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Thema: Hydro- vs. Erdkultur

  1. #1
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    Standard Hydro- vs. Erdkultur

    Zwei Papaya-Sämlinge aus einer handelsüblichen Frucht treten gegeneinander an:

    Für die Hydrokultur:

    PapHydr.jpg

    für die Erdkultur:

    PapErd.jpg

    In der nächsten Zeit muß sich zeigen, wer länger durchhält.

  2. #2

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    Hallo,

    das sieht mir nicht wie Hydrokultur aus, sondern wie ein Wasserbad. Bei Hydrokultur darf das Wasser nur höchstens bis 1/3 der Topfhöhe reichen, die Wurzeln darüber müssen vollständig mit Blähton bedeckt sein (kein Seramis, das ist zu schwer). Außerdem sollte der Übertopf bei Tropenpflanzen rundum mindestens 1 cm größer sein, so dass sich durch die Wasserverdunstung ein Kleinklima erhöhter Luftfeuchtigkeit bilden kann. Düngen im Privatbereich sollte man ausschließlich mit Lewatit, was allerdings eine gewisse Wasserhärte voraussetzt, sonst muss man Mineralwasser verwenden.

    So, wie du das abgebildet hast, ist das kein fairer Wettkampf, sondern das Ergebnis von vornherein festgelegt.

    Wie und warum Hydrokultur-Düngung richtig funktioniert, kannst du hier http://www.neomarica.de/uploads/Beschreibung.pdf nachlesen.

    Gruß
    Irisfreundin

  3. #3

    Standard

    Nachtrag:

    Für eine Weiterkultivierung in Hydrokultur empfielt es sich auch zur Keimung ein erdeloses Substrat wie Steinwolle oder Perlite zu nehmen. Das verhindert eine spätere Verunreinigung mit Bodenbakterien. Das "Auswaschen" funktioniert meist nicht vollständig, es sei denn, du kappst alle Wurzeln und lässt die Pflanze neue (Wasser-)Wurzeln ziehen.

    Gruß
    Irisfreundin

  4. #4
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    In der Tat, obwohl der Wasserstand nur 1-2cm hoch ist, ist die Wurzel komplett eingetaucht und die Keimung fand anfangs in der Erde statt, deshalb sind da auch noch Erdkrümel zu sehen. Da muß sie jetzt durch. War schwierig den kleinen Sämling irgendwie zu verankern, sodaß er jetzt einfach in dem Plastikbecher drinsteht. Den informativen Tipp mit dem Blähton in Hydrokultur hebe ich mir auf. So, wie ich die Papaya's kenne, werden noch weitere Anzuchtversuche bis zur optimalen Kultivierung nötig sein.
    Das Kappen aller Primärwurzeln ist bestimmt auch ausprobierenswert.
    Geändert von M.T. (23.06.2016 um 14:10 Uhr)

  5. #5
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    Temperatur an die 30°C, geschützter Standort hinter Glas, aber trotzdem jeder der beiden Kontrahenten mußte ein Blatt lassen.

    Wettbewerb.jpg

    Im Lager der Erdkultur taucht plötzlich ein Nachzügler auf. Unerlaubte Hilfe kann aber nicht mit bewertet werden!

  6. #6
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    Der Wettstreit ist nun beendet. Keiner der beiden hat überlebt.

  7. #7

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    Wenn es im Wasser steht, ist es doch Aquafarm. In Steinwolle oder mit Blähton Hydroponisch und wenn nur die Wurzeln besprüht werden Aeroponik. Und für jedes System gelten wieder andere Regeln und muss anderer Dünger eingesetzt werden. Bei allen kommt es auf die Temperatur bei den Wurzeln und somit im Wasser an und bei der Aquafarm auf Sauerstoff in diesem.

  8. #8
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    Nach jahrelanger Arbeit und vielen Versuchen ist es endlich gelungen, diese empfindlichen Pflanzen etwas länger zu kultivieren.




    Diese 3 Exemplare sind den heimischen Klimabedingungen, also frei ausgepflanzt, ausgesetzt:

    P1.jpg





    Zum Vergleich dazu und aus demselben Lot unter nachempfundenen tropischen Bedingungen gezogen:

    P2.jpg

    Dieses Exemplar ist um ein Vielfaches größer und zeigt, daß es eine echte Tropenpflanze ist.
    Geändert von M.T. (07.08.2020 um 10:03 Uhr)

  9. #9
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    Hallo

    Ach, schön, es gibt also doch immer noch Leute, die auch Papayas anziehen. Hab mal eben meine «ausgegraben» und abgelichtet.

    IMG_1717.jpg

    Carica papaya ist definitiv sehr tropisch veranlagt. Je heisser der Sommer, umso wohler fühlt sie sich – insbesondere auch im Kontrast zu Vasconcellea.

    Der Sämling war über letzten Sommer ungeplant (Kompost) zusammen mit einem zweiten bei meinem Bruder in irgendwelchen Töpfen gekeimt. Er wollte die beiden eigentlich im Herbst einfach draussen draufgehen lassen. Da ich sie ja aber schon sehr schön finde und trotz allem immer etwas bedauert hatte, dass ich meine grosse (hatte mehrfach geblüht und einmal konnte ich sie auch bestäuben) aus einer gewissen Bequemlichkeit vor ein paar Jahren geschrottet hatte, hatte ich die beiden mit ca. 25 ausgebuddelt und zu mir genommen. Die eine hatte sich dann aber im Winter vermutlich einen Wurzelschaden eingefangen und ist eingegangen, die andere ist die da oben, die derzeit ca. 90 cm hoch ist.

    Wenn die heikle «Kleinkind-Phase» überlebt ist, sind die Pflanzen eigentlich sehr pflegeleicht. Beim Überwintern drinnen stellen sich halt leider gerne Viecher ein. Aber sonst ist eigentlich das Geheimnis: Möglichst nicht beachten und machen lassen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Sämlingen!

    LG
    Vroni

  10. #10
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    Danke für den Bericht!

    Das hört sich sehr gut an, daß sie später pflegeleichter werden. Denn momentan hat sie noch hauchzarte Blätter, die recht schnell auf Veränderungen der umgebenden Luft reagieren.
    Mehr als 3 Blätter gleichzeitig schafft sie auch noch nicht. Die untersten fallen dann ab.
    Ihr müßt bei euch wirklich ein seltenes günstiges Mikroklima haben, wenn sie als Sämlinge so gut wachsen.

    Auf Deinem Bild sehe ich ja noch 2-3 Annonen. Die machen schöne magnolienartige Blätter und sind dazu noch sehr pflegeleicht (besonders im Winter).

    Weiter viel Erfolg wünscht M.T..

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