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Thema: Orchideenerde und gut durchlässige Erde selber herstellen

  1. #1
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    Standard

    Hallo,
    Ich möchte für eine Hoya Carnosa gut durchlässige Erde selber herstellen.
    Die Hoya-Seite http://www.simones-hoyas.de/Haltung,...chor--Ha-54028
    empfiehlt für Wachsblumen, weil Epiphyten, durchlässige Erde und dafür am besten Orchideenerde. - Orchideenerde, da bemerke ich mein altes Augenleiden wieder: $_$
    Nun ist eine Wachsblume keine Orchidee und Orchideenerde ist sau-, äh schweineteuer. Eine Floristikmitarbeiterin schaute in ihrem schlauen Buch nach und das sagte, normale Pflanzenerde reicht völlig aus.
    Ich möchte aber trotzdem gut durchlässige Erde selber machen, habe folgende Bestandteile dafür und wüsste gerne, in welchem Verhältnis man das am besten mischt:

    - einfache Pflanzenerde
    - Kokohum
    - Rindenmulch
    - ein paar Styroporstücke zum zerreiben
    - Blähtonkugeln(Pflanzton)
    - Langzeitdüngerkügelchen

    Also meine Fragen:
    - Für nur gut durchlässige grobe Erde: In welchem Verhältnis sollte man die Bestandteile mischen?
    - Für Orchideenerde: Was muss man dazu tun, damit die Erde für Orchideen geeignet ist?

    Vielen Dank im Vorraus!

    gruß
    prisma

  2. #2
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    Also speziell für Orchideenerde schau mal hier (unten): http://www.orchideenforum.de/substrate.htm
    Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen!"
    Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer.

  3. #3
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    Hi,

    ich mische für meine Passionsblumen auch immer selbst. Die vertragen keine nassen Füße und brauchen ein durchlässiges Substrat:

    4 Teile Blumenerde (Ich bervorzuge hochwertige Blumenerde ich mit einem 5 mm Sieb nachsiebe)
    0,5 - 1 Teil scharfer Sand (Bausand)
    1 - 2 Teile Perligran/Perlite/Vermiculte

    Mit dem Sand und Perligran kann man die Wasserbindekapazität schön regeln/steuern.
    Cheers
    --

  4. #4

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    Gefällt mir die Substratseite !!

    lg
    Peter
    "Was tun", sprach Zeus, "die Götter sind besoffen!"

  5. #5
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    Und wo kriegt man Pinienrinde in den Mengen her, wie sie auf der Seite oft gefordert werden, wenn man gerade nicht mit einem Privatjet in den Mittelmeerraum fliegen kann, um mal eben von einer Pinie Rinde abzukratzen?

    Gilt auch für andere Bestandteile, wie für:
    Zitate:
    "Holzkohle bevorzugt aus abgebrannten Buchenscheitern"
    "Hochmoortorf - Selbstimport in Ziegelform von den Highlands..."
    "Vulkangestein", "Steinmehl", "1 Teelöffel Oscorna Animalin"
    "Bimskies, Korngröße etwa 5mm (ohne jeden Zusatz)"
    "Torfersatz aus Holzfaser, etwas abgelagert, sterilisiert, möglichst ohne scharfen Geruch"

    Ich nehme an, diese Rezeptautoren stammen alle von Orchideenerdefirmen, um die suchenden Leser bei Sofortverzweiflung zu ihren Orchideenerden greifen zu lassen.
    Ich bin aber kein Lottomillionär, noch ein Politiker, der sich mal eben einen Bundeswehrjet in den Mittelmeerraum ausleihen kann, um dort Rinde von Pinien zu kratzen.
    Darum habe ich meine bescheidenen Mittel oben aufgelistet.
    Mit Holzkohle kann ich auch noch dienen oder eben alles, was man in normalen für jeden zugänglichen Floristikangeboten bekommen kann.
    Die Substratseite mag zwar interessant sein, für Ottonormalerdmischer aber weitestgehend unbrauchbar.

    gruß
    prisma

  6. #6
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    Pinienrinde bekommt man in fast jedem Baumarkt oder Gartencenter. Z.B. als "Piniendekorrinde" in verschiedenen Körnungen. Gar kein Problem. Jeder 3. Vorgarten ist hier voll davon. Der große Sack kostet dann ca. 7-8 Euro. Das aber nicht mit Rindenmulch für 1-2 Euro den Sack verwechseln! Das wäre ziemlich tödlich. Es muss einfach Pinie sein.

    Es lohnt sich, beim Orchizüchter nachzufragen. Da gibt es fertige Säcke a 80 l für 20 Euro (etwa doppelt so teuer wie Selbermischen von den Materialkosten her ohne Bestellaufwand). Das ist ziemlich billig, wenn man das mit den sündhaft teuren 5- oder 10-l-Säcken aus dem Baumarkt vergleicht (der ziemlich übler Schrott ist und fast nur von Phalaenopsen vertragen wird).


    micc
    Ein Leben ohne Doldenblütler ist möglich, aber ...

  7. #7
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    Was ist von folgender Mischung als durchlässige Erde für eine Wachsblume zu halten?

    40% Kokohum
    25% normale Pflanzenerde
    15% Rindenmulch
    5% Seramis - damits immer nie ganz trocken wird?
    5% Blähton
    5% Holzkohlesplitter
    5% Styropor

    Habe echt keine Ahnung und mal eine erdigere Variante für die Wachsblume berechnet, damit die auch gut versorgt ist und gut treibt.
    Ist das eine brauchbare Erde?

    gruß
    prisma

  8. #8
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    Hallo prisma;

    ich möchte Dich ermutigen, die Sache mal von einer ganz anderen Warte zu sehen.
    Meine Oma hat viele Jahre erfolgreichst einen großen Pott mit diesen Wax-Blumen in ganz normaler Blumen-Erde gezogen; und spätabends, im Sommer, duftete das ganze Wohnzimmer betäubend nach diesen vielen Blüt-chen aus jeder Menge von Döld-chen an diesem zu einem Kreis gebundenen vieltriebigen Pracht-Exemplar.

    Und ich habe selbst - allerdings nicht bei der - aber verschiedenen anderen Pflanzen festgestellt, dass reines Kokos-Substrat, ohne irgends-welche Zuschlag- Stoffe, ganz normaler Blumenerde auf Schwarztorf-Basis überlegen ist.

    Meine Empfehlung:
    Reines CoCo-Substrat!
    Den Topf-Boden mit einem passend ausgeschnittenen dünnen Schaumstoff-Pad (ist Wasser-leitend und unverrottbar) auslegen, um die Abzugs-Löcher gegen das Eindringen von Trauermücken zu sichern.

    Eine dünne Drainageschicht (bis 2 cm) aus feinerem Blähton, 2-4 mm Korngröße (Schüttgut aus dem Baustoff-Handel) oder Seramis (s. u. ) oder Perlite oder sogar Aktivkohle gekörnt (Filterkohle vom Aquarienbedarf) einbringen

    Kokos-Substrat mit verdünnter Flüssigdünger-Lösung ansetzen, wenn nicht schon vorgedüngt z.B. dieses überteuerte in der gelben Verpackung

    Und: Nur noch von unten gießen!
    Wegen der Drainageschicht brauchst Du keine Sorgen wegen "nasser Füße" zu haben.

    Übrigens: Seramis ist nach meiner Erfahrung KEIN Wasser-Speicher; überprüfe mal dessen Gewichts-Zunahme, wenn Du trockenes Seramis mit Wasser behandelst; und vergleiche damit die Gewichts-Zunahme von trockener Erde, ob nun auf KoKo- oder Schwarz-Torf-Basis; da wird Dir ein Unterschied augenfällig werden Ach und im übrigen trocknet es sehr wohl erbarmungslos aus, wenn Du das Wasser einfach verdunsten lässt. Ist einfach ein Slogan; ich erkenne nich' mehr im doppelten Wortsinn: Substantielles dahinter

    So was habe ich nun mit diesem ganzen Kanonen-auf-Spatzen-Schuss bezweckt?!
    Ich denke praktisch und ich habe alles, was so hoch-sophisticated und komplex zusammengerührt wurde, im Verdacht, dass es auf unrealistischen Wunsch-Vorstellungen beruht! Der Verdacht, dass von kommerzieller Seite mit einem Super-Rezept an solches Wunsch-Denken appelliert wird, na der immerhin entfällt ja weitgehend, wenn Du Dir das Substrat selber mischst.

    Und noch zum Abschluss, bin gerad' so schön dabei und mach's damit fast komplett: Ich dünge bei JEDEM Gießen. Mit allerbesten Erfahrungen - und: Alles Gewöhnungs-Sache. Das Geheimnis erfolgreicher Pflanzenkultur ist m.E. nicht ein besonders ausgeklügeltes Substrat, sondern - ich geb's zu: Ganz trivial - die Beständigkeit in der Pflege und gleichzeitig Eingehen auf die Witterungs-abhängigen stark unterschiedlichen Pflanzenbedürfnisse:
    z.B. mittels eisern durchgehaltenem Gießen jeden 2. Tag, von unten
    und dabei: Mit sehr sehr stark unterschiedlichen Mengen Gieß-Wasser in den Untersetzer; in Abhängigkeit von der Jahreszeit allgemein und der aktuellen [ Sonnen-Einstrahlung sowie Temperatur ] speziell!

    Liebe Grüße
    Hans-Werner

  9. #9
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  10. #10
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    Phhhhhh.

    Mach nur Koko. Das Zeug ist ein wenig zu dicht. Bischen Vorsicht, gell!

    Das beste Substrat für Orchideen ist halt gar keins. Aber das weißt du ja selber.


    micc
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