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Thema: Tajinaste Rojo = Echium wildpretii

  1. #1
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    Standard Tajinaste Rojo = Echium wildpretii

    Die Rote Tajinaste ist auf Teneriffa und Gran Canaria in größeren Höhen (>1000 m) ansässig. Sie wächst auf körnigen vulkanischen Böden. Tags über herrschen Temperaturen bis ca. 35 °C und Nachts Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, im Winter auch darunter.

    Die sehr beeindruckende, vom Aussterben bedrohte Pflanze ist aus der Familie der Rauhblattgewächse. Sie hat lineale, aschgrüne Blätter und eine Unmasse roter Blüten auf einer etwa 2 m langen Ähre. Sie ist für kanarische Verhältnisse sehr rustikal und kälteressistent (mindestens bis -5 °C). Bei uns sollte man die Pflanze aber bei stärkerem Frost und längerem trüben Wetter hereinnehmen. Die Wurzeln einer ausgewachsenen Pflanze reichen sehr tief in Gesteinsspalten, da es in den trockenen Hochebenen ihrer Heimat sehr schwierig ist, die Wasserversorgung zu sichern. Deshalb ist ein Ausgraben ohne Abtöten der Pflanze nicht möglich und außerdem illegal, da unter strengem Naturschutz. Ich habe auch in keinem Gartencenter oder Blumengeschäft derartige Pflanzen gesehen, da diese offensichtlich sehr schwer zu kultivieren sind.

    Ihr könnt Bilder der Pflanze über Google mit den Stichworten Teneriffa und den obigen Gattungsbezeichnungen ansehen.

    Vom letzten Urlaub habe ich Samen mitgebracht, aber bisher noch keinen Anzuchterfolg gehabt. Man hat auch nur wenige Versuche, denn in der Samentüte waren nur 3 Samenkörner. Es war auch sehr schwer, den Samen aufzutreiben. In Gran Canaria gab es diesen Samen damals nur im Pflanzenshop auf dem Flughafen, aber nirgends sonst auf der gesamten Insel.

    Ich habe versucht, Boden und Klima für die Anzucht nachzubilden.
    Boden: Mischung aus Lavastreu, feinen Granitsplit und wenig Erde (sehr durchlässig - da Staunässe sehr gefährlich)
    Temperatur: Tagsüber im Freien (es war im heißen Frühsommer), Nachts im Gemüsefach im Kühlschrank.

    Ohne diese Temperaturreize soll der Samen nicht aufgehen. Im Internet kursieren derartige Anzuchttips, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Verfasser jemals diese Pflanze unter deutschen Bedingungen aus Samen herangezogen haben.

    Trotzdem hatte ich bisher noch keinen Erfolg. Wer hat eigene Erfahrungen bei der Anzucht dieser Pflanzengattung?

  2. #2

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    geh mal auf diese Seite. Vielleicht haste da Glück

    Bitte keine gewerblichen Links, siehe Regeln, danke!

    Gruß
    reschi
    Geändert von frank (19.09.2007 um 12:31 Uhr)

  3. #3
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    Zitat Zitat von reschi Beitrag anzeigen
    geh mal auf diese Seite. Vielleicht haste da Glück

    Bitte keine gewerblichen Links, siehe Regeln, danke!

    Gruß
    reschi
    Hallo Reschi,

    leider findet mein PC in Deiner Antwort keinen Link- auch wenn ich alle Filter für potentielle Spams ausschalte. Vielleicht liegt es an einer verborgenen Einstellung meines Computers. Bitte schicke mir noch einmal den Link für die Seite, welche ich ansehen soll.

    Gruß
    DW

  4. #4
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    Hallo DW

    Hast du unter der Suchfunktion hier im Forum schon nachgeschaut?
    Ich selber habe E. wildpretii aus Samen gezogen, war absolut kein Problem...
    Liebe Grüsse Raphael


    Der Traum ist nicht, was du in deinem Schlaf siehst. Der Traum ist, was dich nicht schlafen lässt!

  5. #5
    Maggy Gast

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    Hallo DW,
    es ist möglich! Ich habe die Samen im zeitigen Frühjahr, wenn es noch recht kalt ist im Gewächshaus draußen in ganz normale Jiffi-Aufzuchtspäds gesät. Sie sind unregelmäßig gekeimt! Einmal hatte ich sogar nur ein Pflänzchen. Leider sind sie mir im nächsten Frühjahr eingegangen. Ich hatte sie im Wintergarten überwintert. Als sie dann raus kamen sind sie eingegangen. Ich habe dann neue ausgesät. Davon habe ich drei Rosetten ca. 10cm Durchmesser jetzt nach Mallorca mitgenommen. Einer ist übern Berg, einer überlegt noch und der dritte ist definitiv kaputt.

    Ich habe dir eine PN geschickt!

    Gruss Margit

  6. #6
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    Hallo DW
    Wir schreiben zwar das Jahr 2010 aber vielleicht liest Du dies ja noch.
    Ich habe erfolgreich 3 Tajinaste aus Samen gezogen. Dabei habe ich gar nicht groß aur die Erde, etc. geachtet - einfach Blumenerde genommen. Die Samen haben sehr schnell gekeimt. Nun kam aber eine 2-jährige Wartezeit bis zur Blüte. Die Pflanze wuchs mäßig. Ich habe sie im Sommer in der Sonne stehen gehabe und im Winter in meinem Kalthaus. Dieses Jahr stellt ich fest, dass sie in der Mitte immer höher wurde und siehe da, es hat sich eine wunderschöne Ähre gebildet mit rosaroten Blüten! Die zweite Pfanze treibt auch endlich eine Blüte, nur die 3. Pflanze ist noch sehr klein. Ich werde sie dieses Jahr umtopfen - mal sehen was da passiert.

    Hier als Beweis- das Bild!
    Also - es klappt aber man braucht Geduld!

  7. #7
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    Hallo Kait,

    im Firefox sieht man leider kein Bild.

    Es gibt auch schöne Sorten der Makaronesischen Natternköpfe. Auffem Terrassentisch wuseln derzeit Snow Tower und Pink Fountain, leider keine wildpretiis, sondern pininana bzw. Hybriden. Aber diese Rauhblattgewächse sind wirklich toll, keine Frage!


    Michael
    Ein Leben ohne Doldenblütler ist möglich, aber ...

  8. #8
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    Wer gräbt denn hier so alte Threads aus?
    Aber die Anzucht aller Echiums ist nach meiner Erfahrung kein Problem, ich brauchte nie eine Kältebehandlung oder so.
    Nur die Wildprettis gingen mir immer wieder alle ein, auf einmal welken sie und dann erholen sie sich nicht mehr. Ich vermute ein Pilz, den sie am Naturstandort nicht kennen.
    Hingegen habe ich schon mehrere Pininanas zur Blüte gebracht, auch wenn ich ab und an auch einen durch diese Welke verloren habe –*aber bei weitem nicht so oft wie beim rotblühenden Verwandten.
    «Unkraut ist das, was nach dem Jäten wieder wächst» (Mark Twain)

  9. #9

    Standard

    Hallo

    Ich habe mich mal versucht einen Echium Wildbretti zu ziehen. Den Samen habe ich mir auf Teneriffa gekauft. Die Bilder möchte ich Euch gerne zeigen. Leider stirbt Er nun ab. Hat aber trotzdem Spaß gemacht, wenn er auch keine 3m erreicht hat.

    01 Natterkopf a.jpg 02 Natterkopf b.jpg 03 Natterkopf c.jpg

    Gruß
    Steffen

  10. #10
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    Spannende Fotos, ich dachte nicht, dass der so klein zum Blühen kommt...
    Wie alt ist er denn??
    Meiner war sicher mindestens doppelt so gross, bevor er eingegangen ist...
    Nun habe ich wieder einen, als letzten Versuch!
    Auch der E. simplex ist schon grösser, will aber nicht blühen...
    Liebe Grüsse Raphael


    Der Traum ist nicht, was du in deinem Schlaf siehst. Der Traum ist, was dich nicht schlafen lässt!

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