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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blüte bei Zamioculcas



Reiner_
27.09.2004, 20:41
Hallo,
ich war am Wochenende bei Freunden, die haben eine grosse Zamioculcas.

Die wird völlig anders gehalten als Alles was ich bis jetzt kannte und sieht auch völlig anders aus:

Sie steht in einem relativ grossen Tontopf ohne Loch, sehr feucht, hell,
Substrat ist grobes Torfkultursubstrat. Die Pflanze ist relativ hoch getopft und wird regelmäßig kräftig geschnitten. Geschnitten heisst Triebe, die stören und zu lang sind werden unten gekappt.

Resultat: grosses dickes oberirdisch kriechendes Rhizom, extrem kräftige Triebe mit superdicker Basis, bestimmt 8-10 cm Durchmesser! Richtig fette Triebbasis - sieht unglaublich aus! Und Blüten, die sich aus dem Rhizom über den Topfrand nach unten schieben!

Hat jemand auch solche Erfahrungen?

Gruss

Reiner

ginco
01.10.2004, 17:56
Nee, aber ich würde das verdammt gerne mal sehen! Hast du die Möglichkeit, Fotos von der Zami zu machen? Fänd ich wirklich spannend...sowas habe ich bisher weder gehört noch gesehen!

Reiner_
01.10.2004, 20:55
kein problem, geb ich in auftrag :)

~Grünmichel
08.04.2005, 03:21
Hallo Reiner_ , war eben auf der Suche nach Zz-Seiten und bin auf diese gestossen...

Nun, was ist denn mit den Bildern - würde mich auch brennend interessieren!

Gruß, der Grünmichel

Sina
08.04.2005, 16:02
mein Bruder hat keine Ahnung von Pflanzen und seine sieht auch so aus wie beschrieben! Faszinierend, besonders der dicke, flaschenähnliche Stengel!
Wie vermehrt sich diese Pflanze eigentlich??

~Frank II
08.04.2005, 16:19
Eine Besonderheit dieser Pflanze ist die Tatsache, dass man sie nach Herzenlust vermehren kann. Dazu trennt man nur ein Blatt ab, steckt es senkrecht in einen kleinen Topf mit Anzuchterde, die gleichmäßig feucht gehalten wird, und stülpt eine gut lichtdurchläßige Plastikhaube, etwa einen Trinkbecher, darüber. Innerhalb weniger Wochen bewurzelt das Blatt und bringt einen Trieb, der sich bald zu einer ansehnlichen Neupflanze entwickelt

tawi
12.04.2005, 08:29
Ich hab mal einen kleinen Trieb der Pflanze eingetopft, nachdem der mir beim umtopfen der großen Pflanze leider abgebrochen war. Einfach in Erde gesteckt, ab und an Erde befeuchtet und gewartet. Da ich allerdings keine Folie o.ä. drübergemacht hab, hats eine ganze lange Weile gedauert. Aber der Trieb hat nun - nach X Monaten - endlich seine eigene kleine Knolle ;) Mal schauen, ob er auch irgendwann noch anfängt zu wachsen, das ist nämlich bisher noch nicht passiert.

Sandra
05.05.2005, 13:55
Hallo!
Mir geht es irgendwie auch so, dass ich mehr Erfolg mit Zamio habe, wenn ich ihn falsch behandle...hmm...

Als ich das Pflänzli neu hatte, hab ich den Namen irgendwie mit Zamia verwechselt...ja ok, ist schon peinlich, ich weiß!

Jedenfalls hab ich gedacht, meine anderen Palmfarne freuen sich immer über viiiel Wasser, da gieß ich mal den Zamio auch kräftig...
(inzwischen habe ich gelesen, dass es ein Aronstabgewächs ist, das eher aus trockenen Gegenden Afrikas kommt...)

Muss aber sagen, dass Zamio bei mir damals sogar geblüht hat, also kann ihm die viele Feuchtigkeit doch gar nicht sooo sehr mißfallen haben...?

Biggi
06.05.2005, 08:01
Meine Zamia steht eher dunkel und das, was da neulich so komisch raus kam, war doch keine Blüte, sondern ein Blatt http://www.smileyarchiv.net/smiley/boese-traurig0070.gif

Mich würde das mal mit dem Rückschnitt interessieren, wie und wo schneidet man Zamia zurück???? Ich möchte auch bitte Bilder! :D

~Schlangenmilch
08.05.2005, 23:56
Pflegetipps für Zamioculcas zamiifolia:

Diese mittlerweile sehr beliebte Zimmerpflanze ist erst einige Jahre auf dem Markt.
Aus ihren kartoffelähnlichen Knollen wachsen unterschiedlich hohe Stängel hervor, die max. bis etwa 30 Blätter tragen und der Pflanze ein elegantes Aussehen verleihen.
Zudem ist sie sehr pflegeleicht, denn eigentlich verträgt sie jeden Standort, nur je heller sie steht, umso schneller wächst sie. Wenn sie wenig Licht bekommt, werden ihre Blätter dunkelgrün, doch die Pflanze geht nicht ein.

Die ZZ sieht prächtig aus, hat tiefgrüne, natürlich glänzende gefiederte Blätter, die immer gepflegt und wie frisch poliert erscheinen. Vor allem scheint ZZ resistent gegen alle Insekten und auch Krankheiten zu sein.

Pflegetipps:
• ZZ bevorzugt einen hellen Platz, am besten auf einem ostseitigen Fensterbrett. Es wird zwar keine direkte Sonne empfohlen, doch durch die Fensterscheibe wird das Sonnenlicht zum Teil reflektiert und schadet der Pflanze nicht.
• Im Sommer kann man sie auch in den Garten stellen, allerdings in den Schatten eines Baumes, denn direkte ungefilterte Sonne mag die Pflanze absolut nicht. Auch das Klima eines Kleingewächshauses mag ZZ nicht besonders, da die Temperatur zu stark schwankt und bei Sonnenschein einfach zu hoch wird.
• ZZ kann auch in relativ dunklen Räumen gehalten werden, jedoch ist das Wachstum in diesem Fall sehr gering.
• Wichtig ist, dass man die ZZ nicht zu stark gießt - sonst werden ihre Blätter gelb (Knolle fault) - Keine Staunässe. Andererseits nimmt sie es nicht übel, wenn sie einmal einige Zeit trocken steht. Am besten angemessen gießen und bis zur Trocknung der Erde abwarten, bevor wieder gegossen wird.
• ZZ ist kein schneller Wachser und benötigt Dünger nur während des Wachstums. Dünger ab und zu nur in einer Verdünnung von einem Viertel oder Hälfte der empfohlenen Menge verwenden.
• Die Pflanze unbedingt umtopfen, wenn der Topf zu klein wird. Die Knolle wird ziemlich groß.
• Eine Ruheperiode im Winter mit geringerer Wasserzufuhr sollte eingehalten werden.
• Kalkfreies Wasser (am besten Regenwasser) verwenden.
• Im Winter nicht in der Nähe eines Heizkörpers stehen lassen.
• Kann auch im Seramis-Substrat herangezogen werden.
• Auf Standortwechsel oder starkes Drehen reagiert die Pflanze oft empfindlich und stellt vorübergehend das Wachstum ein.

Vermehrung: Im Frühjahr (bis etwa Juli) einzelne Fiederblätter abtrennen und senkrecht in einen Topf mit Anzuchterde oder Seramis stecken, feucht halten, Plastik- oder Glashaube überstülpen. Nach mehreren Wochen bis einigen Monaten bewurzelt das Blatt bzw. bildet eine neue Knolle, und es wächst eine hellgrüne Blattspirale, die sich zu einem palmwedelartigen Blattstand entwickelt. Das ursprüngliche Blatt wird nun gelb und verwelkt.
Von Mal zu Mal werden die neu gebildeten Wedel länger und setzen immer mehr seitliche Blätter an. Dabei werden ihre Wedel bei idealen Wachstumsbedingungen ungefähr bis zu 1,20-1,50 m lang.
Geduld ist aber meistens angesagt! Es kann auch bis zu einem halben Jahr dauern, bis man einen Fortschritt sieht. Aber wenn das Blatt noch immer grün ist, ist das ist ein Anzeichen dafür, dass eine Knolle gebildet wird.

Sandra
19.05.2005, 15:35
Das mit der Vermehrung durch Blätter klingt toll!
Mir ist da letztens eins abgebrochen, ich hab's mal in einen kleinen Topf gesteckt...warte jetzt hoffnungsvoll... :-)

Meine (übrigens inzwischen ganz schön riesige!) ZZ hat mir ein zuviel an Wasser eigentlich noch nie wirklich übel genommen.
Kann aber sein, dass das auch an dem großen Kübel liegt und an der Tatsache, dass sie auf der Fußbodenheizung steht...

Verschnitten habe ich sie noch nie...würde mich auch mal interessieren, wie das geht!
Ich entferne nur alte Blätter. Ich würde es wohl auch nicht über's Herz bringen, einen frischen Trieb einfach so abzuschneiden, nur weil er in die falsche Richtung wächst...!

~Schlangenmilch
21.05.2005, 10:31
Hallo Sandra,

je kleiner der Topf, desto öfter kann man gießen, da die Erde im kleinen Topf schneller austrocknet.

Meine ZZ stehen in relativ großen Töpfen und werden alle 2 Wochen mit Regenwasser gegossen, welches ich handwarm gieße. Im Winter alle 4 Wochen und nicht zu naß.

Weiter ist die Gießmenge abhängig von der Erde und dem Topf selbst.
Ein Tontopf verdunstet das Wasser zusätzlich durch die Wände.
Erde, die lange das Wasser hält und zudem noch verdichtet ist, also keine Luft an die Wurzeln lässt, ist nicht geeignet.

Eine Mischung aus guter Blumenerde und Orchidenerde 1:1 halte ich für geeignet für ZZs.

Hinsichtlich Vermehrung: Du kannst einzelne Blätter oder ganze Stangen in die Erde stecken. Nach bis zu 6 Wochen, sollten sich Knollen gebildet haben. Aber auch hier nicht zu naß, sonst faulen die...

Schlangenmilch