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Thema: Barringtonia wird zu groß!

  1. #1
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    Standard Barringtonia wird zu groß!

    Ich habe vor drei jahren eine - vermutlich - Barringtonia asiatica aus einer Kapsel gezogen. Sie entwickelt sich soweit prächtig. Inzwischen ist sie aber fast 2m hoch, und bei 2.5 ist in meiner Wohnung Schluss.
    Sie hat heuer einen etwas tieferen Topf bekommen. Begrenzt der effektiv den Wuchs, oder kann ich sie sinnvoll zurückschneiden.

    Hat wer eine Idee?

  2. #2
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    Hallo

    Barringtonia asiatica hat coole Blüten. Inwiefern sollte ein tieferer, also grösserer Topf das Wachstum beschränken? Du wirst ums Schneiden nicht herum kommen. Geht mir genauso mit meinen Bäumen. Die Guave habe ich dieses Jahr sehr stark zurückgeschnitten, und auch die grosse Cherimoya musste dran glauben, damit für Überwinterung in der Wohnung noch einen passenden Standplatz finden kann.

    Zeig doch mal Fotos deiner Barringtonia! Einerseits sind wir doch neugierig , und andererseits lässt sich dann auch eine Schnittempfehlung abgeben. Wobei meines Erachtens der Zeitpunkt nicht der richtige ist und dies im Frühling geschehen sollte.

    LG
    Vroni

  3. #3
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    Hallo Vroni,

    sorry für die späte Antwort, irgendwie habe ich die Benachrichtigung verpasst.
    Hier die Fotos von der Pflanze:
    https://i.imgur.com/aJbPRL0.jpg
    https://i.imgur.com/CE3P51L.jpg

    Wegen dem Topf, die Sache ist die, dass sie heuer im Frühjahr einen höheren Topf bekommen hat, vielleicht ist das für den Wachstumsschub verantwortlich. Ich habe mich gefragt ob durch den Topf vielleicht die Wuchshöhe ohnehin begrenzt ist.
    Ja schneiden würde ich sie dann erst im Frühling, über den Winter tut sich eh nicht viel, aber ich hätte eben Angst die Spitze anzuschneiden, nicht dass sie dann eingeht.
    Wie du siehst kämpfen wir auch gerade mit einer Kombination aus Trauerfliegen und Schildläusen, letztere bekommen ich langsam in den Griff, aber die Fliegen haben sich bisher als sehr hartnäckig erwiesen, und strumpf über den topf und abgebrannte zündhölzer haben bisher nicht geholfen. Die Biester haben auch schon meine Agave getötet
    Geändert von conceptskip (24.08.2019 um 13:01 Uhr)

  4. #4
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    Hallo

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Wegen dem Topf, die Sache ist die, dass sie heuer im Frühjahr einen höheren Topf bekommen hat, vielleicht ist das für den Wachstumsschub verantwortlich.
    Nicht unbedingt der Topf, aber die neue Erde mit Nährstoffen wird sie im Wachstum unterstützt haben.

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Ich habe mich gefragt ob durch den Topf vielleicht die Wuchshöhe ohnehin begrenzt ist.
    Ich finde die Proportion des Topfes ungünstig. Ein (nicht mehr ganz junger) Baum hat in der Regel ein Wurzelballen im Umfang der Krone, also auch in der Breite. Wie sehr sich deine Pflanze daran stören wird oder nicht, kann ich aber nicht sagen.

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Ja schneiden würde ich sie dann erst im Frühling, über den Winter tut sich eh nicht viel, aber ich hätte eben Angst die Spitze anzuschneiden, nicht dass sie dann eingeht.
    Ich denke, du wirst problemlos schneiden können, der wird aus Blattachseln wieder austreiben. Wenn ich mir im Web Bilder des Habitus anschaue, wird er das wohl willig tun. Damit bis zum nächsten Frühling zu warten, ist ein guter Entscheid.

    Hast du einen alternativen Standplatz für das Bäumchen? An dieser Stelle ist halt etwas ungünstig, dass die Höhe stark begrenzt und das Fenster bzw. der Lichteinfall sehr schmal ist. Schneiden würde ich für eine schöne Proportion, auch wenn’s schwer fällt, schon etwa die Hälfte. Ich will’s anhand meiner Guave aufzuzeigen versuchen: Höhe des Bäumchens ist aktuell nach starkem Rückschnitt Anfang Sommer ca. 150 cm. Die senkrechte Sprossachse/Haupttrieb endet aber schon auf ca. 60 cm. Die unterste Verzweigung findet sich auf ca. 45 cm Höhe (immer ab Substratoberfläche gemessen). So sieht das aktuell aus, und auf diesem älteren Foto sieht man schön das untere Astwerk. Ich merke einfach bei mir selbst, dass ich mich bei der idealen Stammlänge für ein (späteres) Bäumchen gerne verschätze und dann die Exemplare – wie aktuell meine grösste Cherimoya –, wenn sie endlich ein schöne Krone bekommen, eigentlich zu lang werden, um sie noch vernünftig überwintern zu können.

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Wie du siehst kämpfen wir auch gerade mit einer Kombination aus Trauerfliegen und Schildläusen, letztere bekommen ich langsam in den Griff, aber die Fliegen haben sich bisher als sehr hartnäckig erwiesen, und strumpf über den topf und abgebrannte zündhölzer haben bisher nicht geholfen. Die Biester haben auch schon meine Agave getötet
    Trauermücken bringen keine Agave um. Tödlich für die Pflanze werden die den Trauermücken zusagenden und den Wurzeln schadenden zu feuchten Bedingungen gewesen sein. Agaven gehören wie alle Sukkulenten in ein grobes, überwiegend mineralisches Substrat (Rest torffrei), welches rasch abtrocknet und somit auch kein geeigneter Lebensraum für Trauermücken darstellt.

    Das Auftreten von Trauermücken bedeutet eigentlich immer, dass ein Fehler in Bezug auf die Feuchtigkeit im Wurzelraum vorliegt. Dieser wird über kurz oder lang der Pflanze schaden, weshalb er dringend behoben werden sollte. Es kann sein, dass man einfach zu oft giesst für die herrschenden Bedingungen, dass das Substrat ungeeignet ist und das Wasser zu lange hält oder dass falsch getopft wurde (Pflanzgefäss ohne ausreichende Abzugslöcher, viel zu grosser Topf für kleinen Wurzelballen). Ansonsten habe ich bei akuter Invasion gute Erfahrungen mit Bacillus thuringiensis gemacht. Man muss sich dabei unbedingt an den Behandlungsintervall halten, sonst sabotiert man die Wirkung.

    LG
    Vroni

  5. #5
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    Hallo,

    danke für die Tips Vroni.
    Vielleicht ist da ja wirklich die Erde die Ursache, weil ich habe beide Pflanzen (also auch die erwähnte Agave) im Frühjahr umgetopft, mit frischer Erde, eigentlich um ihnen was gutes zu tun...
    Macht es sinn sie jetzt noch umzutopfen? Weil ich gieße seit Jahren immer gleich, 1x die Woche, wobei die Agave jedes zweite Mal ausgelassem hatte, also sicher nicht übergossen.

    Die Barringtonia hat eigentlich das beste plätzchen in der wohnung, und die dachfenster liefern das beste licht. deswegen bin ich ja auch besorgt weil, wenn sie weiter wächst passt sie nicht mehr in den fensterrahmen, und muss weiter zurück, da gibst noch weniger licht.
    Sie ist schon recht weit nach oben verholzt, ist das egal oder schneide ich besser am grünen?

    Deine Guave sieht ja wirklich toll aus!

    LG

  6. #6
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    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist da ja wirklich die Erde die Ursache, weil ich habe beide Pflanzen (also auch die erwähnte Agave) im Frühjahr umgetopft, mit frischer Erde, eigentlich um ihnen was gutes zu tun...
    Dem ist ja normalerweise auch so. Für die Agave war Blumenerde aber auf jeden Fall das falsche Substrat, siehe meine vorherige Antwort. Bei eher «trockenen» Gewächsen wie Sukkulenten ist auch die Verwendung von (unglasierten) Tontöpfen hilfreich, da diese atmungsaktiv sind und Substratfeuchte auch über sie verdunsten kann.

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Weil ich gieße seit Jahren immer gleich, 1x die Woche, wobei die Agave jedes zweite Mal ausgelassem hatte, also sicher nicht übergossen.
    Ein regelmässiges Giessverhalten ist vom Prinzip her falsch. Es sollte gegossen werden, wenn die Pflanze Bedarf hat. Dies ist im Verlaufe eines Jahres sehr unterschiedlich. Sukkulenten sollen im Winter möglichst kühl stehen und eine Wachstumspause einlegen. Dabei werden sie nur minimal gegossen, nämlich wenn sie anfangen, an ihre Reserven zu gehen und etwas schrumpeln. Bei den harten Blättern der Agave ist das etwas schwer zu erkennen, aber unten am Blattansatz sieht man meist Runzeln entstehen. Wie oft giessen nun über den Winter nötig ist, ist kein fester Wert, sondern abhängig von der effektiven Temperatur, Lichtmenge und Wasserhaltevermögen des Substrats. In der licht- und wärmereichen Jahreszeit, wenn die Sukkulente möglichst draussen wachsen darf, darf (bei geeignetem Substrat) gut gegossen werden, weil der aktive Stoffwechsel der Pflanze sowie die klimatischen Bedingungen dafür sorgen, dass das Wasser innert nützlicher Frist aus dem Substrat verschwindet und die Wurzeln nicht gefährdet werden.

    Genug Sukkulenten jetzt. (Aber vielleicht legst du dir ja wieder mal eine zu …) Für die Barringtonia gilt dieselbe Giessmethodik: Es sollte gegossen werden, wenn die Pflanze Bedarf hat, abhängig von Wachstumsphase, Licht- und Wärmeangebot, Substrat und Topf. Sie wird es durch eine leicht abgesenkte Stellung der Blätter anzeigen, da muss man halt gut beobachten.

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Macht es sinn sie jetzt noch umzutopfen?
    Wenn die Situation im Wurzelraum der Pflanze nicht zuträglich ist, lohnt sich ein Umtopfen meistens. Deine Pflanze lebt ja eh das ganze Jahr über warm, weshalb sie nicht demnächst in einen Winterschlaf verfallen wird. Von daher ist ein Neutopfen zum jetztigen Zeitpunkt nicht so dramatisch wie bei einer Pflanze, die demnächst in Ruhe gehen möchte, aber durch neues Substrat/neue Nährstoffe nochmals gepusht wird. Wenn du also denkst, dass du etwas an der Topfsituation ändern musst, dann tu es.

    Bei Kübelpflanzen (= Pflanzen, welche mehrjährig im selben Gefäss bleiben werden) wirkt sich ein gewisser Anteil an porösem, mineralischem Substrat positiv auf die Strukturstabilität und Belüftung des Substrats aus. Humoses wird mit der Zeit zersetzt und fällt etwas in sich zusammen (verdichtet). Dies wirkt sich auf das Wasserhaltevermögen (erhöht) und den Luftanteil (verringert) aus, was in Kombination zu erhöhter Staunässegefahr führen kann. Poröser, mineralischer Anteil gewährleistet eine gewisse Belüftung, solange sich die Poren nicht mit Feinstmaterial zusetzen oder durch Dauernässe mit Wasser geflutet sind.

    Wie ist eigentlich der Topf beschaffen? Ausser dass es sich um etwas Eigenwilliges handelt, ist auf den Fotos nicht viel zu erkennen. Aus welchem Material ist er? Hat er ausreichend Abzugslöcher?

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Die Barringtonia hat eigentlich das beste plätzchen in der wohnung, und die dachfenster liefern das beste licht. deswegen bin ich ja auch besorgt weil, wenn sie weiter wächst passt sie nicht mehr in den fensterrahmen, und muss weiter zurück, da gibst noch weniger licht.
    Ja, das würde ihr nicht gut tun. Gerade im Winter wird sie durch die Zimmerwärme eh eine dazu passend hohe Lichtmenge vermissen und leiden. Da sollte sie schon das Maximum an Licht bekommen können, und das ist nur im direkten Lichteinfall. Deshalb wirst du wohl um einen kräftigen Rückschnitt nicht herumkommen, um nicht in einem Jahr schon wieder dasselbe Problem zu haben.

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Sie ist schon recht weit nach oben verholzt, ist das egal oder schneide ich am grünen?
    Das Verholzte ist kein Problem, du kannst da schneiden. Neuaustrieb wird ja aus den Blattachseln kommen. Ich würde damit rechnen, dass in den obersten etwa zwei Blattachselpaaren Neuaustrieb erscheinen wird (mit Glück vielleicht drei, unter weniger guten Bedingungen vielleicht aber auch nur eins).

    Zitat Zitat von conceptskip Beitrag anzeigen
    Deine Guave sieht ja wirklich toll aus!
    Danke. Sie ist auch so ziemlich mein grösstes Schätzchen, weil sie mittlerweile zu einem richtigen Bäumchen geworden ist. Ich liebe Bäume. Zudem blüht und fruchtet sie auch seit ein paar Jahren zuverlässig (dieses Jahr wird halt wegen dem Rückschnitt ausgesetzt), und die Früchte schmecken jeweils trotz fehlender Tropen sehr gut.

    LG
    Vroni

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