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Thema: Ein neues Amaryllis-Kompendium

  1. #1
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    Standard Ein neues Amaryllis-Kompendium

    Ich bin mit der vorhandenen, fesgestickten Zusammenfassung noch nicht so ganz zufrieden gewesen, und habe, wie sagt es sich so schön, "in der Beschaulichkeit meiner privaten Gemächer" mit einem etwas systematischeren Ansatz eine neue, ich denke weit übersichtlichere Version zu erstellen begonnen. Ist also noch nicht fertig, aber die wichtigsten Sachen habe ich weitgehend abgehandelt. Weitere Updates werde ich in Zukunft ca. wöchentlich in blauer Schrift ANfügen bzw in die bereits vorhandenen Kapitel EINfügen, damit ihr nicht ALLES aufs Neue durchsuchen müsst.
    Bitte lesen!

    Pflege der Gärtner-Amaryllis („Amaryllis“, Ritterstern, Hippeastrum-Hybriden)

    Beschaffung, Lagerung und Eintopfung

    Die Rittersternzwiebeln, welche lose ab Oktober angeboten werden, sind bereits beim Produzenten temperaturbehandelt („präpariert“) worden und zum sofortigen Antreiben vorgesehen. Sie sollten zu Hause keinesfalls trocken in der warmen Stube aufbewahrt werden. Kann man sie wirklich nicht sofort einpflanzen, so lassen sie sich immerhin noch wochenlang bei ca. 9°C zwischenlagern, um den Austrieb zu verzögern.

    Bis zu ½ Jahr kann man Zwiebeln bei ca. 5°C lagern, um z.B. die Blüte für Kreuzungsexperimente mit später blühenden Sorten zu verschieben. Dann muss man allerdings damit rechnen, dass die ersten (ältesten) Blütenschäfte eintrocknen, insbesondere wenn sie schon aus der Zwiebel herausschauten, oder dass, bei empfindlicheren Sorten, die ganzen Zwiebeln absterben - besonders dann, wenn die Zwiebeln schon irgendwelche Schäden hatten.

    Die Luft im Lagerraum (wie auch am späteren Aufstellplatz!) muss völlig frei von Abgasspuren aus benachbarten Feuerungsstellen z.B. von Zentralheizungen sein. Aber auch atmende Pflanzenteile, wie Gemüse und Früchte, insbesondere Äpfel sollten nicht in der Nachbarschaft aufbewahrt werden.

    Zum Einpflanzen empfehle ich deutlich größere Töpfe als üblicher Weise für angemessen erachtet wird, nämlich so breite, dass sich zwischen Zwiebel- und Topfrand überall wenigstens 4 cm Zwischenraum befinden. Für blühfähige Zwiebeln, auch die kleiner bleibender Sorten, ist ein Topf-Mindestvolumen von 3 L sinnvoll. Wenn es sich um sehr kleine Zwiebeln handelt, dann wachsen die, prinzipiell, zu zweit oder dritt in einem runden 19er 3 L-Topf zusammen langfristig BESSER als einzeln in kubischen oder runden 1.5- oder 2 L - Töpfen. Frisch bezogene Zwiebeln pflanzt man letztendlich aber am besten, im Sinne einer Art von Quarantäne, alle einzeln, und bei Krankheitsverdacht tatsächlich vorläufig doch in kleinere Pötte, und wenn es sich später herausstellt, dass einzelne Zwiebeln mit Mosaikvirus befallen sind, dann kann man die entsprechenden Pflanzen auch einzeln, ohne Infektionsgefahr für die übrigen entsorgen. Auch so was muss man leider einkalkulieren.

    Die Vorbehalte gegen ein zu großes Substratvolumen im Vergleich zur Pflanzengröße gelten bei einer geeigneten Gießtechnik NICHT. Das Substrat trocknet im größeren Pott nicht so abrupt aus, und man wird überdies, spätestens nach einem Kultur-Jahr, froh sein, dass man noch eine Platz-Reserve für das Wachstum der Zwiebel und ihrer Brutzwiebeln hat. Das wesentliche „1. Geheimnis“ bei der professionellen Amaryllis-Zwiebelproduktion ist übrigens der quasi unbegrenzte Wurzelraum, über den die in Grundbeeten ausgepflanzten Zwiebeln verfügen können.

    Auf dem Topfboden zunächst ein passend ausgeschnittenes Stück Plastik-Fliegengitter einlegen, damit das Substrat bzw. die Drainage-Schicht nicht durch die Abzugslöcher herausrieseln kann. Nicht obligatorisch, aber m.E. sehr von Vorteil ist eine großzügige Drainage-Schicht aus Seramis oder Blähton-Schüttgut bis zu ca. 1/3 der späteren Gesamt-Substrathöhe. Dagegen hat es sich nach meiner Erfahrung nicht bewährt, Seramis alleine, als Substrat, zu verwenden, weil dieses von oben zu tief austrocknete und der Zwiebelboden zu trocken wurde.

    Nach meiner Erfahrung bringt es auch keinen Vorteil, die Wurzeln der Zwiebel vor dem Einpflanzen in Wasser einzuweichen. Stattdessen schneide man von der Zwiebel nur diejenigen Wurzeln ab, die völlig vertrocknet sind, ohne dabei lebende Wurzeln zu beschädigen. Die Zwiebel mindestens zur Hälfte, eher bis zu 2/3 in reines Kokosfaser-Substrat einpflanzen, aber ohne die Wurzeln zu knicken. Hierzu die Zwiebel mit der einen Hand zuerst recht tief in den noch in den (bis auf die evtl. Drainage-Schicht) leeren Topf halten, mit der anderen Hand rundherum Substrat einfüllen und vorsichtig, nicht hart festdrücken,und dabei die Zwiebel allmählich etwas nach oben ziehen. Hierdurch werden die Wurzeln geradegezogen. Mit der freien Hand ab und zu gegen die Topfwände klopfen - dann setzt sich die Erde um die Wurzeln noch besser. Füllen, Ziehen und Klopfen so lange fortsetzen, bis dass Substratschicht- und Zwiebelhöhe stimmen. Das Substrat dann oberflächlich gut festdrücken, damit die Zwiebel festsitzt.

    Nun den Topf auf einem Block erhöht in ein Plastikwännchen stellen und vorsichtig, aber reichlich angießen, damit die Erde sich um die Wurzeln gut setzt. Mehrmals wässern, bis dass schließlich unten ordentlich Wasser rausläuft. Dabei aber den Zwiebelhals möglichst nicht nassmachen! (Kein Wasser in das Herz der Zwiebel) Den Topf dann schrägstellen (dann läuft das überschüssige Wasser weit vollständiger ab) und das Wasser gut abtropfen lassen. Dann den Topf mit Untersetzer an einem mäßig warmen Platz aufstellen (Topftemperatur durch Zentralheizung bis 26°C ist günstig - die Lufttemperatur darf niedriger sein - Zugluft aber vermeiden); der Aufstellplatz sollte vor allem HELL sein.

    Töpfe an Westfenstern, speziell in hohen Etagen, sollten mit Aluminiumfolie umwickelt werden. Hierdurch wird eine Überhitzung durch die tiefstehende Nachmittagssonne zuverlässig verhindert. Nicht nur schwarze Töpfe absorbieren gut das Licht, und können so durch die waagerecht einstrahlende Nachmittags-/ und Abendsonne gefährlich aufgeheizt
    werden, sondern auch die terrakottafarbenen!

    Zum Schutz gegen das Eindringen von Trauermücken bzw. deren Larven empfiehlt es sich, die Substratoberfläche gründlich mit Provado einzusprühen. Der darin enthaltene Wirkstoff Imidacloprid wirkt einige Wochen, und die Substratbehandlung schützt überdies auch gegen einen Befall mit Narzissenfliegen, womit man beim Aufstellen im Gewächshaus, von April bis Juli rechnen muss. Jeden Monat einsprühen; dann ist man auf der sicheren Seite.

    Achtung: Mit dem ersten Gießen zuwarten, evtl. 2 Wochen, bis dass das Substrat oberflächlich d.h die obersten paar cm tief einigermaßen gut ausgetrocknet ist. Die frischgepflanzten Zwiebeln nehmen zunächst eine gewisse Menge Wasser auf und werden härter (turgeszent); der weitere Wasserverbrauch ist dann aber in der ersten Zeit, wegen der noch fehlenden Blätter, sehr gering. Für frischgepflanzte Rittersterne gilt (deshalb): „Water well once then sparingly“ und das so lange, bis schließlich später eine schnellere Austrocknung beobachtet werden kann, die den höheren Wasserverbrauch der sich entwickelnden Blattschöpfe anzeigt.

    Ab jetzt nur noch von unten gießen! In den Untersetzer, und mit Augenmaß, so viel wie das Substrat aufnimmt, aber nur so viel, dass langfristig die obersten paar cm Substrattiefe völlig trocken bleiben. Eine (wieder) dunkel werdende Substratoberfläche zeigt chronische Überwässerung an! Dann stockt langfristig das Wachstum.

    Diese Saison (Herbst 2008) wird übrigens von Blumengeschäften, Markthändlern, aber auch von diversen Bau- und Lebensmitteldiscountern eine wahrlich überraschende Fülle von Sorten in Form bereits eingetopfter Zwiebeln angeboten. Vor dem Einkauf sollte man überprüfen, ob die Zwiebel matschige Stellen hat und ob der Austrieb rote Striche und Flecke aufweist. Die Blattränder - speziell da wo sie gerade aus der Zwiebel hervorkommen - hierauf genauestens kontrollieren! Damit kann man sich später viel Ärger ersparen. Vorsichtig sollte man auch sein, wenn die Töpfe im Winter bis zum Verkauf offensichtlich im Eiskalten gelagert werden.

    Diese Pflanzen befinden sich gewöhnlich in sehr kleinen Töpfen (13er / 0.9 L). Trauermücken bzw. deren Larven im Topfsubstrat werden zum Ausgleich gewöhnlich in reicher Zahl mitgeliefert.
    Umtopfen in frisches Substrat und in angemessenere Gefäße (19er / 3 L), gleich nach dem Einkauf macht der Pflanze keine Probleme und hat um so mehr Sinn, als die Zwiebeln kommerziell oft recht lieblos in diese Töpfchen eingepröfft worden sind.
    Die freigelegte Zwiebel gründlich inspizieren und alles lose und faulige äußere Schalenmaterial sorgfältig entfernen, und auch abgestorbene Wurzeln (erscheinen „hohl“) abziehen. Unter größtmöglicher Schonung der neuen, ziemlich brüchigen Wurzeln (allsoweit schon welche entwickelt wurden) In frisches Substrat umtopfen (s.o.), angießen, abtropfen lassen und aufstellen.

    Übrigens lohnt es sich auch, abgeblühte, lose abgegebene Pflanzen (z.B. vom Nachbarn) neu einzutopfen und weiter zu kultivieren. Die Wiederblüte von gut gepflegten, fest eingewurzelten Pflanzen in der nächsten Saison ist gewöhnlich weitaus schöner als das, was aus der frisch gepflanzten Ware mit ihrem halbvertrockneten, unzureichenden Wurzelwerk produziert werden kann.
    Geändert von haweha (03.01.2009 um 23:13 Uhr)

  2. #2
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    Kulturbedingungen: Licht, Temperatur, Gießtechnik und Düngung

    Rittersterne, zumindest die Hybriden, sind keine Urwaldpflanzen. Sie brauchen zwar keine direkte Sonne, sollten aber recht hell stehen. Beliebig dicht kann man die Pflanzen am Fensterbrett nicht aufstellen, z.B. pro laufendem Meter maximal 4 große Zwiebeln von den Sorten mit großen Blüten oder ca. 15 Cybister-Amaryllis mit schmalen Blättern. Wenn man mehr Pflanzen aufstellt oder wenn der Raumbedarf der vorhandenen Pflanzen durch Wachstum vieler Blätter und Ableger zunimmt, und sich dann schließlich mehrere Lagen von Blättern hintereinander gegenseitig verdunkeln, dann sollten die Blattfächer intensiv hinterleuchtet werden; hierzu leistungsfähige 3-Banden- Leuchtstoffröhren (LSR; T8 in 36 oder 58 Watt, oder die moderneren dünnen T5; Lichtfarben jew. 840, 860, 865) oder Hochdruck-Leuchtmittel (Metallhalogen) installieren. Glühbirnen und Halogenlampen sind dagegen zur Assimilationsbelichtung ungeeignet - auch sog. Pflanzenlampen mit blauen Glaskolben sind Glühbirnen.

    Je nach Blattdichte sind 100 bis 200 Watt elektrische Leistung bzw. 20 bis 50 Watt PAR (Lichtleistung) pro m2 beleuchteter Fläche anzusetzen. Und zwar auch umso mehr Leistung, je mehr Licht in die Umgebung abgestrahlt wird, wenn Reflektoren nicht vorhanden sind (bei Baumarkt-Lichtleisten für T8-LSR, zumal wenn man die mitgelieferten, etwas weniger leistungsfähigen LSR verwendet) oder wenn man billigere Armaturen erstanden hat, deren Reflektoren das Licht nicht vollständig auf die zu beleuchtende Fläche zu fokussieren vermögen, wie bei diesen einfachsten Reflektormodellen für Hochdruck-Leuchtmittel aus einem geknickten Blechstück ohne Vorder- und Hinter-Wand, aus dem Grow-Shop. Übrigens kosten 100 Watt Anschlussleistung, das wäre das Minimum für die Hinterleuchtung eines zugewachsenen 1 m2-Fensters, bei einer täglichen Belichtungsdauer von 16 h und einem Strompreis von 18 Ct/kWh, im Monat nur 8.76 €).

    20+°C Substrattemperatur sind für ein fortgesetztes, zügiges Wachstum wichtig! Gegen nur nächtliche Abkühlungen auf 16°C ist aber nichts einzuwenden. Bis ca. 26°C tagsüber sind noch lohnend, um das Wachstum zu beschleunigen, mehr aber nicht. Vertragen werden immerhin bis mindestens 32°C.

    Rittersterne sollten Wasser ausschließlich von unten erhalten. Ganz besonders, wenn der Bedarf im Herbst/Winter bei weniger Sonneneinstrahlung und niedrigeren Temperaturen gering wird, führt ein entsprechend sparsames Gießen, von oben, zu einer falschen Wasserverteilung im Topf. Denn nicht die Zwiebeloberfläche braucht Wasser, sondern die Wurzeln, die sich mehrheitlich weiter unten bis ganz unten befinden. Rittersterne (und andere Pflanzen) wachsen am besten, wenn das Wasser von unten zugeführt wird. Das hat nichts mit nassen Füßen zu tun, wovor mit Recht gewarnt wird. Die richtige Menge Wasser wird innert kurzer Zeit aus dem Untersetzer vollständig aufgesogen. Das kann einige sec bei flachen Töpfen, aber auch einige min bei 20 cm hohen Containern dauern.

    Das Gießen von unten wirkt, verglichen mit dem üblichen Gießen von oben, auf das Pflanzen-Wachstum überlegen bis DEUTLICH überlegen. Abgesehen von der besseren Wasserverteilung lässt sich das durch die Dochtwirkung der oberen, trocken bleibenden Substratschicht plausibel erklären, welche überschüssige, unverbrauchte Nährstoffe und sonstige Wasserbestandteile aus dem tieferen, wurzelerfüllten Substratraum abzieht (anstatt das solche durch Gießen von oben immer wieder eingespült werden) Der Vorteil aus dieser Gerichtetheit des Wasserstroms im Topf nach oben ist aber vermutlich nicht der Weisheit letzter Schuss.

    Nur ein total-durchspülendes Gießen von oben, gefolgt von einem dann mehrtägigen, fast vollständigen Austrocknen („Cycling“) ist noch wirksamer, wäre aber nur bei völlig schädlingsfreien Pflanzen sinnvoll und ist am Fensterbrett nicht praktikabel. Diese Technik ist allerdings bei der Aufzucht von Sämlingen die Methode der Wahl, und man erzielt ein erheblich schnelleres Wachstum.

    Beim Gießen in den Untersetzer ist dagegen alle zwei Tage wässern eine gute Faustregel, und zwar bei Pflanzen mit Blättern auch im Winter, dann mit entsprechend kleineren bis kleinsten Portionen.
    Bei seltenerem Gießen wird trotz der größeren Einzelportionen insgesamt eher zu wenig zugeführt und das Substrat trocknet dann allmählich zu tiefgründig aus.
    Tägliches Gießen dagegen führt oft, schleichend, zur aufsteigenden Vernässung, die schließlich die Substratoberfläche erreicht (der Topf wird sehr schwer und die Substratoberfläche bekommt dunkle Flecken).

    Allerdings muss bei besonders großem Wasserbedarf unter heißem Wetter im Sommer zeitweise doch jeden Tag gewässert werden. Bei Pötten, die mittlerweile mit Mutter- und Brutzwiebeln dicht bewachsen sind (Cluster) kann es sogar notwendig werden, dauernd täglich zu gießen.

    Gut im Wachstum befindliche Pflanzen können sehr große Mengen Wasser verbrauchen.
    ABER: Erfüllt man diesen Bedarf regelmäßig voll und ganz, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Überwässerung mit sehr nachteiligen Folgen für die Wurzeln. Dem ist unbedingt vorzubeugen, und man muss sich bei ehrgeiziger Pflege danach richten, dass der Wasserbedarf z.B. bei einer Schlechtwetterperiode sofort deutlich absinkt (es sei denn, es wird ausgiebig geheizt und zusatzbelichtet). Jedenfalls, Wasser in die Wurzeln sozusagen hineinpressen, um Wachstum zu erzwingen kann man bei keiner Pflanze! Kotrollieren lässt sich die Wasserlage durch die bekannte Fingerprobe. Das Substrat sollte in der Höhe des Zwiebelbodens als gerade schon feucht erfühlt werden.

    Andauernd ungenügender Wasserbedarf, wie z.B. gemäß der Beobachtung „Gießen ist nur wöchentlich oder seltener erforderlich“ bei beblätterten Zwiebeln zeigt an, dass mit den Bedingungen etwas nicht stimmen kann. Dann ist zu prüfen, ob die Pflanzen zu wenig Licht erhalten oder das Substrat dauernd zu kalt ist, oder ob gar früheres, wiederholtes zu reichliches Gießen bereits das Substrat vernässt bzw. schon die Wurzeln geschädigt hat.

    Die Gesamt-Härte des verwendeten Leitungswassers sollte sich zwischen 6° und 15° Deutscher Härte (DH) bewegen. Härtere Wässer sollte man mit einwandfreiem Regenwasser (0°DH) oder mit dest. Wasser (0°DH; 5 L kosten ca. 1.50 Euro im Baumarkt) auf ca. 10-15°DH verdünnen. Wird ausschließlich mit Regenwasser gegossen, dann ist die Versorgung der Pflanzen mit Calcium-, Magnesium- und Sulfat-Ion sicherzustellen. Diese Elektrolyte sind in flüssigen Blumendüngern gewöhnlich nicht enthalten!

    Für die Topfkultur sind anorganische Düngemittel ohne Vorratswirkung empfehlenswert, weil deren Wirkung am besten kontrolliert werden kann, sowie keine lästigen Insekten durch Zersetzungsvorgänge angelockt werden. Am praktischsten in der Anwendung sind flüssige Blumendünger. Diese werden am besten als Bewässerungsdüngung verabreicht, d.h. mit jedem Gießen zugeführt, aber dann nie mit mehr als entsprechend 0.4 g/L an Nährsalzen. Gesamtsalzgehalt im Gießwasser (also einschließlich der Mineralstoffe im Leitungswasser) sollte dann max. 0.9 g/L sein. Im Zweifel gilt „weniger ist mehr“.

    Ohne Düngung ist aber ein zügiges Wachstum mit Substanzvermehrung und sicherer Anlage neuer Blütenknospen nicht möglich. (Die Empfehlung „Fertilizing not necessary“ auf diversen Kurz-Anleitungen geht auf die stillschweigende Denke zurück, dass die Pflanze nach der Blüte entsorgt wird)
    Die Bewässerungsdüngung kann übrigens immer weitergeführt werden, auch im Winter - die Nährstoffzufuhr regelt sich durch den dann weit geringeren Wasserverbrauch von selber!

    Veronica empfiehlt für die Makronährstoffe N P K als optimale Relation 1.4 : 1.0 : 2.7, aber auch mit den üblichen 2 : 1 : 2 (z.B. in Substral-Pflanzennahrung 6 : 3 : 6, dosiert zu 1 bis 1.5 mL pro L lauwarmem Leitungswasser zur Bewässerungsdüngung erziele ich beste Erfolge.

  3. #3
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    Weiterkultur und Wiederblüte

    Frischbezogene Zwiebeln, die gewöhnlich im Spätherbst/Winter zur Blüte kommen, sollten über den ersten Winter bei guter Wärme durchgepflegt und über den ganzen folgenden Sommer zu zügigem weiterem, reichem Blattwachstum gepuscht werden. Gerade neu bezogene Zwiebeln gehen bei zu kühlem Stand durch Krankheitsbefall in die Knie. Sie verfaulen, weil sie bei Ernte/Lagerung/Transport beschädigt und dann ohne Beizung in klatschnassem Substrat angetrieben und beim Markt-Händler teilweise noch wochenlang winterlicher Eiseskälte gnadenlos ausgesetzt worden sind - im Kalten und Nassen kann die Zwiebel keine Widerstandskraft gegen pilzliche Infektionen entwickeln.

    Höhere Temperaturen - die Betonung liegt dabei auf der Temperierung des Substrates, in dem die Zwiebeln sitzen und wurzeln, nicht der Luft - bewirken dagegen, in Verbindung mit guter Licht- Wasser- und Nährstoffversorgung, dass die Zwiebeln sich nach der Blüte schneller wieder erholen, ihre Substanz regenerieren und ausreifen. An kälteren Standorten wäre sogar eine Erwärmung von unten durch Heizmatten zu erwägen, um 20°C Substrattemperatur sicherzustellen. Übrigens wird auch bei der professionellen Zwiebelproduktion, abhängig von Standort und von der Zielsetzung (Ausreifung der Zwiebel zu einer besonders frühen Jahreszeit) Bodenheizung (z.B. durch warmwasserdurchflossene Rohrleitungen) angewendet – m.E. ist dies das
    2. „Geheimnis“ der Profis.

    Im Gegensatz zu Blumenzwiebeln im Garten erstreckt sich die Hauptvegetationszeit von Rittersternen, als tropische Blumenzwiebeln, über mehrere Monate lang nach der Blüte. Bei der richtigen Pflege treiben die Pflanzen einige bis viele weitere neue Blätter aus, und manche Sorten produzieren, aus kräftigeren Zwiebeln, noch einen weiteren Blütenschaft. Das Erscheinungsbild der Pflanze an sich, also mal von den Blättern her betrachtet, ist ein direktes Abbild der regelmäßigen Pflegebemühungen. Diese Realität steht in einem gewissen Gegensatz zu der verbreiteten Ansicht, dass Rittersterne, als Zwiebelpflanzen, ruhig vernachlässigt werden können, weil sie ja „mit der Zwiebel immer über Reserven verfügen“. Tatsächlich aber sollten dese Pflanze während ihrer Vegetationszeit (an)ständig aus dem Vollen schöpfen können.

    Übrigens sind die reichen Blattschöpfe von Rittersternen im Bestzustand gar nicht mal so unattraktiv. Zum hässlichen Abknicken von Blättern kommt es dagegen bei ungenügendem Licht (besonders in Verbindung mit höherer Lufttemperatur, weil dann sehr lange und schlaffe Blätter wachsen) – aber auch wenn unregelmäßig gegossen wird (die Blätter welken an) oder wenn die Pflanzen am Fenster gedreht werden. Besser akzeptiert man das etwas sichelförmige Wachstum der Blätter in Richtung der Fensterscheibe einfach. Üppige Blattfächer erinnern sogar etwas an das Erscheinungsbild der „blauen Amaryllis“.

    Man beachte: Ein eigentliches Ausreifen der Zwiebel gibt es im Gegensatz zu z.B. Tulpen-, Narzissen- und Hyazinthenzwiebeln NICHT, denn es werden in der Amaryllis-Zwiebel fortlaufend neue Blätter angesetzt, die bei Fortsetzung der Standortbedingungen „warm und feucht“ dann auch bald, einzeln oder in Gruppen erscheinen.

    Auffällig ist bei Rittersternen stattdessen das allmähliche „in Fahrt kommen“ von monatelang optimal versorgten Pflanzen. Wenn ALLE Bedingungen stimmen, dann beschleunigt sich mit zunehmender Durchwurzelung des Substrates das Wachstum noch, und es werden gewöhnlich auch, sortenabhängig, einzelne bis viele Brutzwiebeln angesetzt, die weitere Blattschöpfe produzieren und den Container aufzufüllen beginnen. Die Entwicklung führt beim Aufrechterhalten optimaler Bedingungen nicht hin zu einem Endzustand, dem sich eine Ruhephase anschließen müsste.

    Insofern kann man mit dem Begriff der „Ausreifung der Zwiebel“ (s.o.), strenggenommen, nur das Erreichen einer Phase bezeichnen, in welcher die Zwiebel die Erschöpfung durch den Austrieb der Blüte bereits lange überwunden, neue Blütenanlagen angesetzt, sowie genügend Reservestoffe angehäuft hat, um diese bei einem späteren Austrieb zu ernähren, und es sich wieder zu lohnen beginnt, eine kühlere Periode einzuschalten, durch welche dann erst die Weiterentwicklung dieser vorgebildeten Blütenknospen veranlasst wird. Diese Kühlperiode ist bei den Hybriden nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden, und insoweit sind die Rittersterne durch die Temperaturführung weitestgehend manipulierbar und können, nach einer Kühlperiode, prinzipiell zu jeder Jahreszeit zur Blüte gebracht werden.

    Bringt man z.B. die über Winter gut gepflegten Pflanzen, deren Zwiebeln dann zum Frühjahr hin wieder hart und im o.g. Sinne genügend ausgereift sind, ab Mitte-/ Ende Mai auf den Balkon oder ins ungeheizte Gewächshaus, (Gießen nicht stoppen, sondern lediglich reduzieren - entsprechend den jetzt deutlich niedrigeren Temperaturen bzw. dem entsprechend geringeren Wasserbedarf) dann genügt die kurze vorsommerliche kühlere Zeitspanne als Signal, um die Weiterentwicklung der bereits angelegten Blütenknospen zu stimulieren, und die Exemplare blühen dann ab Mitte Juli ein zweites Mal, was mit dem bereits vorhandenen reichen Blattwerk besonders dekorativ wirkt.

    Am Fensterbrett kommt das Wachstum im Herbst aufgrund der schlechteren Lichtverhältnisse allmählich zum Erliegen. Man kann die Pflanzen aber im vollen Laub über den Winter bringen. Dann sollten sie wenigstens ETWAS kühler stehen (unter 20°C reicht; Mindesttemperatur ist aber 10-11°C; perfekt sind 13 bis 17°C), damit die neuen Blütenanlagen sich weiterentwickeln. Entsprechend dem geringeren Lichteinfall und dem kühleren Stand muss dann erheblich sparsamer gegossen werden.

    Austrocknen lassen sollte man die voll belaubten Pflanzen am Fenster aber nicht; gerade feucht halten ist richtig. Ein Stoppen der Wasserzufuhr mit dem Ziel, das Vergilben der Blätter zu erzwingen, ist ein taktischer Fehler, denn die Blätter verdunsten vorher noch eine längere Zeit lang weiterhin Wasser, welches sie der Zwiebel entziehen, die dadurch an Härte und Gewicht verliert.

    Möchte man die Pflanze aber blattlos überwintern, z.B. aus Platzgründen, oder weil sie mittlerweile wegen abgeknickter oder spinnmilbenbefallener Blätter unansehnlich geworden ist, oder weil man ganz einfach weiteren Pflegeaufwand in der Kühlperiode nicht treiben will, dann gibt man stattdessen nur 1 bis max. 2 Wochen kein Wasser mehr, bis dass das Substrat gerade einigermaßen abgetrocknet ist, und schneidet dann den Blattschopf mit einem scharfen Fleisch- oder Brotmesser sauber ab. Den ganzen Topf kühl (s.o.) einlagern (dunkel ist nicht notwendig) in diesem Fall ganz ohne weitere Wasserzufuhr.

    Entnimmt man die Zwiebeln zur Einlagerung aus dem Substrat, so verschenkt man einiges von dem Gewinn, den man durch die gute Pflege in der Vegetationsperiode erzielt hat. Die Blüten aus Zwiebeln mit unbeschädigtem Wurzelwerk werden etwa 1.5-mal so groß verglichen mit denen aus trocken gelagerten Zwiebeln ohne Erde. Das Roden von Rittersternzwiebeln ist nicht mehr als ein Verfahren, mit dem man sie nach erfolgter Massenproduktion anschließend sozusagen für die kommerzielle Verwertung tauglich macht. Diese Behandlung ist nichtdestoweniger als ein traumatisches „Erlebnis“ für die Pflanze anzusehen und mitnichten als eine Vorbedingung aufzufassen, um aus der Rittersternzwiebel Blüten-Austrieb zu erhalten. Dies nur mal zu einer gewissen Richtigstellung, denn ich las öfters solche Artikel, in denen anklang, dass die Zwiebel zur Ruhelagerung ohne Erde aufzubewahren sei.

    Erst wieder wärmer stellen, wenn aus der geköpften Zwiebel bzw. aus der beblätterten Pflanze ein neuer Austrieb spontan erscheint (dann z.B. an ein Fenster mit Zentralheizung verbringen). Hatte man die Zwiebeln bei etwa 13°C gehalten - bei dieser Temperatur entwickeln sich die Knospenanlagen in der Zwiebel am schnellsten weiter - dann kann man dagegen bereits nach 8, sicherer 10 Wochen wärmer stellen und vorsichtig angießen, um besonders frühe Blüten zu erhalten, z.B. für Kreuzungsexperimente. Bei kühler Kultur zuvor, unter 20°C, reichen evtl. sogar 6 Wochen bei 13°C
    In keinem Fall versuchen, das Wachstum durch besonders viel Wasser zu beschleunigen. Puschen kann man besser über die Substrattemperatur, bis 32°C.
    Austreibende Pflanzen, die man dagegen weiterhin an kühlem Platz hält, ganz besonders vorsichtig gießen!
    Geändert von haweha (07.01.2009 um 22:59 Uhr)

  4. #4
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    Besondere Kulturhinweise für Hippeastrum papilio

    Für diesen Spezies-Ritterstern, dessen hauptsächlich gehandelter Klon immergrün ist, gelten etwas andere Kulturbedingungen. Bei Zimmerkultur sollte für die Schmetterlings-Amaryllis ein dauernder Platz über der Zentralheizung reserviert werden (gewöhnliche Heizperiode, Oktober bis April/Mai) Mindestens dieser Klon scheint eine Art innerer (Jahreszeit-)Uhr zu besitzen - er hält nämlich im Sommer die sichtbare Blattbildung weitestgehend zurück und legt die Blätter stattdessen auf Vorrat an (so als ob die Zwiebel eine Kühlperiode durchgehen WÜRDE). Ab Mitte September erscheinen dann neue Blattschöpfe aus bis zu 11 Blättern, und danach folgt gleich die Blüte im November-Dezember. Nach meiner mehrmaligen Erfahrung werden die Schäfte aber zuverlässig, in höherer Ausbeute, nur bei zusätzlicher Wärme gebildet. Gleichzeitig werden im Warmem die Schöpfe durch weitere Blätter aufgefüllt.

    Hohe Temperaturen begünstigen leider den Befall mit Spinnmilben, wofür diese Sorte, bei mir zumindest, besonders anfällig ist. Spinnmilbenbefall ist aber, bei größeren Rittersternpflanzen, glücklicherweise nur undekorativ; die Pflanzen werden hierdurch, gute Pflege vorausgesetzt, nicht schwerwiegend zurückgeworfen. Muss man diese Amaryllis umpflanzen, oder möchte einfach die unansehnlich gewordenen alten Blätter oder die ganzen Blattschöpfe entfernen, so ist der beste Termin hierfür kurz vor Austriebsbeginn, im September. Die vorjährigen Blätter vergehen mit dem herbstlichen Neuaustrieb sowieso.


    Schädlinge; wichtigster Schädling: Weichhautmilben

    Für das ausschließliche Gießen von unten gibt es noch einen anderen Grund, besonders wichtig bei neu (zu)gekauften Zwiebeln: Denn diese sind so gut wie immer mit einer bestimmten Weichhautmilbe (Steneotarsonemus laticeps) verseucht, und deren Ausbreitung von den äußeren Zwiebelschalen in das Zwiebelinnere wird durch die Benetzung der Zwiebel mit Wasser stark gefördert. Die Saugtätigkeit dieser fast mikroskopisch kleinen Spinnentiere (halbdurchsichtig-farblos, 0.2 mm lang) führt dann zu schweren Schäden an dem frischen Austrieb. Dies äußert sich in verkrümmt wachsenden Blättern und Blütenstielen mit roten, schließlich einreißenden Rändern, die oft ein regelmäßiges Muster bilden, und der Befall kann letztlich zum Verlust der ganzen Zwiebel führen. Zu sehen bekommt man den hauptsächlich in den Tiefen der Vogesen (zwischen den Zwiebelschalen) werkenden Schädling gewöhnlich nicht, denn die Tiere haben die herauswachsenden geschädigten Pflanzenteile längst wieder verlassen.

    Diese Milben besiedeln auch oberflächlich den Zwiebelboden und die Wurzeln. Eine kranke Zwiebel einschließlich ihrer unmittelbarsten Umgebung, wie deren Kultursubstrat und der Untersetzer können deshalb Milben beherbergen, und diese werden überdies sehr leicht auf schon vorhandene Bestände von Rittersternen übertragen, z.B. auf Sämlinge - bei diesen viel kleineren Pflanzen dann mit baldigen, fatalen Folgen. Übrigens können auch, ich vermute, die meisten anderen Pflanzen aus der Familie der Amaryllisgewächse, jedenfalls aber Hakenlilien (Crinum), Herzkelche (Eucharis), Schönhäutchen (Elisena/Hymenocallis/Ismene), dünnblätterige Blutblumen (Scadoxus) oder ganz profane Jakobslilien Sprekelia sehr leicht angesteckt werden. Beispielsweise können auch solche Preziosen wie z.B. herbstblühende Narzissen im Gewächshaus von diesen Stechern infiziert und völlig ruiniert werden! (Persönliche Mitteilung erhalten) Dagegen scheinen die nicht-zwiebelbildenden Riemenblätter (Clivia) und die mit denen noch besonders nahe verwandten dickblätterigen Blutblumen (Elefantenohren, (Haemanthus) nicht befallen zu werden. Aber dafür lege ich mehr als meine kleinste Fingerspitze ins Feuer nicht

    Bei gekauften Rittersternzwiebeln kann man von einem massiven Befall ausgehen, wenn deren Oberfläche sehr unregelmäßig, die Schalen vielfach eingerissen und speziell wenn sich fast schwarze, zunderartige, eingetrocknete Ränder von Zwiebelschalen finden lassen. Aber auch vollkommen gesund erscheinende Zwiebeln sollten nicht benetzt werden, auch nicht durch Regen, und, um eine Ausbreitung zu verhüten, bzw. bis zur gesicherten, erfolgreichen Entseuchung, nicht in die Nähe anderer Amaryllisgewächse gestellt werden. Auch nach Pflegearbeiten an verdächtigen Pflanzen und deren Kultursubstrat sollten die Hände gewaschen werden, bevor mit anderen Pflanzen hantiert wird.

    Zwiebeln können, auch wenn bereits festgewachsen im Pott, zu Diagnose- und Therapiezwecken geputzt werden. Regelmäßiges Putzen eingepflanzter Zwiebeln mit
    Abziehen alter Schalen bis unter die Substratoberfläche (eine stumpfe Pinzette ist hilfreich) und Einsprühen der Zwiebel und der Substratoberfläche mit Insektenspray sind sehr vorteilhaft und können bösen Überraschungen vorbeugen. Auch Trauermücken lassen sich durch die oberflächliche Spraybehandlung abwehren.
    Achtung: Bei Anwendung von billigen Haushaltsinsektiziden (vom Supermarkt/Drogeriediscounter) Blattverträglichkeit testen bzw. Blätter nicht mit besprühen!

    Sind die Weichhautmilben bereits in das Zwiebelinnere vorgedrungen und neuer Austrieb wächst nur noch verkrüppelt aus der Zwiebel, dann ist eine Behandlung mit Dimethoat (Handels-Präparate: AADimethoat, Bi58, Danadim, Perfekthion, Rogor, Roxion, u.v.a., mit jew. 400 g/L Dimethoat in Cyclohexanon) angezeigt und hochwirksam, ist aber nur im Gewächshaus zulässig. Zur Spritzung wird eine Verdünnung von 0.2 mL des Insektizid-Emulsionskonzentrates pro 100 mL Wasser angesetzt, das ist die angegebene Anwendungs-Höchstkonzentration, und gründlich der ganze Zwiebelhals eingesprüht, hauptsächlich in das Herz der Pflanze. Nach 2 Wochen ist diese Behandlung - mit frisch angesetzter Lösung - zu wiederholen, um auch den Milben-Nachwuchs zu erfassen. Dimethoat ist übrigens zur Bekämpfung von Spinnmilben nicht geeignet, vermutlich wegen bereits breitflächiger Resistenz.

    - Ende - (vorläufig natürlich)

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