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Thema: Hydro- vs. Erdkultur

  1. #11
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    Zitat Zitat von M.T. Beitrag anzeigen
    Denn momentan hat sie noch hauchzarte Blätter, die recht schnell auf Veränderungen der umgebenden Luft reagieren.
    Ja, am Anfang sind die sehr fragil, und auch wenn sie nicht mit UV-Strahlung und in hoher Luftfeuchtigkeit wachsen. Ich habe immer darauf geachtet, kein zu starkes Kunstklima zu schaffen, sonst wird der früher oder später notwendige Umstieg auf Normalbedingungen umso heikler. Sämlinge stelle ich allgemein am liebsten einfach irgendwo unter andere, grössere Pflanzen, eher absonnig. Dies ergibt dann von sich aus ein besseres Mikroklima.

    Fein bleiben die Blätter von Carica aber immer. Im Vergleich dazu sind jene von Vasconcellea schon fast zähe Schuhsohlen.

    Zitat Zitat von M.T. Beitrag anzeigen
    Ihr müßt bei euch wirklich ein seltenes günstiges Mikroklima haben, wenn sie als Sämlinge so gut wachsen.
    Hmm, gerade die brütende (entsprechend trockene) Terrasse meines Bruders würde ich nun wirklich nicht so bezeichnen wollen. Auf meiner Dachterrasse gibt es auch etwas Schattierung, und durch die «Waldbildung» der vielen, dicht beieinander stehenden Pflanzen wohl eben auch etwas Luftfeuchtigkeit.

    Zitat Zitat von M.T. Beitrag anzeigen
    Auf Deinem Bild sehe ich ja noch 2-3 Annonen.
    Sehr gut erkannt! Ja, die Blätter gefallen mir auch sehr. Das sind die drei kleinen Chirimoyas, zwei Spanierinnen (vorne) und eine Peruanerin (hinten). Die grosse Spanierin, die ich im Frühling massiv geschnitten habe, weil sie einfach zu gross für die nächste Überwinterung war, steht an einer anderen Stelle. Die blüht seit Anfang letztes Jahr, die Peruanerin dieses Jahr zum ersten Mal. Leider ist mir noch kein Fruchtansatz gelungen, aber mit dem erneuten Blütenschwung an der grossen werde ich es natürlich weiter versuchen.

    Hast du also auch Annonen? Bei mir stehen noch zwei Guanábanas (A. muricata) und eine Rollinia rum. Letztere zeigt sich aber etwas zickig (wurzelt schlecht und schmeisst immer wieder Blätter).

    LG
    Vroni

  2. #12
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    Also wenn die Terrasse heiß und trocken ist, dann würde ich denken, daß die Carica bei Hitze trockenheitsresistent wird. So ein ähnlicher Mechanismus wie bei der Mittelmeerzypresse. Die hält im Sommer große Hitze aus, aber im Winter vertrocknet sie schnell.

    Ja, eine Annone habe ich auch, von 2017. Nach der Blattform zu urteilen eine Cherimoya. Sie stammt von einer gekauften Frucht. Anzucht war nicht ganz so einfach auf Anhieb, aber ich hab's dann hingekriegt. Sie steht im Zimmer, auch im Sommer. Draußen wird sie nicht besser, eher schlechter. Hat schöne, filigrane Blätter, auch schon als Sämling. Und wenn die Blätter noch recht groß werden, dann sind sie noch besser. Zurzeit werden die ersten etwas gelblich, die Wachstumszeit ist auch bald rum. Die Triebspitzen sind auch schon eingetrocknet.

    Ein Bild kann ich erstmal nicht machen. Keine Kamera am Standort.

    Weil du meintest, eine andere Art wurzelt schlecht: Die Sämlinge von meiner Annona hatten anfangs auch empfindliche Wurzeln. Abhilfe hat hier die Bewässerung von unten geschafft. Aber kein stehendes Wasser. So haben die Wurzeln das Wasser von unten und gleichzeitig Luft von Oben.

  3. #13
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    Die frei ausgepflanzten im Garten haben die letzten Tage kräftig zugelegt.

    P3.jpgP4.jpg

    Das heiße Wetter ist wohl die Erklärung dafür (33 bis zu 36°C).

  4. #14
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    Die wirken sehr robust!

    LG
    Vroni

  5. #15
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    Danke für das Kompliment, werde es an die Pflänzchen und das Wetter weitergeben.

    Wenn ich sie überwintern will, ab wann sollte ich sie ausgraben und mit ins Haus nehmen?

  6. #16
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    Ich weiss nicht mehr, wann ich meine letztes Jahr bei meinem Bruder ausgegraben habe, müsste wohl schon fortgeschrittener Herbst gewesen sein. Mit meiner früheren war ich immer sehr vorsichtig und sie kam – als explizites Tropengeschöpf – als eine der letzten Pflanzen raus und wurde als eine der ersten wieder eingeräumt. Ich denke, ich würde sie spätestens ausgraben, wenn die Nachttemperaturen dauerhaft gegen ca. 10 Grad gehen.

    Ich hatte mich bemüht, die Wurzeln möglichst wenig zu verletzen. Zum Glück war die Erde sehr locker und ging gut runter, um sie beim Eintopfen mit hauptsächlich meinem Substrat zu versehen. Deine Erde wirkt eher schwer – ist die Frage, wie gut sie sich im Winter im Topf macht. Ich lege da Wert auf durchlässiges, recht lockeres Substrat und verwende für praktisch alle meine Tropenpflanzen meine Citruserde.

    An meiner hab ich vor ein paar Tagen was entdeckt:

    IMG_1765.jpg

    Ich hab schon davon gehört, dass Papayas mit einem Jahr schon blühen können, aber ich hatte nicht gedacht, dass sie das auch in unseren Breitengraden schaffen können. Offen bleibt aber, ob sich die Knospen auch entwickeln oder nun verkümmern. Die Hitzewelle ist seit gestern vorbei. Heute und morgen soll es zwar doch nochmals 28/29 °C geben, aber dann ist erstmal nur noch untere Zwanzigerhälfte angesagt. Bin gespannt …

    LG
    Vroni

  7. #17
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    Bei der Gartenerde, so wie ich sie einschätze, handelt es sich um lehmigen Sand. Aber auf jeden Fall eiszeitlichen Ursprungs.

    Es ist so wie du es sagtest, sie scheint schwer zu sein. Besonders kleine Sämlinge und auch die aus Samen direkt gezogenen brauchen schon bis zu einige Wochen um anzuwachsen. Das verkürzt die Vegetationszeit und schiebt die Ernte nach hinten. Das betrifft besonders etwa Gurken, Möhren oder Physalis. Sind sie allerdings erst mal etabliert, so können sie doch recht kräftig werden. Radieschen und Petersilie gehen fast gar nicht. Gemüse-Paprikas brauchen sehr, sehr lange bis sie loslegen, dann ist schon fast Herbst.

    Ansonsten werde ich mal an deine Angaben halten und berücksichtigen.

    Vielleicht hast du ja Glück mit der Blüte und mit der Fruchtbildung. Aber da hast du ja auch schon Erfahrung.

  8. #18
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    Zitat Zitat von M.T. Beitrag anzeigen
    Vielleicht hast du ja Glück mit der Blüte und mit der Fruchtbildung.
    Tja, da die lieben Papayas Weiblein oder Männlein sind, ich nur das eine Exemplar habe und, auch wenn es ein Mädchen sein sollte, meine damalige Quelle für Pollen nicht mehr existiert, wird das nix werden … Aber die (weiblichen) Blüten haben wenigstens einen sensationellen Duft!

    LG
    Vroni

  9. #19
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    Ja, der Duft manch exotischer Pflanzen ist auch ganz angenehm im Zimmer. Ich könnte dafür reifende Ananasfrüchte empfehlen.

    Noch ein paar Daten nachreichen: bei 30°C Lufttemperatur hatte der Erdboden 42°C wegen der Sonnenstrahlung.

    Momentan sieht es so aus:

    DSCI0439.jpgDSCI0440.jpg

    Bei Regen bilden sie frischgrüne Blätter aus. Hier jetzt 18°C.

    Für alle, die es nachmachen wollen.

  10. #20
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    Mein Bruder hat mir gerade vorgestern wieder einen spontanen Sämling als «Unkraut» in einem Topf präsentiert. Ob ich den wieder haben wolle. Hmm, weiss ja nicht, mal sehen, wie es in etwa einem Monat aussieht …

    An der aktuellen sind die Blütenknospen etwas grösser geworden, aber sehr langsam unterwegs. Sieht aber wieder ganz nach Weiblein aus (nur eine kurzgestielte Knospe pro Achsel). Zufall oder sind Männlein rarer?

    LG
    Vroni

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