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Thema: Schädlingsbekämpfung an Kräutern

  1. #1

    Standard

    Hallo,

    ich habe eine schöne chilipflanze und die hat nun Blattläuse.

    Dabei ist mir der Gedanke gekommen, dass bei solchen Pflanzen die zum Verzehr bestimmt sind die Schädlingsbekämpfung problematisch sein kann.

    Blattläuse bekommt man ja noch so weg -die Pflanze ist auch noch nicht so groß - durch absammeln oder abwischen.

    Wie macht ihr das aber wenn ihr z. B. Spinnmilben habt?

    Wenn ich die mal hatte, dann habe ich sie nur mit richtigem Gift wegbekommen.

    Aber an Pflanzen die ich essen möchte kann man schlecht mit Lizetan drangehen, oder???

    Danke ud viele Grüße
    sini

  2. #2
    Registriert seit
    30.03.2005
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    Du könntest es zb. mit neem probieren, das wirk recht gut und ist relativ harmlos.
    Wenn du mit der chemischen Keule draufgehst, musst du die Wartezeiten beachten (stehen auf der Pakung), würde ich aber grundsätzlich nicht empfehlen - aber gerade bei solchen Mitteln wär ich sehr vorsichtig.
    Wenn der Befall nicht allzustark ist würde ich überhaupt ganz einfach die Schädlinge zb mit Schmierseifenlösung (bekommt man in der Drogerie) abwischen, ist sicher etwas Aufwand, aber wenn man keine Plantage hat, ist es nicht so schlimm - und man muss sich keine Sorgen wegen der Gifte machen.

  3. #3
    Lothar Gast

    Standard

    Hallo,
    letztes Jahr habe ich Neem an Chilis ausprobiert und darauf waren die nächsten neuen Blätter irgendwie deformiert. Letzt endlich sind die Pflanzen dann schneller und unter besseren Bedingungen gewachsen als die Milben. Mein letzter Versuch im Zimmer war mit Neudosan ? ( oder so ähnlich), was wie verdünnte Schmierseife riecht (Kalisalze von Fettsäuren). Ist zwar nicht die ultimate Keule und man muß es ein paarmal wiederholen, aber hilft einigermaßen und ist dafür unbedenklich.

    VG, Lothar

  4. #4

    Standard

    Hallo Holzi,
    Hallo Lothar,

    Neem nehme ich sonst auch immer Aber bei Spinnmilben zum Beispiel ist damit nichts erreicht

    die richtig harten Sachen mag ich eigentlich überhaupt nicht.
    Lizetan z. B. hat einmal richtige Atemnot bei meinem Freund verursacht. Wir haben die mit Spinnmilben Befallene Pflanze DRAUSSEN schön eingesprüht und Sie dann abends reingeholt. Sie stand dann neben dem Sofa und abends beim fernsehen hatte mein Freund dann die Probleme.....

    Dazu muss ich sagen ,dass ich es sehr lange mit "alternativen Heilmethoden" Also Neem, Brennesseljauche, SpiritusSeifenLösung, Pflanzensauna.....
    versucht habe und erst als gar nichts half zur Chemie griff....

    Aber wenn jemand den absoluten Schädlingsvernichter kennt, der "natürlich" ist, dann wäre ich für Tipps sehr dankbar.


    Viele Grüße
    sini

  5. #5
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    hmmm...vielleicht helfen Mittel auf Öl-Basis, die Schädlinge ersticken unter einem Ölfilm...ich glaube das wurde vor kurzem hier gepostet. Bei sehr starkem Befall sind die "biologischen" Mittel nicht so wirksam, meiner Erfahrung nach. Aber speziell bei Spinnmilben, bringt es vielleicht Besserung, wenn man die Luftfeuchte erhöht.

  6. #6
    Lothar Gast

    Standard

    Hallo Sinisini, holzi,

    ich habe vergessen, oben zu Neem zu sagen, dass dass Spinnmilbenproblem bei mir auch nicht endgueltig geloest hat. Langfristig am besten sind immer noch die richtigen Kulturbedingungen. Mit Kakteen habe ich ein paar Jahre Erfahrungen, da habe ich meistens 1-2 mal im Jahr mit Rogor/Roxion gegossen, weil das
    a) nur an die Pflanzen kommt, die es bekommen sollen
    b) auch versteckte Schaedlinge erwischt insbesondere Wurzel- u. Wolllaeuse.
    c) und rote Spinne.

    Allerdings riecht das Loesungsmittel (Cyclopentanon?) recht stark und was viel staerker wiegt: Rote Spinne kommt in der Natur auf einer UNZAHL von Pflanzen vor und wird durch den Wind uebertragen. Das ist aehnlich wie die Grippe. Wer anfaellig ist nimmt jede Gelegenheit mit und ein anderer nie krank.
    Ich habe z.T. Kakteensaemlinge (alles Geschwister) in Schalen kultiviert und von 50 Pflanzen wurde eine oder zwei von den Milben "aufgefressen" und die anderen nicht angeruehrt.

    Kurzum: Du wirst die Milben selten komplett los, robust gezogene Pflanzen mit genug Sonne und Luftfeuchte ist die beste Massnahme.

    VG, Lothar

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