Hyperlink in`s Internet http://palmen-exoten.de/articles_info.php?tPath=17_24&articles_id=20&osCsid=7b108e9c56f97c0111434165566fd59b

longimanus
10.01.2010, 10:55
Bemerkung dazu: die Türkei ist quantitativ, aber bestimmt nicht qualitativ führend. Ein Großteil geht in den Export. Dh: Sorten werden nach Ertrag, Aussehen, Größe, Transport- und Lagerfähigkeit ausgesucht, nicht nach geschmacklicher Qualität.

Zahlreiche Sorten haben mehrfach (bis zu 6-fach) gelappte Blätter, nicht nur dreifach.

Gruß

FEIGling
10.01.2010, 19:37
Hallo !

Exportiert wird was sich lange hält, der Geschmack ist dabei zwetrangig.
Übrigens finde ich sämtliche türkischen Feigen nicht besonders.
Mir schmecken die italienischen am besten, aber die bekommt man nur vor Ort ...

Ciao !

FEIGENBAUM
01.02.2010, 21:38
Ich haben gelesen, dass vorgezogene (in der Wohnung) Feigen, dann wenn sie ins Freie kommen, alle! Blötter abwerfen und dann erst neue bilden, was den Fruchttrieb eindämmt?!
Stimmt das...kann das jemand bestätigen?

FEIGling
02.02.2010, 15:59
... wennst sie früh raustust und ein Nachtfrost sie erwischt sicher !
Sonst auch wenn Du sie in die pralle Sonne stellst und die Blätter verbrennen ...

FEIGENBAUM
14.03.2010, 21:04
So die leicht getriebenen (Knospen offen) sind alle draussen!
Die voll ausgetriebene kommt ab Mittwoch raus!

FEIGling
15.03.2010, 17:41
ok ,aber nicht in die pralle sonne ...
entweder tust sie nur raus wenn es bedeckt ist/regnet oder du stellst sie ein paar wochen in den schatten ...

paulche
15.03.2010, 21:20
Gestern war eine Pflanzenmesse in Gießen, die ich auch besucht habe. Dort war der Gärtner Herr Rauch. Da ich seine Schwarze Rauchfeige ja schon über Versand bekommen habe, habe ich noch eine weisse Honigfeige und eine grüne No Name Feige bei ihm erworben. Da hat er mir grade noch eine weitere dazu geschenkt. Ich möchte ja nochmal ein paar frostharte Feigen von Herrn Kruchem (Hortensis) erwerben. Da kann ich aber jetzt ganz schön suchen, wo ich genügend geeignete Plätze für so viele Feigen finde. Vor dieser Kaufaktion warteten im Haus ja schon viele Feigen, Citrus, Yucca.... auf das Auspflanzen.
Bei einem anderen Aussteller habe ich 2 Wildaprikosen Sämlinge erworben, eine japanische Prunus-Ume/Mume und eine Prunus Armenica, sowie einen Gemüsebaum.

FEIGling
16.03.2010, 18:34
Gratuliere zu Deinen Erwerbungen !

Die Feigen kannst erst einmal im Topf halten.
Die fruchten auch da gut !

Prunus Armenica ???
Meinst Du DAS :http://de.wikipedia.org/wiki/Prunus_armeniaca ???

Ciao !

FEIGENBAUM
17.03.2010, 00:14
Hm ..kleiner Schaden? Blattspitzen die durch die Knospen schauten sind wohl erfroren? Was hat das für Folgen??

FEIGling
17.03.2010, 15:26
gar nix .. die Blätter sind ein wenig kleiner, das wirkt sich nicht aus ...

FEIGENBAUM
22.03.2010, 22:10
Soooooo........... 2 kleine Feigen (Früchte) sind bisher abgefallen, schiebs mal auf den enormen Regen gestern! Alle anderen treiben sachte aus!

el Buffo
10.06.2010, 14:39
Hallo,
ist zwar noch lange hin bis zum Winter, habe aber so eine Idee.
Ich muß zwei recht große Brown Turkey (45 und 95 Liter Kübel) in der unbeizten Garage überwintern (letztes Jahr mehrere Tage um -10 Grad).
Außerdem gilt es eine ausgepflanzte NoName zu schützen.

Hatte die Idee den Stamm und die Äste inkl. Triebspitzen mit Rohrisolation zu schützen. Also diese Schaumstoff-Rohre welche innen hohl sind. Hat damit eventuell schon jemand Erfahrung?

Oben rum dann Schutzvlies und um den Wurzelballen Luftpolsterfolie.

Mir geht es vor allem um die Rohrisolation. Diese könnte doch ganz sinnvoll sein - was meint Ihr?

Gruß!
el Buffo

Conni L.
10.06.2010, 23:08
...mach es aber mit der Luftpolsterfolie nicht wie ich es gemacht habe, dass du die unter den Topf herumschlägst. Dadurch hatte sich genug Wasser gestaut, so dass die Feigen über den Winter mehr ersoffen als erfroren waren. Dabei hatte ich nur 2x den Winter an frostfreien Tagen gegossen. Durch die Luftpolstfolie konnte das Wasser nicht richtig abfliessen.

FEIGling
11.06.2010, 20:12
Hallo Buffo !

Passive Dämmung bringt bei Dauerfrost GAR NIX !!!

Nach ein paar Stunden kommt der Frost nämlich auch durch die beste Dämmung durch.
Bei der Garage ist es ganz einfach : Heizlüfter reinstellen und gewünschte Themperatur einstellen.
Übrigens : Bei - 10 ° C lacht die Brown Turkey bloß und selbst für deine Noname sollte das kein Problem sein.

Ciao !

el Buffo
12.06.2010, 01:17
Naja, beheizen möchte ich die Garage eigentlich nicht.
Was wenn der Wurzelballen durchfriert? Macht das nix?

longimanus
12.06.2010, 12:31
Das oben gepostete stimmt so natürlich nicht.

Erstens gibt es Feigensorten, die bereits bei Temperaturen von weniger als -10° Frostschäden haben können. Ein gutes Beispiel ist Grise de St. Jean, aber da gibt es noch andere Beispiele. Bei starkem Wind und Temperaturen um -10° kann auch eine BT kleine Schäden abbekommen. Beispiele dafür gibt es.
Zweitens: "passive" Dämmung bringt schon deswegen etwas, weil die Strahlung reduziert wird und obendrein ein Schutz gegen den Wind besteht.

Es gibt da ein Beispiel, wo in einer längeren Kälteperiode Triebspitzen mit alten Socken geschützt wurden. Der Baum hatte im Gegensatz zu den danebenstehenden Bäumen keine Schäden. Ähnliche Experimente bestätigen die schützende Wirkung.

Grüße

el Buffo
12.06.2010, 14:57
Ja, ok. Denke die Garage ist schonmal gut.
Das mit der Isolierung werde ich testen.

Noch was wichtiges: Bringt es die Pflanze um, wenn der Wurzelballen durchfriert?
Gruß!
el Buffo

FEIGling
12.06.2010, 17:04
Hola el Buffo !

Nein, das ist so ein Ammenmärchen.
Da müßten doch alle Jungpflanzen tot sein, denn die Erde ist in so strengen Wintern, wie der letzte, metertief gefroren.

Du brauchst die Garage nicht wirklich zu beheizen, sondern stellst den Heizlüfter nur als Frostwächter auf.
ZB stellst - 5 ° C ein, die Themperatur wird dann gehalten. Das heißt es heizt nur damit es nicht noch kälter wird.
Das Verbraucht nicht viel Strom.

Auf diese Weise kannst auch sicher Citrus und andere Pflanzen überwintern ( zB einige Palmen).

Ciao !

Mario/Pfalz
12.06.2010, 17:35
Hallo um die Temperatur zu regeln braucht man einen regelbaren Thermostat(UT-100). Daran einen Heizlüfter mit 2000w der etwa 15€kostet und du kannst die Temperatur halten die du willst. Selbst wenn du den Regler auf 0°C stellst braut es nicht wirklich viel Strom und du kannst noch ander Pflanzen, wie Feigling schon schrieb, überwintern. So mache ich es im Gartenhaus!

Ein Frostwächter heizt meist schon ab +5-8°C. Das ist zu warm und auch unnötig.


VG
Mario

Hermann.
12.06.2010, 18:10
Noch was wichtiges: Bringt es die Pflanze um, wenn der Wurzelballen durchfriert?

Ja, der Wurzelballen sollte auf keinen Fall vollständig gefroren sein. Du kannst den Topf aber doch recht einfach gegen Kälte isolieren.

Toddy
12.06.2010, 19:52
Hi

der tipp mit dem UT-100, würde ich nur bedingt befolgen.
der funktioniert sicher, aber den örtlichen gegebenheiten, wenn der oft auf
last läuft brennt der weg.
Die angaben sollten erhblich nach unten beachtet werden.
wenn das teil bei 2 KW 10 x am tag ansspringt über 10 min ist das
machbar aber sollte ständig unterkontrolle bleiben.
Besorge dir ein 1 KW heizer mit eingebautem Thermostat.


gruß jens

el Buffo
12.06.2010, 22:59
Cool, das sind ja doch deutlich mehr Erkenntnisse als ich erwartet hatte :-)
Es war also gut den Überwinterungs-Thread rechtzeitig auszugraben.
Werde mir die Sache mit dem Heizlüfter mal überlegen.

Grundsätzlich steht nun passiver Tierschutz (LuPo-Folie, Vlies, etc.) gegen aktiven Schutz.
Ich fürchte mich vor dem Winter :-)

longimanus
13.06.2010, 01:07
Ja, ok. Denke die Garage ist schonmal gut.
Das mit der Isolierung werde ich testen.

Noch was wichtiges: Bringt es die Pflanze um, wenn der Wurzelballen durchfriert?
Gruß!
el Buffo

Es kann die Pflanze umbringen, wenn der Ballen durchfriert - bei Feigen ist dies aber selten der Fall. Wenn das Substat allerdings sehr kompakt und nass ist, kann es zur "Asphyxie" mit anschließendem Faulen der Wurzeln kommen.

Grüße

el Buffo
13.06.2010, 17:17
Habe gute Blumenerde mit viel Perlite verwendet und werde versuchen Sie mit vernünftiger Feuchtigkeit in den Winter zu schicken. So wie bei den drinnen überwintern auch.

Aber wirklich super Ratschläge! Danke! :-)

Conni L.
13.06.2010, 17:33
Hallo Mario, was für ein Heizlüfter ist das und bekommt man den im Baumarkt ? Geht das auch in der Garage, wenn diese nicht dicht, also unter dem Tor ein Spalt offen ist ?

FEIGling
13.06.2010, 18:10
Hallo !

Ich habe nicht gesagt einen Frostwächter zu verwenden , sondern einen Heizlüfter mit eingebautem Thermostat WIE einen Frostwächter zu verwenden ... und zwar mit einer gewünschten individuell eingestellten Mindestthemperatur.

Sicher geht das auch in einer Garage mit einem Spalt unten im Tor, aber wesentlich efektiver und billiger ist es diesen Spalt mit einem dünnen Brett oder einer Zementleiste zu verschließen und damit abzudichten.

Ciao !

el Buffo
13.06.2010, 18:26
Was mir noch einfällt:
Kann man denn bei einem Heizlüfter überhaupt so niedrige Temperaturen einstellen?
Für Normalbürger dürfte das ja fast nie nötig sein :-)

longimanus
13.06.2010, 18:56
Hallo El Buffo,

warum möchtest du denn Überhaupt einen Heizlüfter für die Feigen? Ich bin der Ansicht, dass ein solcher Aufwand für eine Feige gar nicht notwendig ist. Gut mulchen, eventuell mit Vlies umwickeln wenn es sehr kalt ist und es sollte - Ausnahmewinter ausgenommen - keine zu großen Schäden geben.

Grüße

Mario/Pfalz
13.06.2010, 20:49
Hallo, es geht ja drum Feigen in der Garage übern Winter zu kriegen ohne dass die erste ernte ausfällt.
Und da bietet sich ein Heizlüfter eben an. Nur sind die meisten nur soweit zu regeln, dass sie schon ab ca. +8°C anspringen. Das kostet unnötig Geld!
Deswegen der Vorschlag mit dem vorgeschalteten UT-100. Dieser lässt sich ab sehr tiefen werten, ich glaube -30°C zuschalten, sodass man die Temp sehr gut auf 0°C halten kann. Dann friert kein Topf durch und in der garage braucht man auch nicht Unmengen an Strom.
Heizlüfte gibt es im Herbst . Ich habs sie bei Toom gekauft, gibts aber in jedem markt. Manchmal auch bei Aldi.
Wasser ist hoffentlich in der Garage kein Thema. Übrigens sind da auch versch. Heizstufen einzuschalten (500, 1000 und 2000W). 1000W reichen aber aus. Damit überlastest du keinen UT-100!!

VG
Mario

el Buffo
14.06.2010, 00:18
@longimanus
Ich möchte das eigentlich ohne Heizlüfter machen.
Ich traue den Dingern nicht, wegen Brandgefahr.
Grundsätzlich freue ich mich trotzdem über die verschiedenen Möglichkeiten.
Glaube schon, dass es die BT mit Vlies und Isolierung schafft.

Was mir nicht klar war: was wenn die Wurzeln durch frieren und wie am besten die Äste/Spitzen schützen. Werde mein Glück mal mit der Rohrisolation versuchen.

Gruß! el Buffo

huehnermaus
14.06.2010, 01:45
Also, wenn ich einmal meine Meinung dazu sagen dürfte...
Natürlich wird eine in der "Garage mit Heizlüfter vor Durchfrieren geschützte Feige" zumindest dahingehend überleben, dass sie nicht den Kältetod erleidet. Keine Frage.

Ich frage mich jedoch, wofür? Dafür, dass ich ein "Büschlein" habe, das mir aufgrund seiner begrenzten Entwicklungsmöglichkeiten auch nur eine begrenzte Ernte bringen kann, und zwar sowohl in Größe als auch Anzahl der Früchte?

Ich habe jahrelang zwei Feigen in Kübeln gehalten. Aber ein befriedigendes Ernteergebnis hatte ich erst, nachdem sie ausgepflanzt waren. Es gibt heute Sorten, die sind zuverlässig winterhart, außer vielleicht bei einem Ausnahmewinter, wie er alle paar Jahrzehnte einmal vorkommt. Selbst, wenn man da einmal wieder bei Null und Neupflanzung beginnen müßte, steht das in keinem Verhältnis zur Summe der Ausbeute bei einem ausgepflanzte Busch/Baum.

Gebe ich jetzt einfach einmal zu bedenken...

Mario/Pfalz
14.06.2010, 06:23
Hallo Hühnermaus, deinem Agrument kann ich nichts hinzufügen. Es wurde aber nicht nach dem Sinn der Aktion gefragt.
Das ganze wird tatsächlich erst interessant wenn man viele Pflanzen, auch Palmen und co gleich mit in die Garage gibt. Wegen einer Feige rechnet sich das nicht zu heizen.In der Garage wird man eh kaum heizen müssen.

VG
Mario

el Buffo
14.06.2010, 09:10
Ich möchte die Feigen auch nicht für immer im Kübel lassen. Aber eben erst mit stattlicher Größe und großem Wurzelballen auspflanzen.
Gruß
el Buffo

longimanus
14.06.2010, 11:15
Hallo Hühnermaus,

dem ist zuzustimmen.
Allerdings würde ich nicht soweit gehen zu behaupten, dass Feigen zuverlässig winterhart sind, da zumindest kleinere Schäden (abgefrorene Triebspitzen, kaputte Blütenfeigen etc.) immer wieder auftreten. Temperaturen jenseits der -15°C kommen zumindest alle paar Jahre vor und können, je nach Umständen, schon kleine Schäden anrichten. Damit muss man aber in Mitteleuropa leben. Natürlich hängt das davon ab, wie ich Winterhärte definiere. Ich Feigen als eingeschränt winterhart bezeichnen (wobei von den härteren Sorten die Rede ist).

Grüße

huehnermaus
14.06.2010, 13:09
Longimanus,
Exoten sind für mich "winterhart", wenn sie in unseren Breiten so überleben, dass sie, vielleicht auch mit kleineren oder größeren Schäden, dennoch ihrem Zweck nachkommen können, Früchte zu produzieren. Auch in der Natur ist nicht jedes Jahr gleich erfolgreich. Wenn ich mir da z.B. unsere Obstbäume anschaue, dann gibt es da auch Jahre, in denen man nicht weiß WOHIN, bzw. WOHER mit den Früchten. Und ich denke schon, dass wir unsere einheimischen Obstbäume legitim als winterhart bezeichnen dürfen...

PS: ALLE Feigensorten sind sowieso nicht "winterhart". Also ich meinte schon selektiert die dafür in Frage kommenden Kandidaten.:)

FEIGling
14.06.2010, 14:30
Hallo !

Tja, meiner Meinung braucht man winterharte Feigen nicht indoor überwintern, die Brown Turkey schon gar nicht, aber wenn Jemand das will helfe ich trotzdem gerne.

Bei manchen Feigensorten ist es tatsächlich so daß sie erst ein paar jahre alt sein müssen um winterhart zu sein.
ZB die Bayernfeige.

Ansonsten schadet es nix Feigen erst in einem geräumigen Kübel zu ziehen ( ist ja auch ganz hübsch) und dann erst bei einer gewissen Größe auszupflanzen.

Ciao !

el Buffo
14.06.2010, 14:51
Hallo Feigling,

ja, das ist mein Plan. Schön große Pflanzen mit großer Wurzel. So ein 95 Liter Kübel ist ja schon recht groß. So kann ich auch schonmal die Früchte geschmacklich antesten und ggf. Stecklinge für's Backup schneiden, bevor ausgepflanzt wird.
Ein paar bleiben natürlich immer im Kübel - gibt zusammen mit den Zitrus eine gute Deko.

Gruß!
el Buffo

longimanus
14.06.2010, 15:49
@ el Buffo: übergroße Töpfe zu verwenden ist bei Feigen allerdings kontraproduktiv. Feigen neigen dazu, den gesamten verfügbaren Platz sehr schnell voll zu belegen. Das ist nicht nur dann ein Problem, wenn ich die Feige nur im Topf halten will (da man viel zu schnell von einer Topfgröße zur anderen kommt und schnell einmal am oberen Ende der Fahenstange angelangt ist. Irgendwann müsst der Wurzelstock radikal und demzufolge auch der Baum selbst deutlich reduziert werden). Natürlich geht ein zu großer Topf in der ersten Zeit auch auf Kosten der Ernte, da vorerst das Wurzelsystem auf Kosten der oberirdischen Teile wächst.

@ allgemein: es entsteht hier langsam der Eindruck, als ob BT eine Sorte ausser Konkurrenz hinsichtlich der Frosthärte wäre. Das bedarf einer Klarstellung. Wenn es belegt ist, dass BT zweifellos zu den härtesten Feigensorten gehört, so muss betont werden dass es keine Hinweise auf eine größere Frosthärte als bei anderen harten Sorten wie Pastiliere, RdB oder Dalmatie gibt. Die angeblich garantierten -19°C (kein Zehntelgrad mehr oder weniger!!!) sind freilich ein Ammenmärchen und in keiner seriösen Quelle zu finden. Bei mir in der Nähe fror eine BT bei kaum -17°C weit zurück. Generell kann gesagt werden, dass die gängigen als hart bekannten Sorten bzgl. Frosthärte ungefähr gleichwertig sind, wenn man von standort- und bodenbezogenen Unterschieden absieht. Die Frosthärte kann jedoch je nach Art der Frosteinwirkung und Umständen unterschiedlich sein.
Auch der Behauptung dass BT, anders als andere Sorten, bereits als ganz junge Pflanze mehr Frost aushält, muss widersprochen werden (irgend jemand berichtete sogar, dass seine jüngst ausgpflanzte BT besonders viele Schäden hatte).
Die Bayernfeige ist übrigens auch als größere Pflanze nicht als besonders frosttolerant einzustufen. Laut einigen Berichten friert sie in jedem strengeren Winter weit zurück.

Grüße

el Buffo
14.06.2010, 17:25
@longimanus: Ja, der Kübel ist etwas groß ausgefallen ;-)
Immerhin kann ich die Pflanze dann mit ordentlich Wurzel eingraben. Allerdings graut mir jetzt schon vor dem Tag, an dem ich dieses Loch ausheben muß ;-)

Das mit der "Frosthärte" ist mir soweit klar, habe ja auch noch diverse andere Sorten, außer der BT. Diese hatte ich aber als erstes und von daher hat diese jetzt schon eine ordentliche Größe erreicht.


Gruß!
el Buffo

Mario/Pfalz
14.06.2010, 21:03
Hallo, ganz kurz zur BT : letztes Jahr gepflanzt(Stämmchen,100cm). Den Winter bis zum März optisch gut überstanden und im März bis zum Stamm zurückgefroren. Keine Blütenfeigen, logisch. Treibt unten aus und im oberen Bereich zaghaft. Tmin: -17°C. Standort : Südwand vom Haus!!

Bin sehr enttäuscht, genau wie von der Pfälzer Fruchtfge.

Nur so am Rande!

VG
Mario

longimanus
14.06.2010, 21:13
Mario,

Bilanz ziehen kannst du nicht nach einem Jahr. Bedenke, dass die Einwurzelung auf Kosten des kompletten Ausreifens / der Verholzung der Trebe geht.
Auch Pastiliere oder eine andere hätte wohl Probleme bekommen. Vergessen wir nicht, dass es sich auch bei BT um eine Feige handelt ;)

Gruß

indycol
14.06.2010, 21:40
Hallo,
um ganz ehrlich zu sein, hab ich mittlerweile eingesehen, daß Outdoorfeigen bei mir nicht funktionieren.....
ich hatte einen schönen Feigenbusch im Kübel, der jedes Jahr ein gutes dutzend Feigen von allerbestem Geschmack brachte; 2008 hab ich ihn ausgepflanzt, seitdem nix mehr, jedes Jahr ein Überlebenskampf ( momentan ist der längste Neutrieb aus dem Bodenholz ca 10cm).
Ergo werde ich am WE zurücktopfen, in der Hoffnung, daß der gute das übersteht, und wenn er mir in 2012 eine Handvoll Feigen schenkt, sind wir beide happy, aber so ist es für beide eine Qual......

Grüß Euch
Indy

mar-der09
15.06.2010, 10:16
Hallo Indy,
ich habe meine ausgebauten Feigen bodennah heruntergebunden und mit Stroh bedeckt darauf eine Folie vor Nässe und bin damit sehr zufrieden mit der Überwinterung.
Georg

el Buffo
15.06.2010, 13:44
Das mit dem Herunterbinden habe ich mir mit der ausgepflanzten auch schon überlegt. Das sollte möglich sein, da diese recht "bodennah" wächst.

FEIGling
15.06.2010, 14:37
Hallo !

Genau genommen hat ja jeder Garten sein eigenes Mikroklima, aber trotzdem weiß ich aus eigener Erfahrung und von Freunden daß Brown Turkey sehr gut mit Kälte umgehen kann. Sogar in Skandinavien.
Jeder der aber trotzdem Probleme mit der Kälte hat, sollte sie als Spalier an der Südwand seines Hauses pflanzen und im Winter mit Folie oder Vlies abdecken.
So kann die Feige von der Abwärme des Hauses profitieren und die Heizkosten werden auch weniger ...

Ciao !

el Buffo
15.06.2010, 14:59
Auch der viel zitierte Baud schreibt in seinem Buch von sehr guter (vielleicht sogar bester) Frosthärte. Ich kann leider nicht wirklich französisch, aber die bei BT verwendete Ausdrucksform scheint mir schon etwas über die der anderen Feigen hinauszugehen.

longimanus
15.06.2010, 15:28
Hallo,

ich habe beide Monographien von Baud, kann aber keine gegenüber den anderen sehr harten Sorten herausragende Frosthärte herauslesen (ich kann ganz gut Französisch). Ich werde später, wenn ich zu Hause bin, noch mal nachsehen. Da ich auch schon mit ihm gesprochen und öfter gemailt habe weiss ich, dass Baud diese zu den frosthärtesten zählt, ohne sie aber zur absolut frosthärtesten hochzustilisieren.
Baud kann sich auf die weitreichenden eigenen Erfahrungen über mehrere Jahrzehnte sowie auf ein weltweites Netzwerk von Feigenzüchtern, Feigengärtnern und Feigenliebhabern sowie auf wissenschaftliche Arbeiten und Untersuchungen stützen.

In Skandinavien hat sich bislang (milde dänische Inseln mal ausgeklammert) bislang RdB am besten durchgesetzt, auch Pastiliere hielt sich gut. Auch bei mir und in meinem Umkreis hat BT bisher noch keine größere Frosthärte zeigen können als die beiden anderen oder Dalmatie. Bei all diesen Sorten dürften -15° (sofern nicht dauerhaft) ohne Probleme weggesteckt werden (ausser bei extremen Bedingungen wie Wind), danach ist sehr viel von der Lage, Dauer, Art des Frostes, Feuchtigkeitsverhältnissen und Bodenverhältnissen abhängig.

Für eine überlegene Frosthärte von BT gibt es weder Beweis noch Hinweis. Wenn dem so ist, warte ich auf die konkreten Beispiele mit Beschreibung, Ort und Datum, gemessene Temperaturen, Groß- und Kleinklima wie Lage. Alles andere ist nur "Larifari".
Ich würde sogar RdB und Pastiliere wegen der früheren Reife und besseren Fruchtqualität (zumindest ist das nicht nur meine, sondern die Überzeugung der Mehrheit der Feigenliebhaber) bevorzugen, (trotz nur einer Ernte.

Grüße

el Buffo
15.06.2010, 15:51
@longimanus: Klar, dass andere bzgl. der früheren Reife, Geschmack usw. geeigneter sind. Ich kann selbst habe auch KEINE Erfahrung in dieser Sache. In "Figuier - pas a pas" schreibt er was von "extremement resistante au froid". Allerdings habe ich mit dem Google-Übersetzer gearbeitet ;->
Ich will auch auf keinen Fall an Deinen pers. Erfahrungen zweifeln. Wollte nur anmerken, dass mir so war, als hätte das Baud auch so geschrieben.

Ich glaube auch, dass sich die gängigen Sorten BT, RdB etc... nicht viel schenken werden - in Sachen Frosthärte. Vielleicht sind die Unterschiede dann auch tatsächlich wieder von Bodenbeschaffenheit, Standort usw.. abhängig.
Werde so viel wie möglich testen.

Gruß!
el Buffo

Conni L.
15.06.2010, 18:04
Ich werde mir Platz schaffen und einiges an Gehölzen herauswerfen um dort an der freigewordenen Stelle eine Ronde de Bordeaux zu setzen. Bisher war ich zurückgeschreckt wegen der Endgrösse, aber wegen der Winterhärte und Zuverlässigkeit bei der Fruchtreife muss man halt mal Kompromisse eingehen. Da ich Feigen über alles liebe ist es mir das auch Wert.
Meine im Frühjahr 2009 ausgepflanzte Pastilliere treibt relativ buschig aus dem untersten zurückgefrorenen Stammabschnitt aus.
Ich bin mir noch nicht sicher ob ich die Ronde de Bordeaux gleich auspflanzen soll oder lieber im Kübel frostfrei überwintern sollte.

Gruss

longimanus
15.06.2010, 19:41
Bei Baud, Figues (2004), S. 127-151: wird die Frosthärte von BT in keiner Weise über die der anderen uns bekannten Sorten (Pastiliere, RdB, Madeleine, Brunswick, Longue d'aout, Dalmatie..) gestellt. Bei BT wie RdB wird allerdings eine besondere Widerstandsfähigkeit der Feigen bei Unwettern hervorgehoben. RdB wird als "particulièrement adaptée aux zones froides" beschrieben. Es wird also tatsächlich in Summe kaum Unterschiede geben.
Es stimmt, dass in "Le Figuier pas à pas" bei BT mit "extrêmement" von besonderer Frosthärte gesprochen wird, dies wird aber im anderen Buch sowie in den verschiedenen Kapiteln wieder relativert (gegenüber anderen Sorten). Generell kann man BT zu den härtesten Feigen zählen, es gibt aber ein paar andere die genauso widerstandsfähig sind. Baud sagte mir persönlich, dass es mit den anderen genannten Sorten (in Summe) keine Unterschiede gibt. BT hat aber sicher den Vorteil, nicht leicht zu faulen oder zu zerplatzen und einigermaßen transportfähig zu sein.

Hier ein Scan aus "Figues" mit dem Beitrag zu Madeleine: (als Beispiel)

@ Conni: RdB ist eine ganz tolle Feige und eine Superwahl. Die Feigen sind allerdings sehr klein, das kann den einen oder anderen enttäuschen (mich persönlich stört das nicht). Deswegen wird sie auch kaum gewerbsmäßig angebaut. Der Geschmack entschädigt aber.

Grüße

paulche
09.04.2011, 21:58
Das war ja im Vergleich mit den beiden vorhergehenden Wintern ein sehr milder Winter. Bei mir haben alle Feigen überlebt und treiben jetzt schon aus. Auch Feigen, die ich sehr spät umgesetzt habe und die ausgepflanzten Sämlinge haben überlebt. Es ist auch kaum Holz abgefroren. Jetzt hoffe ich natürlich auf eine reichliche Feigenernte. Das Wetter ist auch so mild, das jetzt schon die Erdbeeren 1,5 Monate "zu früh" blühen.
Im Haus ist eine weitere Generation Feigensämlinge herangewachsen. Die werde ich bald auspflanzen können. Im Haus haben jetzt auch ganz viele Feigensämlinge neu gekeimt. Die Samen hatten scheinbar Winterruhe gehalten.

Conni L.
09.04.2011, 22:47
Bei mir treibt auch die Pastilliere aus,
letztes Jahr war es erst Ende Mai - Anfang Juni. Ich hoffe dass das Wetter sich
nicht so weit vorausgabt, dass es für den Rest des Jahres nur noch nass und kalt
wird. Ist ja schon fast unheimlich.

monikamuc
13.04.2011, 15:25
hallo
also ich hole die pflanzen zum überwintern immer in den keller - bisher haben es mir die pflanzen nicht übel genommen.

Summergirl
19.04.2011, 21:55
Hallo,

wir haben letztes Frühjahr eine Feige (angeblich absolut winterhart, leider weiß ich nicht mehr welche Art genau) gepflanzt die bis in den Herbst hin viele Blätter hatte, über den Winter hatten wir sie mit einem Laubhaufen geschützt, ebenso mit Hanfplanen eingewickelt.
Nun zeigte sich das die Spitzen alle braun sind, ich habe bereits vorsichtig am Stamm mit dem Fingernagel gekratzt und es zeigte sich das darunter noch grün war. Auch am Boden scheint sich ein neuer Trieb zu bilden.
Nun wurde mir im Gartencenter geraten die Spitzen abzuschneiden, hier stellt sich mir die Frage, mehr als nur die braunen Spitzen wegzuschneiden, oder gilt hier eher "so wenig wie möglich"?

Kann ich meiner Feige sonst noch gutes tun um ihr Wachstum zu beschleunigen ?
Danke

Mario/Pfalz
20.04.2011, 06:21
Hallo, ich rate Dir vorerst nichts abzuschneiden ! Erst wenn sie gut ausgetrieben hat kannst du abschließend beurteilen ob Schäden vorhanden sind.

Andererseits regt ein Schnitt die Verzweigung an. Kommt auf dein Ziel und Geschmack an.

VG
Mario

Ruth
20.04.2011, 10:04
Unsere Feige hat sich auch überlegt, dieses Jahr zu tragen.
Nachdem im letzten Jahr fast alle Früchte unreif dem frühen Winter anheim gefallen sind, wollte ich das Ding durch eine früher tragende Sorte ersetzen.
Daher habe ich sie im Herbst nicht geschnitten und auch keinen Winterschutz angebracht.
Aber das war wohl genau die richtige Entscheidung, ein paar wenige Spitzen sind abgefroren, der Rest trägt kleine Früchte, die werden dieses Jahr bestimmt zeitig reifen.

Didi
29.11.2012, 11:29
Hallo Indy,
ich habe meine ausgebauten Feigen bodennah heruntergebunden und mit Stroh bedeckt darauf eine Folie vor Nässe und bin damit sehr zufrieden mit der Überwinterung.
Georg

Hallo,
was meint Ihr: Muß das abdecken mit einer Folie wegen der Feuchtigkeit sein?
Ich habe jetzt die diesjährigen Triebe runtergebogen und bodennah mit Zelthaken befestigt und dann mit Reisig abgedeckt.
Während der kältesten Zeit könnte man ja noch eine Schutzschicht aus Schnee draufschaufeln.
Aber ob die Äste angesichts der Feuchtigkeit anfangen zu faulen oder einen Pilz kriegen??????????????
Wenn ich die Baumscheibe eines Obstgehölzes mit ein paar cm mit Rindenmulch abdecke (und der wird ja auch feucht) passiert ja eigentlich auch nichts außer evtl. Wühlmausverbiss?!

Mario/Pfalz
29.11.2012, 18:33
Etwas Feuchitgkeitsschutz ist schon gut!!
Gerade die Knospen sind empfindlich.
Warte doch ob es überhaupt nötig wird und schütze dann nur kurz. Wenn dann das schlimmste vorbei ist, befreie die Äste damit sie wieder trocknen können.
Macht Arbeit aber lohnt.
VG
Mario

Didi
30.11.2012, 12:05
Hallo Mario,
vielen Dank!
Meinst Du, daß es unter dem Deckreis (auch ohne Schnee) auf Dauer (also bis Anfang April) zu nass/feucht ist?

Wenn längere frostfreie/frostarme Phasen angesagt ist, könnte ich ja das Reisig wegnehmen, ist ja nicht viel Arbeit.
Ab wieviel Grad minus brauchen denn die Feigen bzw. die Fruchtknospen eine Abdeckung, damit nichts erfriert?

Soll man sich wolkenverhangene Tage zum Aufdecken raussuchen oder schadet es den Trieben nichts, wenn tagsüber die Sonne draufscheint, also wenn die plötzlich von ganz dunkel die volle Sonne abkriegen?

Mario/Pfalz
30.11.2012, 21:07
Hallo, so ab -12°C können schon leichte Schäden auftreten. Besonders bei jungen Pflanzen!
Jetzt ist es noch nicht nötig. Vielleicht auch gar nicht.
So ab März kann man dann wohl ganz verzichten. Sonne schadet nicht.
VG
Mario

oile
01.12.2012, 06:41
Meine Feige lebt noch, auch nach dem vergangenen Winter, in dem hier kurzzeitig um -17 Grad herrschten. Allerdings ist sie weit heruntergefroren. Ich habe sie seit 5 Jahren, auf dem Staudenmarkt in Berlin als absulut frosthart gekauft. Einmal konnte ich eine winzige Feige ernten. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Auspflanzen hier höchstens dem Händler nutzt.
Kleine Anmerkung am Rande: dieses Händler brachte es vergangenes Jahr fertig, Frühlingsplatterbsen als "sibirische Wicken" zu verkaufen. Sie fanden reißenden Absatz!

Didi
03.12.2012, 18:13
Hallo, so ab -12°C können schon leichte Schäden auftreten. Besonders bei jungen Pflanzen!
Jetzt ist es noch nicht nötig. Vielleicht auch gar nicht.
So ab März kann man dann wohl ganz verzichten. Sonne schadet nicht.
VG
Mario
Hallo Mario,
wenn dann die Fruchtansätze im Frühjahr schwellen bzw. die Blattknospen langsam aufgehen, muß man dann bei angekündigtem Frost gleich immer wieder einpacken?
Wie machen die das denn bei Euch in der Pfalz, wo doch viele Feigen ohne Winterschutz sind und trotzdem viele Früchte tragen? Gibt es da dann keine Nachtfröste mehr oder machen geringe nichts aus?
Ich habe langsam das Gefühl, daß in Sachen Winterschutz (Einpacken mit Vlies etc.) weniger mehr ist.
D.h. aufdecken bevor im Warmen (z.B. unter Vlies) zu früh der Saftstrom beginnt und wenn es dann nochmal richtig eisig wird erfrieren die Triebe oder zumindest die Knospen.
Oder sehe ich das falsch?

Mario/Pfalz
04.12.2012, 06:05
Hallo, ich schütze meine Feigen nur wenns absolut nötig ist(ab -12 und klarm Himmel).
Bei milderen Werten ist der Schutz weg, sonst werden sie enthärtet. Da ist in der Tat weniger "mehr".
So langsam werden meine Feigen sowieso zu groß zum Schützen.
Zum Thema Spätfrost: Der schadet schon ab -2°C wenn die Feige schon treibt. An der Weinstraße gibt es das Problem nicht. Ab etwa Mitte März ist man dort fast sicher vor Frost. Zumindest ist Frost dann nicht mehr die Regel, was ein riesiger Vorteil ist.

Didi, ich wohne zwar in der Pfalz, aber nicht im Osten sondern ganz im Westen, schon fast im Saarland. Wir haben etwas tiefere T-Min als an der Weinstraße.

VG
Mario

Didi
05.12.2012, 14:21
Hallo Mario,
ich schätze, daß wir dann ähnliche Temperatur-Bedingungen haben.
Vielleicht sollte ich es auch mal ohne Schutz probieren.
Diesen Winter möchte ich jedoch mal die Überwinterungsmethode mit Runterbinden und mit Reisig abdecken probieren. Mit Folie abdecken werde ich nicht, weil die nicht luftdurchlässig ist und es drunter zu warm würde. Aber evtl. bei Extremtemperaturen alte, luftdurchlässige Vorhänge oder so drauflegen.
Und dann decke ich Mitte/Ende März auf und bin mal gespannt, wie´s drunter ausschaut.
Wenn ab dann Fröste um die -2 Grad angesagt sind, kann ich ja immer noch einen luftdurchlässigen Stoff oder Vlies drauflegen.

Didi
07.12.2012, 10:54
Hallo,
würde es nicht funktionieren, wenn ich das Deckreisig auf den runtergebogenen Ästen einfach bis Anfang/Mitte April (je nach Wettervorhersage) drauflasse?
Dann dürfte nämlich das Gröbste rum sein.
Hat Jemand Erfahrung, inwieweit sich runtergebogene Triebe nach dem Aufdecken wieder aufrichten?

Mario/Pfalz
09.12.2012, 13:04
Hallo Didi, die richten sich ganz gut wieder auf! Dauert ein wenig. man kann ja nachhelfen ;-)
Mario

Didi
16.04.2013, 10:01
Hallo zusammen,
wie sind denn Eure Feigen über den Winter gekommen?
Meine sehen dieses Jahr richtig gut aus. Das Runterbiegen und mit Reisig abdecken scheint gut geholfen zu haben.
Aber extreme Tieftemperaturen hatten wir ja diesen Winter auch nicht.

ficuscarica
16.04.2013, 11:15
Hallo Didi,

soweit ich das beurteilen kann, sehen meine Feigen auch ganz gut aus. Auf jeden Fall deutlich besser als nach dem letzten Winter.

Ich habe in diesem Winter überhaupt kein Winterschutz angebracht, weil es nicht mehr als minus 10 Grad waren und ich mir gedacht habe, dass die Feigen das wohl aushalten müssten.

Je nach Sorte sind einige Spitzen abgefroren, aber insgesamt sieht doch alles ganz gut aus. Ich hoffe mal auf eine etwas üppigere Ernte.

Oder aber auf eine Ernte überhaupt, denn von meiner Panachee (steht bei mir seit 3 Jahren) habe ich noch keine Feige ernten können. Sie ist bisher nur gut gewachsen.

Rouge de Bordeaux und Ronde de Bordeaux habe ich seit letztem Jahr. Mal sehen, ob es da schon ne kleine Ernte in diesem Jahr gibt.

Meine Brown Turkey habe ich im letzten Herbst entsorgt, weil sie nach den letzten Wintern öfter mal mitten im Stamm vertrocknete (erfroren ist ?) und dann natürlich die ganze Astpartie dahin war.

Außerdem habe ich noch zwei sog. "Bergfeigen". Die grüne trägt regelmäßig und gut, die blaue bisher in acht Jahren leider noch gar nicht. Wächst enorm und hat schönes Laub, aber eben keine Feigen.

Und dann habe ich noch seit zwei Jahren eine Noire de Caromb, von der ich schon einige Feigen ernten konnten. Die dürfte auch in diesem Jahr wieder Früchte hervorbringen, denn sie hat den Winter auch gut überstanden.

Gruß

ficuscarica